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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nachtflohmarkt fällt ins Wasser
Zwischenüberschrift:
Sturzbachartige Regenfälle verderben die Geschäfte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein noch schlechteres Wetter ist für eine Freiluftveranstaltung im September kaum denkbar: Stundenlang hat es beim Osnabrücker Nachtflohmarkt am Samstag geschüttet wie aus Eimern. Viele Standbesitzer gaben auf einige aber hielten auch erstaunlich tapfer durch.
Klatschnass waren Stefanie Witte und Jan Woltering, als sie gegen 22 Uhr im Stil eines Fischmarktverkäufers ihre Waren anpriesen. " Winterjacken!", " Schuhputzzeug!", " Zeltheizungen!" Wer an ihrem Stand vorbeilief, konnte sich sicher sein, auch persönlich angesprochen zu werden. " Du brauchst doch bestimmt noch eine Strandmatte!", sagte Woltering zu einem jungen Mann, der ihn verdutzt ansah.
Gerade mal eine Stunde nach dem Verkaufsstart des Osnabrücker Nachtflohmarktes gehörten Stefanie Witte und Jan Woltering zu den wenigen Standbesitzern, die ihren Platz noch nicht geräumt hatten. Kein Wunder: Gegen 21 Uhr hatte Regen eingesetzt, zunächst noch leicht, doch dann schüttete es beinahe pausenlos. " Wir bleiben trotzdem hier, solange es uns Spaß macht", sagte Jan Woltering, der zum ersten Mal als Verkäufer auf dem Osnabrücker Nachtflohmarkt im Einsatz war.
Nicht viele hatten diesen Durchhaltewillen, was auch mehr als verständlich war. Denn vor den Verkäufern hatten sich ebenfalls verständlicherweise viele Käufer auf den Heimweg gemacht. Ein Geschäft kommt da schwer zustande. Die ganz Tapferen unter den Flohmarktbesuchern allerdings wühlten sich unter den Plastikabdeckungen der Stände hindurch und forschten dort nach Schnäppchen.
Für einen heiter-kreativen Umgang mit dem Unwetter hatten sich Leo von Sinzing und sein Freund Bela Bartsch entschieden. Die beiden jungen Männer hatten sich aus Müllsäcken Oberteile geschneidert ärmellos. " Wir haben erst Tüten angeboten bekommen, um sie über unseren Kopf zu halten. Dann hielten wir es für eine bessere Idee, einfach Löcher reinzumachen, um einen neuen Trend zu setten", sagte Leo von Sinzing, der extra für den Nachtflohmarkt aus dem Rheinland angereist war.
Schon vor dem einsetzenden Starkregen war die Osnabrücker Innenstadt deutlich leerer als bei früheren Nachtflohmärkten und auch das galt wiederum für Käufer und Verkäufer. An der Kamp-Promenade etwa waren früher die Plätze rund um " Axxessa" komplett besetzt. Jetzt blieb die Längsseite des Schuhgeschäftes komplett frei von Ständen.
Offiziell ging der Nachtflohmarkt bis am Sonntag um 12 Uhr. Doch schon am frühen Morgen war die Veranstaltung praktisch vorüber. " Nur vier Stände haben durchgehalten", sagte Heiko Siemering, der zu den letzten Tapferen gehörte. " Das war gestern eine Katastrophe. Wäre das Wetter mal so gewesen wie jetzt."

Den Liveticker zum Nachle finden Sie im Internet auf noz.de
Bildtext:
Bevor der große Regen kam, herrschte noch reges Kaufinteresse.
Foto:
Egmont Seiler
Autor:
stk


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