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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbrief
Zwischenüberschrift:
Alternativen zu RWE suchen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " RWE-Kurssturz setzt Bäumer unter Druck In nur zwei Monaten verliert das Aktienpaket des Landkreises 22 Millionen Euro an Wert" (Ausgabe vom 19. September).

" Es mag ungeschickt sein, eine handfeste politische Aussage ausgerechnet an den derzeit stetig fallenden Aktien-Kurs eines Energiekonzerns zu koppeln. Aber die Kritik daran erinnert auch eher an jammernde Börsenspekulanten, die nur auf den Aktienkurs und nicht auf das Unternehmen selbst schauen, und der alleinige Blick auf den fallenden Kurs der RWE-Aktie lenkt ab von der wichtigen Frage: ' Wer soll die Energienetze im Landkreis Osnabrück unter welchen Rahmenbedingungen betreiben?'

Die Beteiligung des Landkreises an RWE entspringt doch der schlichten Tatsache, dass RWE der Betreiber fast aller Gas- und Stromnetze im Landkreis war und auch noch ist. Da macht es schon Sinn, Einfluss auf diesen Netzbetreiber in Form einer Unternehmensbeteiligung und um mehr handelt sich ja beim Aktienbesitz nicht zu nehmen. Das Problem ist nur, dass die Beteiligung und damit der Einfluss extrem gering ist, weil halt RWE einer der vier großen Energiekonzerne ist und die paar Aktien des Landkreises nicht groß ins Gewicht fallen.

Als ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück AG kenne ich aber sehr wohl Alternativen zum Netzbetreiber RWE auch für die Kommunen im Landkreis Osnabrück. So haben zum Beispiel unsere westlichen Nachbargemeinden und - städte zusammen mit RWE und den Stadtwerken Osnabrück ein eigenes Stadtwerk Tecklenburger Land gegründet, in dem die Kommunen über die Mehrheit der Anteile verfügen. So sichern sie sich einen beherrschenden Einfluss auf das Energieversorgungs-Unternehmen in ihrer Region.

Nichts anderes macht ja auch die Stadt Osnabrück, die 100 Prozent der Stadtwerke-Aktien besitzt. Deren Wert schwankt natürlich auch ständig; aber das wird nicht offensichtlich, da sie nicht an der Börse gehandelt werden. Der Stadt Osnabrück geht es aber auch nicht um Aktienbesitz zu Spekulationszwecken, sondern um Einfluss und Teilhabe am Ertrag.

Wichtig wäre im Kreistag also eher eine Antwort auf die Frage, welche Alternativen es zu RWE für den Landkreis und vor allem für die Kommunen gibt und wie man sich einen Einfluss auf eher regional tätige Energieversorger sichern kann. Nur so würde man sich von den unkalkulierbaren Entwicklungen eines taumelnden Energieriesen abkoppeln."

Clemens Haardiek

Neuenkirchen
Autor:
Clemens Haardiek


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