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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
"Osnabrück ist familienfreundlicher"
 
Fest auf dem Kogge-Platz
Zwischenüberschrift:
Zehn Jahre Familienbündnis – Mark Rauschen blickt zurück und voraus
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Zehn Jahre Bündnis für Familie in Osnabrück: " Osnabrück ist familienfreundlicher geworden", sagt der 2. Vorsitzende des Bündnisses, Mark Rauschen. Aber es gebe noch viel zu tun, zum Beispiel für Berufstätige, die ihre Eltern pflegen.
Herr Rauschen, wenn Sie auf zehn Jahre Familienbündnis zurückblicken, was fällt Ihnen als Erstes ein?
Es ist so viel passiert in den zehn Jahren. Als Erstes? Da fallen mir die Jahresversammlungen ein, wenn alle zusammenkommen, die sich freiwillig für dieses Thema engagieren. Da herrscht immer ein schöner Geist in dieser Runde. Man merkt, dass allen die Arbeit im Familienbündnis eine Herzensangelegenheit ist.
Ist neben dem Herz auch der Verstand dabei? Wird da nur geredet, oder kommt dabei auch etwas rum?
Es wird mit viel Herz und viel Verstand gearbeitet, da können Sie ganz sicher sein. Die Gruppe ist sehr breit aufgestellt, es sind Menschen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen dabei, alte und junge, aus allen politischen Lagern, mit ganz unterschiedlichen Herkünften und Hintergründen. Sie alle vereint aber die gemeinsame Sache. Deshalb macht die Arbeit auch so viel Spaß.
Bei der Gründung hieß es, beim Familienbündnis sei es wie bei einer Diät, deren Wirkung verpuffe, wenn man anschließend in alte Gewohnheiten zurückfalle. Hat das Bündnis für Familien unsere Gewohnheiten und grundlegenden Einstellungen in der Stadt verändert? Ist Osnabrück kinderfreundlicher geworden?
Ja, ganz sicher. Es ist schwer einzuschätzen, welchen Beitrag das Familienbündnis dazu geleistet hat. Sicher ist, dass dieses Netzwerk, auch in Zusammenarbeit mit dem Familienbündnis im Landkreis, ein wichtiger Baustein war und ist. Das ganze Thema Familie hat heute einen deutlich höheren Stellenwert als noch vor zehn Jahren.
Wo ist Osnabrück nach Ihrer Wahrnehmung familienfreundlicher geworden?
Zum Beispiel: Notfallbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern. Zusammen mit Unternehmen haben wir ein System geschaffen, in dem Eltern sicher sein können, dass sie sich im Notfall sofort um ihre Kinder kümmern können oder eine Betreuung sichergestellt ist. Weiteres Beispiel sind die Elternkongresse und Veranstaltungen etwa über neue Wohnformen oder Erziehungsthemen. Mir fallen noch ein: der Spielplatz mit der Hansekogge am Reichwein-Platz, die familienfreundliche Gastronomie, die Aktion " Stillen willkommen".
Die Stadt hat in den vergangenen Jahren weit über 40 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert. Die Betreuungsquote erreicht 60 Prozent. Es gibt Elternzeiten und Elterngeld. Familienpolitik ist offenbar vor allem das Bemühen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Genügt Ihnen das?
Dass in Osnabrück jeder, der einen Betreuungsplatz für sein Kleinkind braucht, auch einen Platz bekommen kann, ist ein sehr gutes Ergebnis. Die Politik war in dieser Hin sicht sehr erfolgreich. Sie fragen ja danach: Geht noch mehr? Ja, es geht noch mehr bei den Betreuungszeiten, die sich den Arbeitszeiten annähern müssen. Auch da ist in den vergangenen Jahren schon viel passiert. Bei uns im Hause L+ T beispielsweise betreuen Tagesmütter die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den Geschäftszeiten und auch am Samstag. Es geht meiner Ansicht nach noch mehr beim Thema familienfreundlicher Wohnraum. Mit dem Projekt zum generationsübergreifenden Wohnen ist das Familienbündnis auf diesem Gebiet unterwegs. Vor dem Hintergrund, dass sich mit wachsender Mobilität die Familienbünde auflösen und Oma und Opa in anderen Städten leben, wollen wir Alt und Jung in Wohnquartieren zusammenbringen. Die Quasi-Oma in der Nachbarschaft ich glaube, viele wünschen sich so etwas. Wir unterstützen das sehr.
Was hat das Familienbündnis geschaffen, was ohne dieses Netzwerk nicht entstanden wäre?
Zwei Beispiele: die Notfallbetreuung für Kinder von Beschäftigten und Studierenden und die Vätertage. Das sind übrigens meine Lieblingsveranstaltungen. Die sind immer ausgebucht und machen einfach Spaß, weil Väter und Kinder sich dabei immer wieder neu entdecken können.
Wo sehen Sie für die Zukunft die wichtigsten Aufgaben des Familienbündnisses?
Susanne Hamm, der Vorsitzenden des Familienbündnisses, liegt das neueste Projekt des Familienbündnisses sehr am Herzen. Es befasst sich mit einem oftmals verschwiegenen, aber an Bedeutung zunehmenden Thema: der Belastung von Beschäftigten, die Angehörige pflegen. Im Familienbündnis engagierte Firmen und Einrichtungen wollen mit verschiedenen Maßnahmen zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und pflegenden Mitarbeitern beitragen. Ein weiteres Vorhaben der beiden Osnabrücker Familienbündnisse besteht darin, in enger Abstimmung und Unterstützung von Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Osnabrück, Vertretern von Unternehmen, Handwerkskammer, Frau und Betrieb, Arbeitsverwaltung, Industriellem Arbeitgeberverband, Bistum sowie der Hochschule die Marke " Familienfreundliche Arbeitgeber in der Region Osnabrück" zu etablieren. Familienfreundlichkeit soll als Wettbewerbsvorteil herausgestellt werden, sodass für die Region Standortvorteile entstehen. Die Unternehmensattraktivität wird gesteigert, die Mitarbeiterfindung und - bindung erleichtert, und Kostensenkungen sind möglich.

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Bildtext:
Am Samstag findet auf Osnabrücks beliebtestem Spielplatz ein Familienfest statt.
Foto:
Klaus Lindemann

Familienbündnis

Vor zehn Jahren wurde das Familienbündnis in Osnabrück ins Leben gerufen. Ziel dieses freiwilligen Zusammenschlusses von über 300 Vertretern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien zu verbessern. Heute findet um 11 Uhr im Rathaus ein Festakt statt. Vorsitzende des Familienbündnisses ist Susanne Hamm, Stellvertreter ist Mark Rauschen.
Bildtext:
Mark Rauschen
Foto:
Michael Gründel

Osnabrück. Das Familienbündnis lädt ein zum Familienfest am Samstag, 10. Oktober, auf dem Spielplatz " Koggestrand" (Adolf-Reichwein-Platz). Von 14 bis 16 Uhr wird in Kooperation mit den Betrieben vor Ort und unter Mitwirkung der Kinderbewegungsstadt der Universität und der Väterarbeit der Evangelischen Familienbildungsstätte ein buntes Programm mit Bewegungsspielen, Improvisationstheater, Geschichten zum Vorlesen und einer Tombola angeboten. Bei der Bewegungsrallye spielen Wasser, eine Piratenflagge, ein Jutesack, eine Dosenpyramide und Wäscheklammern eine wichtige Rolle. Jedes teilnehmende Kind erhält eine Urkunde.
Autor:
Wilfried Hinrichs, pm


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