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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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3,9 Millionen DM für die Haseregulierung
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Originaltext:
3, 9 Millionen DM für die Haseregulierung
Mit der Verlegung ist bereits begonnen worden - Erster Bauabschnitt gibt der Kläranlage Erweiterungsmöglichkeiten - Die Sicherung des Kanals und industrielle Erschließung als Endziel

Anfang Dezember vergangenen Jahres brach über Osnabrück eine Unwetterkatastrophe herein, die den Kanaldamm in Höhe des Bootshauses zerbröckelte und die Schiffahrt lahmlegte. Das Hasewasser überflutete weithin die anliegenden Grundstücke und bedrohte selbst die Kläranlage, in deren Nähe sich ein riesiger See gebildet hatte. Doch in letzter Minute konnte die Gefahr einer Überschwemmung der Zentrale des Osnabrücker Entwässerungssystems abgewendet werden. Das war das Alarmsignal für den Rat der Stadt, der Ende Februar dieses Jahres einen Betrag in Höhe von 260 000 DM zum Zwecke der Verlegung der Hase im Bereich der Eversburger Kläranlage freigab. Diese Summe reicht in etwa für den ersten Bauabschnitt. Es ist beabsichtigt, den Haselauf zwischen der Papierfabrik Kämmerer und den Fischteichen regelrecht zu begradigen. Gleichzeitig bewirkt diese Maßnahme eine Verlegung des Flußbettes, das einen weiteren Abstand von der Kläranlage gewinnen soll. Im ersten Abschnitt wird sich der Ausbauüber eine Länge von 400 Metern erstrecken, wobei massive Dammbefestigungen berücksichtigt sind, um künftig jede Hochwassergefahr zu bannen.
Die Aufgabe hängt letztlich mit der geplanten Erweiterung des Hafengebietes zusammen. Denn die Haseregulierung vollzieht sich in ihren weiteren Etappen im Zuge der industriellen Erschließung jenes Geländes, auf dem die Ansiedlung leistungsfähiger Wirtschaftsbetriebe beabsichtigt ist. Angesichts dieses umfassenden Vorhabens dürfte die Stadt Osnabrück drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zunächst wird das Klärwerk vor Hochwassergefahren abgeschirmt, zum anderen sind der Kläranlage durch die Verlegung der Hase Ausdehnungsmöglichkeiten geboten, und schließlich dient die Regulierung einer vorteilhaften Gliederung des erweiterungsfähigen Hafengebietes, das industriell zu nutzen ist.
Die Planung sieht im ersten Bauabschnitt zwischen der Papierfabrik Kämmerer und den Fischteichen in Höhe der Kläranlage ein neues Hasebett vor, das eine Sohlenbreite von 12 Metern und oben von Böschungskante zu Böschungskante 20 Meter sowie eine Tiefe bis zu 4, 25 Meter messen soll. In Höhe der Fischteiche läßt sich das neue Hasebett vorerst provisorisch in das alte Hasebett lenken. Damit ist ein beträchtlicher Abstand vom bisherigen Flußlauf gesichert. Die Aufschüttung des gewonnenen Geländes bereitet der Stadt keine Schwierigkeiten. Und dann ist eine Ergänzung der Kläranlage - bedingt durch die laufende Verdichtung des Kanalisationsnetzes und vor allem durch die industrielle Erschließung eines erweiterten Hafengebietes - gewährleistet.
Schon ist daran gedacht, nach Begradigung der Hase zwischen der Papierfabrik Kämmerer und den Fischteichen auf dem zugeschütteten alten Flußlauf weitere Klärbecken zu installieren.
Die Haseregulierung ist nach den Worten von Oberbürgermeister Kelch eine Notwendigkeit, stellt diese Regulierung die wirksamste Sicherung gegen jede Bedrohung des Kanals durch Hochwasserkatastrophen dar. Vom wasserwirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, nimmt die Ausbaumaßnahme einen bedeutenden Platz ein. Hier geht es darum, die " Unterlassungssünden" der Vorfahren auszulöschen und die Verhältnisse endlich zu ordnen. Daß dabei umgehende Mittel aufgewendet werden müssen, läßt sich leider nicht umgehen.
Immerhin wird die Haseregulierung bis zur letzten Etappe 3, Millionen DM verschlingen. Das heißt, daß nach dem ersten Bauabschnitt zwischen der Papierfabrik Kämmerer und der Kläranlage die Begradigung der Hase fortgesetzt werden soll. So ist geplant, die provisorische Verbindung des neuen Flußlaufes mit dem alten Hasebett in Höhe der Fischteiche aus dem Knick wieder zu lösen und also das alte Hasebett in gradliniger Verlängerung der ersten Ausbaustrecke umzuleiten. Die Regulierung reicht dann in das Industrieaufbereitungsgebiet, das als erweitertes Hafengelände bezeichnet wird.


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