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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Theaterfassade erstrahlt in neuem Glanz
Zwischenüberschrift:
Renovierung fast abgeschlossen – Kostenrahmen eingehalten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Anfang Juni begann ein Montagekran, tonnenschwere Säulenabschnitte und Putten aus Sandstein von der oberen Fassade des Theaters am Domhof auf den Theatervorplatz zu hieven. Nun sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen fristgerecht, obwohl sie sich als umfangreicher und zeitaufwendiger herausgestellt hatten als gedacht. Und auch den Kostenrahmen hat das Theater eingehalten.
Die fratzenhaften Masken, Skulpturen und molligen Putten sind nicht nur äußerlich von ihrer dunklen Patina befreit worden. Sie offenbarten allerlei andere Baustellen, wie Christoph Probst, Restaurator der Firma Probst Projektierungen, in einem Gespräch mit der NOZ schilderte. Damit beantworte sich die öffentliche Frage vor Beginn der Sanierungsarbeiten von selbst, ob man die Putten überhaupt abnehmen müsse.
Musste man, denn unter ihnen hatten sich durch Regenwasser Hohlräume gebildet, die ihren Stand unsicher gemacht hatten. Außerdem hatte sich der Mörtel aufgelöst, der die Quader verbunden hat. Diese Gefahrenquelle ist beseitigt worden: Edelstahlanker verzahnen die Blöcke nun fest miteinander. Noch eine unangenehme Entdeckung nennt Probst: Eine Eisenträgerkonstruktion, die den Giebel wie ein Fachwerk durchzieht, war stark verrostet, musste freigelegt, entrostet, statisch überprüft und wieder zugemauert werden. Einige Kubikmeter Ziegelsteine mussten zu diesem Zweck ausgetauscht werden; dabei stellten die Fachleute fest, dass der Putz an der Domhof-Seite nicht original war wie angenommen. Offenbar wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schon mal repariert, umgebaut und vor allem verputzt, ohne dass dies dokumentiert worden ist. Vom originalen Putz hat sich nur ein handgroßes Stück erhalten, das aber keinen Aufschluss über die Originalfarbe hätte geben können. Also hat man alte Schwarz-Weiß-Fotos befragt und sich für eine atmungs aktive Mineralfarbe für die Fassade entschieden, die dem Ur-Ton nahekommen soll und mit ihren Schat tierungen je nach Sonneneinfall nicht so plakativ wirkt wie moderne Kunststofffarben.
Zeitlich in Bedrängung kamen alle Arbeiten, weil erst Stürme die Arbeiten auf dem Gerüst be- und verhinderten, dann die große Hitze. Denn Mineralfarbe braucht rund sechs Wochen, bis sie fachgerecht getrocknet ist. Doch nach Abschluss der Arbeiten setzt sich das Theater auch optisch nachts in neues Licht: Dafür sorgen neue Bodenstrahler. Letzter Arbeitsschritt werden dann die Schaukästen sein: Die sollen Ende Oktober stehen, sagt der kaufmännische Direktor Matthias Köhn. Damit ist gewährleistet, dass die Bausumme von 518 000 Euro eingehalten wird und die Hälfte davon über EU-Gelder, die sogenannten Efre-Mittel, finanziert wird.
Bildtext:
Die Fassade ist enthüllt, das Gerüst bald weg: Dann strahlt das Stadttheater in neuem Glanz.
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Christine Adam


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