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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lebten Ur-Osnabrücker am Schölerberg?
Zwischenüberschrift:
Silberne Fibel liefert Hinweise auf Christen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt- und Kreisarchäologie besteht seit 40 Jahren. Zum Jubiläum entstand die dezentrale Sonderausstellung " Magische Orte entdecken". Dazu gehören auch ein sächsisches Gräberfeld und ein Großsteingrab auf dem Schölerberg. Sie verweisen auf Besiedlungen von Menschen in der Steinzeit und im frühen Mittelalter, die noch vor der Gründung Osnabrücks die Christianisierung eingeläutet haben.
Allgemein wird angenommen, dass mit dem Bau des Doms durch Karl den Großen um 780 auch die Christianisierung des Osnabrücker Raumes begann. Es gab aber schon vor etwa 1300 Jahren Christen in Osnabrück auch wenn die Siedlung nicht diesen Namen trug. Sie lebten in der Nähe des Schölerbergs.
Da, wo heute das Bärengehege im Zoo zu finden ist, wurden 1975 mehrere Skelette entdeckt. Sie stammten aus Gräbern, die den Übergang von der heidnischen zur christlichen Bestattungskultur markieren, sagt die Archäologin Judith Franzen. Während in den einen Gräbern Beigaben gefunden wurden, wie es bei heidnischen Stämmen üblich war, waren die anderen leer.
Besonders bemerkenswert ist eine silberne Fibel mit eingeritztem Kreuzmotiv, die bei den Ausgrabungen gefunden wurde. Sie weist auf eine christliche Bestattung hin. Die Fibel wird in die Zeit um 700 datiert und ist damit das älteste bekannte christlich geprägte Objekt im Osnabrücker Land.
Die Gräber auf dem Zoo-Parkplatz waren der Beweis, dass schon 100 Jahre vor dem Bau des Doms christliche Rituale in Osnabrück stattgefunden haben. " Es gibt auch eine Theorie, dass am Schölerberg die Ur-Osnabrücker gelebt haben. Aber das ist nicht belegbar", so Franzen. Die Funde aus den Gräbern sind im Forum am Dom zu besichtigen.
In der Nähe des Kreishauses steht ein Überbleibsel eines Grabs, das wesentlich älter ist als die Christenheit. Allerdings sind nur zweckentfremdete Fragmente von zwei Großsteingräbern erhalten, die vor 3500 bis 3000 Jahren entstanden sind. Die Steine wurden im 19. Jahrhundert und später als Baumaterial verwendet, ein großer Fels von der Gemeinde Nahne als Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ursprünglich sollen die Großsteingräber etwa 26 Meter lang gewesen sein, so Judith Franzen.
Bildtext:
3000 Jahre waren die Steine Bestandteil eines Großsteingrabs am Schölerberg. Dann machte die Gemeinde Nahne eine Gedenktafel daraus.
Foto:
Thomas Wübker
Autor:
tw


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