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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neue Mitte durch Wasserspiel
Zwischenüberschrift:
Voxtruper Kirchengemeinde feiert Brunnenfest
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. So langsam wird eine Tradition da raus: Mit einer Feier hat die katholische St.-Antonius-Gemeinde den ersten Jahrestag der Brunneneinweihung gefeiert. Zwischen Gottesdienst, einem geistlichen Impuls zum sogenannten Voxtruper Adventskalender sowie Glühwein und Bratwurst, Blasmusik und Weihnachtsgebäck fand Pastor Antonius Sinnigen Zeit, Johann Janikowski, dem Schöpfer des Antoniusbrunnens, zu danken. Gottfried Heßling, der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende, betonte, dass der Brunnen im Sommer ständig von den Kindern in Beschlag genommen werde.
Da vor zwei Jahren noch Geld aus dem Kindergartenbau übrig gewesen sei, habe man Janikowski beauftragt, ein Ensemble zum Namenspatron der Kirche zu schaffen. " Die Gemeinde stand mit Spenden vom ersten Tag an hinter dem Projekt", sagte Heßling.
Und das durchaus auch im nicht finanziellen Wortsinn. Während der Arbeiten schauten immer wieder Gemeindemitglieder in Janikowskis Atelier vorbei, um den Fortschritt des Kunstwerkes mitverfolgen zu können. Zu sehen war dabei, wie der diplomierte Bildhauer zunächst ein Modell aus Ton schuf. Davon fertigte Janikowski einen Gipsabguss, der dann in einer Münsteraner Gießerei in Bronze gegossen wurde. " Bronze erlaubt, alle Feinheiten einzuarbeiten", beschrieb Janikowski, wa rum er gerne die kupferbasierten Legierungen verwendet.
Entstanden ist ein Brunnen mit verschiedenen Figuren. Sie zeigen den heiligen Antonius und drei Fische. Der Legende nach hoben sie während seiner Predigten den Kopf aus dem Wasser. Neben dem Heiligen steht ein Kind, das Antonius mit einer Fürsorglichkeit ausstrahlenden Handbewegung schützt. Ihnen gegenüber gießt eine Figur Wasser aus einem Gefäß in den Brunnen. Die Interpretation der Gemeinde: Durch das für alle Menschen wichtige " Wasser des Lebens" werden die Figuren zu einer Einheit, die den Brunnen zu einem harmonischen Ganzen werden lässt.
Janikowski will zu seinem Kunstwerk selbst nicht Stellung nehmen. " Meine Skulpturen sprechen für sich. Und das ist das Beste", so der mit Bescheidenheit auftretende Bildhauer. Bei der Umsetzung suchte er nach eigenen Worten keinen Kompromiss mit dem Auftraggeber, sondern den Einklang. " Der Stil und die Form entwickeln sich dann nach dem Bedarf und meinen Vorstellungen", schilderte der aus Krakau stammende Künstler.
Das 60 000 Euro kostende Wasserspiel hat dem Platz zwischen Kirche und Kindergarten auf der einen und Pfarr- sowie Gemeindehaus auf der anderen Seite eine Mitte verschafft. Sitzgelegenheiten sollen dabei den Ruhe ausstrahlenden Ort betonen.
Bildtext:
" Meine Skulpturen sind auch meine Kinder": Künstler Johann Janikowski und der von ihm geschaffene Antoniusbrunnen in Voxtrup.
Foto:
Stefan Buchholz
Autor:
steb


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