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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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490 Flüchtlinge bis Januar
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat am Dienstagabend im Osnabrücker Rat angekündigt, dass bis Januar 490 weitere Flüchtlinge in Osnabrück eine neue Heimat finden sollen. Sprecher aller Fraktionen waren zuversichtlich, dass die Integration gelinge.

Osnabrück. Der Osnabrücker Rat hat seine Tradition fortgesetzt, in wichtigen humanitären Fragen an einem Strang zu ziehen. In einer Aktuellen Stunde waren sich Sprecher aller Parteien einig, dass die Integration der vielen Flüchtlinge nicht einfach, aber gemeinsam zu stemmen sei.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der das Thema Flüchtlinge zur Chefsache erklärt hat, kündigte für die kommenden Wochen 490 weitere Flüchtlinge an, die bis Januar in Osnabrück eine neue Heimat finden sollen. Wie alle anderen Redner lobte er den ehrenamtlichen Einsatz im ganzen Land und in der Stadt, gab aber zu bedenken, dass ehrenamtliches Engagement an seine Grenzen stoßen werde: " Daher müssen wir die Strukturen weiter professionalisieren."
Wenn die Menschen untergebracht seien, müssten sie möglichst schnell unsere Sprache lernen, um beschäftigt werden zu können. Bei Besuchen in Flüchtlingsunterkünften sei ihm das noch einmal deutlich geworden, sagte Griesert: " Egal wie der Status ist, ob sie anerkannt oder auch nicht anerkannt werden: Sie müssen unsere Sprache lernen, und wir müssen sie irgendwie beschäftigen."
Sicher sei, so betonte der OB, dass die Integration der Menschen, die voraussichtlich ihre Familien nachkommen lassen werden, Geld kostet: " Auch wir werden unseren Haushalt umschichten müssen, um Fachleute einzustellen, Wohnbauland zu entwickeln, Sozialarbeiter zu beschäftigen und viel, viel mehr." Die Erfahrung aus den 90er-Jahren, als zahlreiche Menschen aus Russland und dem ehemaligen Jugoslawien nach Osnabrück gekommen waren, " sollte und Zutrauen geben und Vertrauen schaffen".
" Wir haben diese Aktuelle Stunde beantragt, um allen Fraktionen die Hand zu reichen und die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen gemeinsam anzugehen", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning. " Wir werden das gemeinsam schultern", unterstrich der CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde. Das Grundgesetz sichere das Asylrecht, aber wer nicht verfolgt werde, müsse zügig wieder zurückgeführt werden.
Der Grünen-Ratsherr und Landtagsabgeordnete Volker Bajus rief dazu auf, die Veränderung als Chance zu begreifen. Ähnlich sieht es der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Thiele: Die Europäer müssten Ängste überwinden. Aber auch der Balkan brauche unsere Hilfe, sagte der Liberale.
Die Mitglieder des Sozialausschusses Anke Jakobsen (Grüne), Christel Wachtel (SPD) und Franz-Josef Schwack (CDU) erinnerten daran, dass erst kurz vor der Sommerpause die Flüchtlingssozialarbeit in Osnabrück um vier Stellen aufgestockt worden sei. Auch dies sei parteienübergreifend beschlossen worden.
Das bundesweit viel beachtete Flüchtlingskonzept der Friedensstadt müsse weiter fortgeschrieben und angeglichen werden. Als große Herausforderungen sehen die Sozialpolitiker die Vermittlung der Neubürger in sozialversicherungspflichtige Arbeit und eine gute Betreuung der wachsenden Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.
Das offene Klima in der Stadt für Flüchtlinge sei nicht vom Himmel gefallen, sondern durch eine gute kulturelle Zusammenarbeit in den Jahren erarbeitet worden, mahnte der Grünen-Fraktionschef Michael Hagedorn. Es brauche Durchhaltekraft, das Klima zu erhalten.
Bildtext:
Flüchtlinge willkommen: Der Osnabrücker Stadtrat ist sich einig. Das Foto entstand bei der Anti-Pegida-Demonstration im Januar.
Archivfoto:
Gert Westdörp
Autor:
S.


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