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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aspekte der Geschichte
Zwischenüberschrift:
Neuauflage der Veranstaltungsreihe "Stadtgespräche"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Kulturgeschichtliche Museum bietet in Zusammenarbeit mit dem Museums- und Kunstverein eine Neuauflage der Veranstaltungsserie " Stadtgespräche" an. Da die Osnabrücker Museumslandschaft im kommenden Jahr 135 Jahre alt wird, beschäftigen sich die neuen " Stadtgespräche" im Schwerpunkt mit Fragen des Museums als Bildungsort, mit der Bedeutung bestimmter Sammlungen und Museumsgebäude für diesen Bildungsauftrag sowie mit Perspektiven künftiger Kulturarbeit im und um das Museum.
" Adel in Form": Am Sonntag, 15. Dezember, 11 Uhr, ist das Thema des " Stadtgesprächs" mit Saskia Johann im Kulturgeschichtlichen Museum die Statue Justus Mösers von Elisabet Ney. Die Bildhauerin (1833–1907) schuf 1862 für den Ständesaal im Ständehaus Münster eine von der Forschung nur wenig beachtete Möser-Statue. Wie Friedrich Drake (1805–1882), der das Möser-Denkmal in Osnabrück gestaltet hat, hatte Ney, die 1871 in die Vereinigten Staaten auswanderte, bei dem Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777–1857) gelernt. Bemerkenswert sind unter anderem ihre Büsten von so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Arthur Schopenhauer, Giuseppe Garibaldi oder Otto von Bismarck. Das Andenken an ihr Leben und Werk wird heute im Elisabet-Ney-Museum in Austin, Texas/ USA gepflegt.
Am Mittwoch, 22. Januar, 16.30 Uhr, heißt es beim " Stadtgespräch" mit Björn Bojara in der Villa Schlikker " Feldpostkarten Kriegspropaganda jenseits von Rundfunk und Internet". Während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) wurden über 29 Milliarden Feldpostbriefe ausgestellt das sind über 2000 Briefe pro deutschen Soldaten. In einer Zeit vor Radio, Fernsehen und Internet, in der teilweise mehrmals pro Tag die Post zugestellt wurde, war die Postkarte ein effektives Mittel, um Kriegspropaganda flächendeckend zu verbreiten, wie Beispiele aus der Sammlung des Museums zeigen.
"' Wat is′n Museum?' – Von der ' Volksbildungsstätte' zur ' Social inclusion'" ist das Thema des " Stadtgesprächs" mit Thorsten Heese am Mittwoch, 12. Februar, 16.30 Uhr, im Kulturgeschichtlichen Museum. Am 12. Februar 1879 legte die Gründung des " Museumsvereins für den Landdrosteibezirk Osnabrück" die Basis für die heutige Osnabrücker Museumslandschaft. In den seither vergangenen 135 Jahren hat sich das " System Museum" zu einem äußerst komplexen Kulturbetrieb entwickelt. Frei nach der " Dampfmaschin-Stunde" aus der Feuerzangenbowle heißt es im Stadtgespräch: " Da stelle mer uns mal janz dumm." Ausgehend von einem einführenden Impulsvortrag, wird darüber diskutiert, was heute ein Museum eigentlich ausmacht, auf welchem Fundament es ruht und welche Aufgaben sich ihm künftig stellen.
Georg Erb spricht am Mittwoch, 12. März, 16.30 Uhr, in der Villa Schlikker über " Aufgeklärte Pädagogik im Bild Daniel Chodowiecki und die Philanthropen". Das Graphische Kabinett des Kulturgeschichtlichen Museums besitzt einen umfangreichen Bestand an Radierungen von Daniel Nikolaus Chodowie cki (1726–1801), einem der wichtigsten Buchillustratoren des 18. Jahrhunderts. In der Zeit der Aufklärung hat Chodowiecki eng mit Verfassern pädagogischer Schriften zusammengearbeitet und verschiedene Lehrwerke illustriert. Anhand einer Auswahl der dafür entstandenen Blätter werden pädagogische Konzepte dieser Epoche vorgestellt.
Am Mittwoch, 23. April, 19.30 Uhr, geht es bei Thorsten Heese in der Villa Schlikker um " 1904/ 1944 Felix-Nussbaum-Haus und Villa Schlikker". Vor 110 Jahren wurde der Osnabrücker Maler Felix Nussbaum geboren, vor 70 Jahren wurde er in Auschwitz ermordet. Der Architekt Daniel Libeskind hat sofort begriffen, dass ihm die Osnabrücker Topografie am Kulturgeschichtlichen Museum für die Errichtung seines Felix-Nussbaum-Hauses eine außergewöhnliche Chance bot. Sein aus Beton geformter " Gang" weist auf Osnabrücks ehemalige NSDAP-Zentrale: die Villa Schlikker. Dieser architektonische Zusammenhang wird in der aktiven Museumsarbeit zur NS-Geschichte vor Ort inhaltlich fortgeführt.
" Osnabrück im Übergang Osnabrück 1918/ 19 und 1932/ 33" stellt Christoph Rass am Mittwoch, 21. Mai, 16.30 Uhr, in der Villa Schlikker vor. In der Zwischenkriegszeit erlebte Deutschland dramatische politische und gesellschaftliche Transformationen: das Ende des Kaiserreichs und den kurzen demokratischen Aufbruch in die Weimarer Republik, gefolgt vom Absturz in das " Dritte Reich" und den Zweiten Weltkrieg. Der Vortrag beleuchtet die lokale Dimension dieser Umbrüche in zwei Schlüsselsituationen durch eine komparative Annäherung an die " Novemberrevolution" 1918/ 19 und die " Machtergreifung" 1932/ 33 in Osnabrück.
Der Eintritt kostet jeweils 2 Euro, wer alle Termine besuchen möchte, bezahlt 10 Euro. Mitglieder des Museums- und Kunstvereins Osnabrück können kostenfrei teilnehmen.
Bildtext:
Um Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg wie diese geht es im " Stadtgespräch" am Mittwoch, 22. Januar, mit Björn Bojara.
Foto:
Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück
Autor:
pm


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