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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Keller an der Sutthauser Straße unter Wasser
Zwischenüberschrift:
Gewässerverunreinigung: Stadtwerke müssen Rückhaltebecken überstürzt entleeren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Freitagvormittag stellten Anwohner der Sutthauser Straße in Osnabrück fest, dass ihre Keller voll Wasser standen. Die Quelle des Problems war schnell gefunden: Die Stadtwerke Osnabrück mussten das Regenrückhaltebecken an der Sutthauser Straße aufgrund einer Verunreinigung schnellstmöglich entleeren. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Gewässerverunreinigung.

Wie die Polizei mitteilte und die Stadtwerke Osnabrück bestätigten, bemerkte ein Mitarbeiter der Stadtwerke am Freitagmorgen gegen 8 Uhr Verunreinigungen im kleineren der beiden Regenrückhaltebecken an der Sutthauser Straße. " Anscheinend kam es zu einer Fehleinleitung bei einem angrenzenden Lebensmittelbetrieb", sagte Marco Hörmeyer von den Stadtwerken auf Nachfrage.

Das Becken musste umgehend leer gepumpt und entschlammt werden: " Das verunreinigte Wasser mussten wir dann in den Schmutzkanal leiten."

Die Kanalisation schien die hineingepumpten Wassermassen nicht halten zu können. Ein Hausbesitzer berichtete gegenüber unserer Redaktion, dass er gegen 10 Uhr von seinen Mieterinnen in der Sutthauser Straße angerufen worden sei: Der Waschmaschinenkeller stehe unter Wasser. " Sie sagten, dass das Wasser bereits etwa 20 Zentimeter hoch stehe." Er habe einen Klempner informiert und sich auf den Weg gemacht.

Vor Ort sah er nach eigenen Angaben, wie Dreckwasser aus dem Ablaufgully und auch aus dem Kontrollschacht sprudelte. " Das war bei Hausnummer 218 so, bei 220 und auch bei 222. Bei den gegenüberliegenden Häusern arbeitete bereits eine Pumpe."

Am nahe gelegenen Regenrückhaltebecken habe er dann die Arbeiten der Stadtwerke gesehen und dass das Wasser nicht in den Regenwasserkanal, sondern den Schmutzwasserkanal geleitet worden sei. " Ich habe bei den Stadtwerken Osnabrück angerufen und gebeten, das zu unterlassen." Die Antwort der Stadtwerke sei eindeutig gewesen: Das Wasser müsse in den Schmutzwasserkanal geleitet werden, da im Rückhaltebecken eine Umweltverschmutzung vorliege. " Als die Stadtwerke den Druck verringerten, sank auch der Pegel im Keller", sagte der Hausbesitzer. Die Stadtwerke halten dagegen: In welchem Umfang die Stadtwerke Wasser in die Kanalisation pumpen könnten und dürften, sprich wie belastbar der Kanal sei, dafür gebe es genaue Berechnungen, sagte Hörmeyer. Und an die habe man sich gehalten.

" Dass dann trotzdem Wasser durch die Gullys in Häuser drückt, kann natürlich passieren, besonders wenn bei den Häusern Rückstaumöglichkeiten fehlen." Laut Marco Hörmeyer hat es einige Anrufe von Anwohnern gegeben.

Die Reinigungsarbeiten werden noch andauern. " Wir haben unter anderem auch eine Sperre eingerichtet, sodass das Wasser nicht über den Regenwasserkanal weiterfließen kann", sagte Hörmeyer.

Die Polizei Osnabrück ermittelt jetzt wegen Gewässerverunreinigung gegen einen " lebensmittelverarbeitenden Betrieb". Die Polizei schätzt, dass die Schadensumme im fünfstelligen Bereich liegt.

Die Schwere der Verschmutzung lasse vermuten, dass die Verunreinigungen über einen längeren Zeitraum in das Wasser gelangt seien, so die Polizei.
Bildtext:
Eine schmutzige Brühe hat Freitagvormittag einige Keller an der Sutthauser Straße unter Wasser gesetzt.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Annalena Klein


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