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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbrief
Zwischenüberschrift:
Ernsthafte Zweifel angebracht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Breites Bündnis gegen Stromtrassen" (Ausgabe vom 28. November).

"' Keine-380kV-Freileitung-am-Teuto'. Der Protestruf der gleichnamigen Bürgerinitiative als Schulterschluss zwischen Hilter, Melle und Osnabrück ist nicht überhörbar. Mit Unterstützung wissenschaftlicher und politischer Prominenz kämpft der Interessensverband im Zuge des geplanten Höchstspannungsausbaus zwischen Gütersloh und Osnabrück für eine weitläufige Erdverkabelung. Erste Erfolge sind sichtbar: Die Ortsräte einzelner Kommunen haben das Thema für sich aufgegriffen und kürzlich eine Resolution auf den Weg gebracht, in der sie bereits von einer deutlich höheren Akzeptanz der Bevölkerung im Falle der Erdkabeloption sprechen.

Die Schutzgüter Mensch, Tier, Pflanze, Landschaft und Kultur stehen hierbei Pate. So viel ist sicher. An Anhängern dürfte es der Initiative nicht mangeln, denn die geplanten bis zu 70 Meter hohen Stahlmasten verzerren das Landschaftsbild und schüren bei den Betroffenen Ängste vor gesundheitlichen Risiken. Doch stellt die Erdverkabelung wirklich eine realistische Alternative zur Freileitung dar? Abgesehen von den ungeklärten planungsrechtlichen Voraussetzungen dürften ernsthafte Zweifel angebracht sein, sobald das Schutzgut Boden in den Fokus rückt. Erste Erfahrungen einer Teststrecke bei Raesfeld im Münsterland zeigen, dass gigantische Bodenbewegungen notwendig sind […].

Aber auch aus technischer Sicht dürfen im Falle einer Erdverkabelung Bedenken angemeldet werden. Experten gehen davon aus, dass die Lebensdauer der Erdleitungen nur etwa halb so hoch ist wie die von Freileitungen […]. Bei der Trassenaufrüstung handelt es sich somit um einen hochkomplexen Sachverhalt. Bürgerinitiativen und Ortsräte sind daher gut beraten, sich und die Bevölkerung zunächst umfassend zu informieren, bevor sie an einem Kartenhaus bauen, das hinterher in sich zusammenbricht."

Uwe Bullerdiek

Bissendorf
Autor:
Uwe Bullerdiek


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