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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wo die Kehrmaschine vergeblich fährt
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Atter: Dreck unter parkenden Autos – Mehr Verkehr zum Flugplatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Saubere und sichere Straßen wünschen sich Atteraner für ihren Stadtteil. Sie diskutierten über Kehrmaschinen und eine " heimliche Westumgehung".
Verlässt die Kehrmaschinen die Straße, dürfte sie zwar ihre Pflicht erfüllt haben, doch nicht überall ist dann alles sauber. Das zeigt sich dann, wenn bald darauf parkende Autos die Straße verlassen. Anwohner vieler Straßen im Stadtgebiet ärgern sich darüber, dass der Dreck unter den Fahrzeugen liegen bleibt.
Die Auskunft der Verwaltung, dass Kehrmaschinen um Autos nur herumfahren können, finden manche unbefriedigend. Eine Anwohnerin des Stephanuswegs äußerte ihren Protest so: " So bin ich nicht dazu bereit, die Kehrgebühr zu zahlen." Denn: Weil ihre Straße regelmäßig zugeparkt sei, könne die Kehrmaschine ihre Aufgabe nicht erfüllen.
Die Anwohnerin regte an, dass Schilder aufgestellt werden, damit Autofahrer wissen, wann die Kehrmaschine kommt. Diesen Versuch habe der Osnabrücker Servicebetrieb bereits vergeblich unternommen, berichtete dessen Leiter Axel Raue. Es habe sich erwiesen, dass keine genauen Zeitangaben möglich seien. " Leider kann ich Ihnen keine zufriedenstellende Lösung bieten." Was die Gebühr für den Kehrdienst betrifft, sagte Raue, es zähle der " Reinigungsversuch".
Stadträtin Rita Maria Rzyski regte an, dass die Verwaltung die Frage nach einem Halteverbot für die jeweiligen Kehrzeiten klären könnte. Bürgermeisterin Jabs-Kiesler, die auch in anderen Bürgerforen von dieser " typischen Situation" erfahren hatte, schlug vor, dass Anwohner in ihrer Nachbarschaft daran appellieren könnten, die Parkplätze frei zu halten: " Denkt bitte daran, dass die Kehrmaschine kommt." Atter gehört zu den sieben Stadtteilen, in denen einst die Bürger selbst ihre Straßen gekehrt haben. Manche wünschen sich diese Regelung zurück wohl vergeblich, wie Axel Raue meinte.
Dass Osnabrück im Vergleich mit ähnlich großen Städten über besonders viele Recyclinghöfe und Gartenabfallplätze verfügt, lässt manche Anwohner fürchten, dass die Stadt in Zeiten knapper Kassen dort den Rotstift ansetzen könnte. Doch wie Raue ankündigte, " ist momentan nicht daran gedacht, einen Platz zu schließen". Der Osnabrücker Servicebetrieb hat ein Konzept entwickelt, über das der Rat noch zu entscheiden hat. Danach sollen sich die Plätze ergänzen und jeweils nur an bestimmten Tagen öffnen.
Seitdem die Leyer Straße einen neuen Belag hat, sehen sich offenbar manche Autofahrer in der Lage, schneller zu fahren. Anwohner bestätigen zwar, dass die neue Mittelinsel auf der Höhe zur Straße zum Flugplatz die Sicherheit für Fahrradfahrer verbessere. Wegen der Verschwenkung sei es jedoch für Autofahrer gefährlich geworden, die vom Flugplatz auf die Leyer Straße einbiegen wollen. Die Einfahrt sei weniger übersichtlich als vorher, die Autos auf der Leyer Straße seien aber deutlich schneller unterwegs. Ein Strauch, der dort die Sicht behindert, ist in privater Hand, wie die Verwaltung mitteilte. Die Pflanze zu entfernen oder stehen zu lassen sei Sache des Eigentümers.
Als heimliche Westumgehung bezeichnete ein Anwohner die Straße zum Flugplatz. Mehrer Bürger berichteten, dass der Verkehr dort erheblich zugenommen habe.

Mehr Berichte aus den Stadtteilen auf www.noz.de/ os
Bildtext:
Wo Autos stehen, können diese Besen nicht kehren. Das Äegert manche Anwohner - doch viele Autofahrer dürfte das eher beruhigen.
Archivfoto:
Jörg Martens
Autor:
jweb


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