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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Zukunft des Zechenbahnhofs
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum: Dampflokfreunde brauchen Zusagen – Hochzeitssaal mit Hupkonzert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Werden auf dem Zechenbahnhof die historischen Züge mit modernen Güterwaggons harmonieren? Was tun, wenn Hochzeitsfeiern aus dem Ruder laufen? Die Pyer stellten in ihrem Bürgerforum viele Fragen und müssen auf manche Antwort noch warten.
Von den fünf Gleisen des Zechenbahnhofes sollen zwei für die Dampflokfreunde bleiben. Auf den anderen Gleisen sollen künftig Güterzüge fahren. Hintergrund ist das Engagement der Spedition Nosta für einen kombinierten Schiene-Straße-Güterverkehr in der ehemaligen Winkelhausenkaserne. Mit der wiederbelebten Gleisstrecke über Pye sollen die Wachsbleiche und die Römereschstraße entlastet werden. Derzeit planen die Stadtwerke mit Akteuren wie den Dampflokfreunden, dem Museum und dem Gesellschaftshaus, wie es auf dem historischen Gelände in Pye weitergehen soll.
Es geht um ein Planfeststellungsverfahren. Entsteht ein Konflikt zwischen dem Gewerbe und den Pyer Akteuren? Das jedenfalls befürchtet Josef Thöle (CDU). Ihm liegen die Dampflokfreunde am Herzen: " Sie sind wesentlicher Impulsgeber für den Landschafts- und Kulturpark Piesberg", stellte er fest und forderte: " Die Dampflokfreunde müssen Zusagen erhalten." Und es müssten entsprechende Verträge geschlossen werden. Bürgermeister Burkhard Jasper sagte es so: " Die Dampflokfreunde brauchen Planungssicherheit" und an den Vereinsvorsitzenden Albert Merseburger gerichtet: " Sie schenken uns immer schöne Veranstaltungen." Der Angesprochene hatte berichtet, dass im September fast 10 000 Menschen das Dampflokfest besucht hätten.
Die ehemalige Bäckerei Feldkamp am Fürstenauer Weg scheint unter dem Namen " Osnasaal" ebenfalls viele Besucher anzulocken. Die Eigentümer haben das Gebäude offenbar an einen Veranstalter für Hochzeitsfeiern verpachtet. Die Stadt hat Fes te mit bis zu 500 Personen genehmigt. Anwohner klagen über zugeparkte Straßen. Geradezu erbost zeigten sie sich über Lärm, bassreiche Musik und Hupkonzerte bis in die frühen Morgenstunden. Elso Elias vom städtischen Fachbereich Städtebau sagte, die Betriebszeiten reichten bis 1 Uhr nachts und kündigte an: " Das wird von uns kontrolliert." Zufrieden waren die Bürger damit nicht. Burkhard Jasper glättete die Wogen so: " Wenn die Verwaltung sagt, dass sie kontrolliert, dann ist das ja schon ein erster Schritt."
Wie sieht es mit Schadstoffen aus der ehemaligen Deponie aus? " Sie gehen runter", berichtete Detlef Schnier vom Osnabrücker Servicebetrieb. Schadstoffkonzentrationen seien an nur an drei Stellen im Süden festzustellen. Mit der Kunststoff-Abdeckung verringere sich das Sickerwasser, das in einer eigenen Kläranlage aufgefangen werde. Ein Anwohner konnte es kaum glauben: " Das ist für mich unvorstellbar. Was da alles reingefahren worden ist!"
Die Pyer werden voraussichtlich ihren Gartenabfallplatz an der Oberen Waldstraße behalten, kündigte Schnier an. Möglicherweise ändern sich die Öffnungszeiten " so, dass sich benachbarte Plätze ergänzen".
Die Sparkasse schließt ihre Filiale in Pye. Weil es im Stadtteil keinen Supermarkt gibt, fehlt offenbar auch ein Platz für einen Geldautomaten. Noch eine schlechte Nachricht: Der Schwarze Weg bleibt abends dunkel. Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich gegen neue Laternen ausgesprochen. Freuen können sich die Pyer jedoch auf eine Deckensanierung für den Fürstenauer Weg zwischen der ehemaligen Gaststätte Siebenbürgen und der Grundschule im kommenden Jahr.
Eine gute Nachricht für die Freunde des verfallenen Stüveschacht-Gebäudes: Karl-Heinz Uthmann vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz berichtete von einem Plan für eine " begehbare Ruine".

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Bildtext:
Viele Gäste auf dem Fest der Dampflokfreunde vor wenigen Wochen: Die beliebten Akteure vom Piesberg wünschen sich Planungssicherheit für den Zechenbahnhof, über den künftig auch gewerbliche Güterwagen rollen.
Archivfoto:
Hermann Pentermann
Autor:
Jann Weber


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