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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler aus sechs Ländern beim Steckenpferdreiten
Zwischenüberschrift:
Viertklässler ziehen morgen zum Rathaus – Start an der Johanniskirche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der elfjährige Pawel ist in seine Arbeit vertieft. Als er gebeten wird, ein paar Fragen für die Zeitung zu beantworten, schaut er kurz unwirsch auf. Viel Lust hat er nicht. Er möchte lieber den Pferdekopf weiter glatt schleifen, den er am Donnerstag beim Steckenpferdreiten zusammen mit 31 anderen Schülern aus Frankreich, Tschechien, Schweden, Norwegen und Osnabrück an der Spitze des Zugs tragen wird. Pawel ist mit seinen Mitschülern aus Polen zur Schule an der Rolandsmauer gekommen, wo sie an dem Projekt " Create Peace Frieden schaffen" teilnehmen.
32 Kinder im Alter von 10 bis 16 Jahren und 19 Lehrer aus Förderschulen in sechs Ländern arbeiten in Osnabrück zusammen, um beim Steckenpferdreiten mit dabei zu sein. Nicht alle kennen das Lied der Steckenpferdreiter, aber mit der Legende sind sie vertraut. Auch die Stadt des Westfälischen Friedens haben sie schon kennengelernt. Wer am Montag nicht in einem Werkraum der Schule an der Rolandsmauer gearbeitet hat, der hat per Geocaching die Hasestadt erkundet. " Osnabrück ist sehr schön und grün, aber auch sehr kalt", sagt Anthony (9) aus Bordeaux. An seiner Schule hat er einmal in der Woche eine Projektstunde, die unter dem Motto " Create Peace" steht.
Konflikte und Lösungen
Die Projektidee sei bei einem Treffen im Friedenssaal im Osnabrücker Rathaus entstanden, berichtet Konrektor Frank Böttger. Die Themen von " Create Peace" sind der Dreißigjährige Krieg, aber auch andere kriegerische Konflikte und ihre Lösungen. Außerdem stehen Konflikttraining und Streitschlichtung im Alltag der Schüler im Mittelpunkt des Projekts.
Nachdem es bereits Treffen in Bordeaux und Prag gab, sehen sich die Schüler und Lehrer nun in Osnabrück wieder. Böttger erzählt, dass er mit seinen Schülern im März in der tschechischen Hauptstadt gewesen war, wo der Dreißigjährige Krieg entbrannte. Auf der Prager Burg haben sie auch das Fenster gesehen, aus dem am 23. Mai 1618 beim böhmischen Aufstand der Protestanten gegen die katholische Obrigkeit drei Männer geworfen wurden. Dies war der Beginn des Krieges, der erst drei Jahrzehnte später in Münster und Osnabrück beendet wurde. Deswegen stellte Böttger das Treffen in Osnabrück unter das Motto " Vom Prager Fenstersturz zum Westfälischen Frieden".
Die Kinder und Jugendliche, die sich auf Englisch, Deutsch oder mit Händen und Füßen unterhalten, lernen während ihrer Zusammenkünfte voneinander. Außerdem sehen sie was von der Welt. " Das, was für andere Jugendliche der Schüleraustausch ist, haben wir bei diesem Projekt", sagt Frank Böttger. Viele Kinder stammen aus sozial schwachen Familien, erklärt er. Die Reisen werden aus Mitteln des Projekts " Erasmus+" bezahlt. Es ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der EU.
Die Gäste aus Frankreich, Tschechien, Polen, Schweden und Norwegen lernen am Donnerstag einen speziellen Osnabrücker Brauch kennen. Das Steckenpferd reiten beginnt am 16. Oktober um 17 Uhr an der Johanniskirche. Die Kinder aus den vierten Klassen in Osnabrück ziehen dann über den Neumarkt, die Große Straße, den Nikolaiort, die Krahnstraße, die Marienstraße und die Heger Straße bis zum Rathaus. Dort erhält jedes Kind, auch die Gäste, eine Brezel aus der Hand von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Mit einer Feuerjonglage und anschließendem Feuerwerk wird das Steckenpferdreiten gegen 19 Uhr beendet.
Kinderbuch im Handel
Von Lioba Meyer ist ein Kinderbuch erschienen, das sich ums Steckenpferdreiten dreht. Es hat den Titel " Reiten für den Frieden. Der Westfälische Friede 1648 für kleine Neunmalkluge", ist im Handel erhältlich und kostet 9.90 Euro.

Mehr zum Stecken pferd reiten lesen Sie auf www.noz.de/ os
Bildtext:
Mit Eifer bearbeitet der elfjährige Pawel im Werkraum der Schule an der Rolandsmauer den Kopf seines Steckpferds, den er beim Umzug am Dommerstag in vorderster Reihe tragen wird.
Foto:
Jörg Martens
Autor:
tw


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