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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kultur und Bildung als Chefsache
 
Wenn Rzyski geht, ist Kultur OB-Sache
Zwischenüberschrift:
Die neue Aufgabenverteilung: Fillep ist für Kinder, Jugendliche und Familien zuständig, Otte für Soziales
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Wenn Stadträtin Rita Maria Rzyski zum 1. November nach Hannover wechselt, übernimmt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die Ressorts für Kultur und Bildung. " Schulentwicklungsplanung, Schülerbeförderung und die Diskussion um strukturelle Veränderungen im städtischen Kulturangebot sind Themen, die auf der Tagesordnung stehen", erklärte Griesert. Der Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien wird vertretungsweise von Finanzvorstand Thomas Fillep übernommen. Den Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement ordnete der OB dem Vorstandsbereich von Stadtbaurat Frank Otte zu. " Diese Vertretungsregelung gilt, bis der Rat ein neues Vorstandsmitglied für diese Bereiche gewählt hat", teilte Griesert mit. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Osnabrück. Jetzt ist es heraus: Für Kultur und Bildung ist künftig der Oberbürgermeister zuständig. Der Finanzvorstand übernimmt den Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien. Und das Sozialressort wandert ebenso wie das Bürgerengagement zum Stadtbaurat. So sieht die neue Aufgabenverteilung aus, wenn Stadträtin Rita Maria Rzyski als neue Bildungsdezernentin zum 1. November nach Hannover geht.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat den neuen Ressortzuschnitt am Dienstag bekannt gegeben. Die Vertretungsregelung besitzt zwar provisorischen Charakter, könnte aber für längere Zeit Bestand haben. Sie gelte, bis der Rat ein neues Vorstandsmitglied für diese Bereiche gewählt habe, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. " Vor dem Hintergrund der Haushalts- und Wiederbesetzungssperre wird die Stelle aber sicher nicht mehr in diesem Jahr ausgeschrieben", fügt OB Griesert hinzu. Auf Nachfrage lässt er durchblicken, dass er sich eine Ausschreibung im Februar oder März vorstellen kann.

Was qualifiziert die verbleibenden drei Vorstandsmitglieder, die sozialen und kulturellen Angelegenheiten aus Rzyskis Nachlass zu schultern? " Es ist ja ganz schön, wenn man die eine oder andere Kenntnis hat", sagt OB Griesert, aber bei Interimslösungen könne man die Aufgaben nicht immer an Fachleute delegieren. Entscheidend sei aber, dass die wichtigen Themenfelder ohnehin regelmäßig im Verwaltungsvorstand erörtert würden. Und als OB sei er in jedem Thema drin. In seinem Fall gelte das auch für die Schülerbeförderung, das Gastschulgeld und Fragen wie Krippenplätze oder Mittagsverpflegung an Schulen.

Stadtkämmerer Thomas Fillep, der ab November auch den Fachbereich Kinder, Jugend und Familien zu verantworten hat, sieht sich als Familienvater gut gerüstet für das neue Amt, räumt aber ein, dass er keine " weitgehende fachliche Qualifikation" vorzuweisen habe. Neue Akzente werde er wohl nicht setzen, aber er baue auf eine vertrauensvolle Arbeit mit Hermann Schwab, dem Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugendliche und Familien. Er freue sich auf die neuen Aufgaben, auch weil sie den Horizont weiteten. Im Übrigen gehe er aber davon aus, dass eine so wichtige Dezernentenstelle wie die von Rita Maria Rzyski " nicht ewig unbesetzt" bleiben werde.

Stadtbaurat Frank Otte weist darauf hin, dass er das Sozialressort einschließlich der Bildung schon einmal in seiner Zeit als Baubürgermeister in Leinfelden-Echterdingen zu verantworten hatte. Als Baudezernent müsse er die soziale Struktur einer Stadt ohnehin im Blick haben. Akzente werde er in seinem Interimsamt wohl nicht setzen, meint Otte, aber die Notwendigkeit, Flüchtlinge zu betreuen und ihnen eine Bleibe zu verschaffen, nehme er als Herausforderung.

Kommentar
Karten neu mischen

Sind Experten die besseren Führungskräfte? Es gibt Beispiele dafür, dass ausgewiesene Fachleute in eingefahrenen Gleisen stecken bleiben, während sachfremde Außenseiter mit klugen Weichenstellungen etwas bewegen. Aber das kann auch ganz anders kommen. Im geschrumpften Verwaltungsvorstand der Stadt Osnabrück besteht eher die Gefahr, dass überlastete Vorstände wichtigen Aufgaben nicht die notwendige Aufmerksamkeit widmen können. Deshalb sollte die Stelle von Rita Maria Rzyski nicht zu lange vakant bleiben.

Bei einer Neuausschreibung stellt sich die Frage, ob es beim bisherigen Zuschnitt der Ressorts bleiben soll. Die Kombination aus Kultur, Bildung und Sozialressort war zugeschnitten auf Rzyskis Vorgänger Reinhard Sliwka. Die Zeiten haben sich geändert, die handelnden Personen auch. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie die Karten neu gemischt werden können.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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