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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbriefe
Zwischenüberschrift:
Baumschutzsatzung in der Kritik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Stadt will Fällen großer Bäume verbieten" (Ausgabe am 24. September).

" Eine Baumschutzsatzung ist überflüssig, schädlich und ungerecht. Überflüssig ist sie, weil der Bürger auch ohne Satzung und Bevormundung seine Bäume schützt. Sie ist schädlich, weil sie dazu führt, dass Bäume abgesägt werden, bevor sie in die durch Satzung zu schützende Größe hineingewachsen sind. Die Satzung ist auch ungerecht, weil der Bürger, welcher auf seinem Grundstück Bäume gepflanzt hat, mit einer an die Stadt zu zahlenden ' Befreiungsgebühr' von 300 Euro pro Baum bestraft wird, wenn er zum Beispiel für den Bau seines Hauses Bäume fällen muss, für die er eine Befreiung braucht. Sein Grundstücksnachbar, der keine Bäume hat und ebenfalls bauen will, spart diese Kosten."

Horst Kleine-Wördemann

Osnabrück

" Abgesehen von der Gefahr, dass eine Baumschutzsatzung, wie immer sie auch gestaltet sein mag, in jedem Fall mit dem Niedersächsischen Nachbarschaftsgesetz kollidieren wird, könnte sich die Stadt auch Schadenersatzansprüche einhandeln, die auf Verbote der Beseitigung von Beeinträchtigungen durch Kronen- oder Wurzelbereiche zurückgehen. Und das nicht nur durch die Eigentümer, sondern auch durch die geschädigten Nachbarn. Ausgewachsene Bäume dulden nämlich allein schon aus ästhetischen Gründen keinen Rückschnitt von Kronen und aus biologischen keinen Wurzelrückschnitt. Was geschieht, wenn dem Bau einer Garage drei Bäume im Weg wachsen? Ein Anpflanzen einer Schonung mit Neulingen mit der Summe gleichen Stammquerschnitts? Wie vergrößert ein Bauherr sein 500-Quadratmeter-Grundstück auf 2500 Quadratmeter und hat dann immer noch keinen Bauplatz? Ein Fällen ist die einzige Alternative.

Ein Fällverbot hätte unabsehbare Folgen. Das wiede rum bedeutet, dass den allermeisten Anträgen auf Beseitigung ohnehin entsprochen werden müsste. Warum also dieser bürokratische Kopfstand, der nur die ohnehin klamme Kasse der Stadt zusätzlich belasten würde? Und wo bleibt die freie Entfaltungsentscheidung der Bürger?"

Stefan Middelberg

Osnabrück
Bildtexte:
Sägen nur noch mit Genehmigung: Viele Bürger wittern eine Aufblähung der Bürokratie.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Horst Kleine-Wördemann, Stefan Middelberg


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