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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gerechtigkeit ist unteilbar
Zwischenüberschrift:
Vorstand der Heger Laischaft appelliert: Nachlass der Anteile regeln
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Heger Laischaft ist in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gewachsen. Durch Grundstückszukäufe hat sich das Areal der Osna brücker Körperschaft um rund fünf Prozent auf gut 91 Hektar vergrößert. Das teilte Wort- und Buchhalter Frank Henrichvark am Donnertagabend den Laischaftsmitgliedern auf der Jahreshauptversammlung im Osnabrücker Rathaus mit.

Jüngste Neuerwerbung ist ein Grundstück an der Sedanstraße von etwa 3000 Quadratmetern Größe. Die Fläche rundet das Naherholungsgebiet Heger Holz im Westen der Stadt ab. Trotz der Investitionen steht die Laischaft finanziell gut da. Das bescheinigte Kassenprüferin Christiane Eichholz-Mohme der Versammlung. 2012/ 2013 hat die Laischaft ihr Kapital um 18 000 Euro aufgebaut.

Dies war unter anderem möglich durch den Verkauf von insgesamt rund 220 Festmeter Holz, wie Forst-Vorstand Ulrich Läer berichtete. Darunter 39 Festmeter Eiche und zwölf Festmeter sogenanntes Submissionsholz. Dieses Holz wird wegen seiner Qualität zum Beispiel von Furnier-Herstellern sehr geschätzt. 17 Festmeter Kiefer stiftete die Laischaft der Initiative Friedensgarten, die aus dem Holz einen Geräteschuppen gebaut hat.

Investiert hat die Laischaft auch in ihr Wegenetz. In der Mitte des Hauptweges zwischen Parkhotel und Baren teich, am sogenannten Halbmond, wurden drei Bänke installiert, neue Pflanzen gesetzt und der halbkreisförmige Wall erhöht, der diesem Platz seinen Namen gibt. Der Platz ist dem Gedenken an den langjährigen engagierten Laischafter und Altstadt-Schumacher Leo Lammers gewidmet, wie Vorstandsmitglied Ingo Klute sagte. Außerdem investierte die Laischaft an der Lodtmannsquelle 5000 Euro in die Sanierung der Umfassungsmauer. Eine Prüfung hatte ergeben, dass die Mauer teilweise einsturzgefährdet war. Rund um das Umfassungsmauerwerk musste ein neues Betonfundament ins Erdreich eingelassen werden. Jetzt, so Ingo Klute, sei der Brunnen wieder in einen " Top-Zustand".

Wort- und Buchhalter Henrichvark appellierte an die Mitglieder, die Übertragung ihrer Anteile, die so genannten Gerechtigkeiten und Triften, rechtzeitig testamentarisch zu regeln. Er berichtete von einem Fall, bei dem weitläufige Verwandte geglaubt hatten, sie wären mit der Erbschaft eines Trift-Drittels aller finanziellen Sorgen ledig. Henrichvark konnte sie mühsam davon überzeugen, dass der theoretische Wert ihres Anteils den eines gefüllten Bierkastens kaum übersteigt. Abgesehen davon seien Gerechtigkeiten der Heger Laischaft weder handelbar noch teilbar und können nur als Ganzes einem Erben übertragen werden.
Bildtext:
Reparaturarbeiten an der Umrandung der Lodtmannsquelle. Dieser Brunnen, der der Heger Laischaft gehört, ist jetzt wieder in einem Top-Zustand.
Foto:
Heger Laischaft
Autor:
Michael Schwager


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