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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
13 200 weitere Flüchtlinge für den Raum Weser-Ems
Zwischenüberschrift:
Überblick: So viele Asylsuchende werden bis Ende Januar auf die Landkreise verteilt – Anrechnungspraxis soll überarbeitet werden
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Weitere 45 000 Flüchtlinge sollen bis zum 31. Januar 2016 auf die Kommunen des Landes Niedersachsen verteilt werden 13 200 davon entfallen auf den Raum Weser-Ems. Das Niedersächsische Innenministerium hat den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten mitgeteilt, wie viele Flüchtlinge sie wahrscheinlich unterbringen müssen. Die Zahl richtet sich vor allem nach der jeweiligen Einwohnerzahl, es gibt aber auch Sonderregelungen.
Die derzeitigen Zahlen sind noch vorläufig, da das Land die Anrechnungspraxis für bestehende Erstaufnahmeeinrichtungen derzeit überarbeitet. Bisher werden bei Standort-Kommunen von Aufnahmelagern die bestehenden Plätze bei kreisfreien Städten zu 100 Prozent und bei Landkreisen zu 80 Prozent berücksichtigt. Dies reduziert die Quote für die Stadt Osnabrück durch das Aufnahmelager im Heger Holz sowie für den Landkreis durch die Einrichtung in Bramsche-Hesepe.
2020 Personen muss das Emsland wahrscheinlich zusätzlich unterbringen. Damit wird sich die Zahl der Flüchtlinge im Emsland fast verdoppeln. Bis zum 31. Juli wurden 2001 Flüchtlinge registriert. Keine Gemeinde oder Landkreis im Weser-Ems-Raum muss in diesem Zeitraum mehr Flüchtlinge aufnehmen. Dieser Anstieg relativiert sich ein wenig, wenn man bedenkt, dass das Emsland nach dem Landkreis Osnabrück den Kreis mit den meisten Einwohnern im Weser-Ems-Raum bildet.
Die Stadt Delmenhorst hat bis zum 31. Juli insgesamt 527 Flüchtlinge untergebracht, nach Schätzung des Innenministeriums werden in den nächsten Monaten 477 Personen dazukommen.
Der Landkreis Osnabrück muss mit 450 weiteren Flüchtlingen rechnen. Dies ist eine Konsequenz daraus, dass der Kreis bereits mit der Erstaufnahmeeinrichtung Bramsche-Hesepe mehr als 3000 Personen aufnimmt. Bis zum 31. Juli hat der Landkreis ansonsten 625 Flüchtlinge gezählt. Ähnlich ist der Fall in der Stadt Osnabrück gelagert. Obwohl die Stadt mit rund 156 000 Einwohnern knapp zwei Prozent der niedersächsischen Bevölkerung stellt, nimmt sie in den kommenden Monaten wahrscheinlich nur 1, 1 Prozent der zu erwartenden Flüchtlinge auf: nämlich 500. Bis Ende Juli wurden 805 Flüchtlinge registriert. Davon ausgenommen sind die Asylsuchenden, die im Aufnahmelager am Natruper Holz aufgenommen wurden.
" Herausforderung"
Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bezeichnet die wachsende Zahl von Flüchtlingen als " große Herausforderung. [. . .] Viele der Menschen werden lange bei uns bleiben, deshalb dürfen wir neben der Unterkunft den Integrationsaufwand nicht aus dem Auge verlieren", sagt er auf Anfrage unserer Redaktion.
Der Landkreis Aurich ist mit 188 000 Einwohnern nur unwesentlich größer als die Stadt Osnabrück. Dennoch wird der Kreis bis zum 31. Januar 2016 wohl sogar 1207 Flüchtlinge aufnehmen. Ende August hat der Landkreis 1240 Flüchtlinge gezählt.
In der Grafschaft Bentheim hat es bis zum 31. Juli 2015 insgesamt 977 Flüchtlinge gegeben. Bis Ende Januar wird sich diese Zahl voraussichtlich fast verdoppeln: Mit 861 weiteren Flüchtlingen rechnet das niedersächsische Innenministerium. Stimmt diese Prognose, würde die Grafschaft 1838 Flüchtlinge unterbringen.
Im Landkreis Oldenburg wird ein ähnlich hohes Kontingent an Flüchtlingen erwartet die Schätzungen belaufen sich auf 814 Personen bis Ende Januar. Damit hätte sich die Zahl innerhalb weniger Monate sogar mehr als verdoppelt. Ende Juli seien 656 Flüchtlinge dort untergebracht gewesen, teilt der Landkreis auf Anfrage mit.
Der Landkreis Wittmund wird voraussichtlich 363 Flüchtlinge in den kommenden Monaten aufnehmen. Bis zum 30. Juni waren es 482. Auch in diesem Fall verdoppelt sich die Anzahl der Flüchtlinge annähernd. Der Landkreis Leer in Ostfriesland verzeichnet mit 165 586 Menschen fast dreimal so viel Einwohner wie Wittmund. Dies ist auch ein Grund, warum der Kreis deutlich mehr Flüchtlinge unterbringt. Derzeit sind 939 Personen, die in Deutschland Schutz suchen, dort gemeldet. Bis Ende Januar sollen noch 1062 Menschen dazukommen.
Autor:
Christian Lang


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