User Online: 1 | Timeout: 07:11Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Enteignung für größere Bushaltestelle?
Zwischenüberschrift:
An der Sutthauser Straße wenden sich Anwohner gegen Pläne der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Ausbau der Bushaltestelle " Kesselschmiede" bietet weiter Konfliktstoff zwischen den Anwohnern und der Stadt. Wie beim jüngsten Bürgerforum Innenstadt bekannt wurde, soll die Verwaltung einem Anwohner sogar die Enteignung angekündigt haben.

Hintergrund: Die Stadtwerke wollen die Bushaltestelle aus drei Gründen erweitern. Zum einen gebe es Probleme in der Verkehrsabwicklung. Die Haltebucht sei sehr schmal und belaste die Sutthauser Straße, die in diesem Abschnitt jeden Tag von 18 000 Autos frequentiert werde. Bei einem Busstopp führt das, laut Verwaltung, zu einem " nicht mehr verträglichen Rückstau" nebst den damit verbundenen Umfeldbelastungen durch Lärm und Abgase. Zweitens soll die Haltestelle einen barrierefreien Aus- und Zustieg ermöglichen. Und: Die Haltestelle müsse verlängert werden, damit auch Anhängerbusse hineinpassen.

Im Bürgerforum brachten Betroffene nun erneut vor, ob die Haltestelle nicht 50 bis 100 Meter stadtauswärts verlegt werden könnte. Ihrer Ansicht nach ist zwischen dem Brinkhofweg und Bergerskamp ausreichend Platz für die Erweiterung. Das lehnt die Stadt ab. Im stark besiedelten Stadtgebiet versuche man, einen Haltestellensabstand von rund 300 Metern anzubieten, damit die Entfernungen zwischen Stopps nicht allzu lang würden, antwortete man. Verschiebe man nun den Haltestellenabstand, erreiche man den " kritischen Wert" von über 500 Metern. Das ist an " dieser Stelle nicht akzeptabel", so Verwaltung und Stadtwerke.

Die für den Ausbau der Haltestellenbucht benötigten Grundstücksstreifen wollen die betroffenen Eigentümer aber nicht hergeben. In einem Telefongespräch mit einer Verwaltungsmitarbeiterin der Stadt soll sie einem Eigentümer daraufhin die Enteignung angekündigt haben. Darüber berichtete sein Sohn im Bürgerforum.

" Damit hat sich die Mitarbeiterin unangemessen geäußert", lautete die Antwort von Thomas Fillep im Bürgerforum. Der Osnabrücker Finanzvorstand machte gleichwohl deutlich, dass die Stadt die sogenannte Dienstbarkeit eintragen lassen kann. Das heißt: Der Eigentümer behielte zwar sein Grundstück, die Stadt baue aber dennoch darauf wie in diesem Fall die Haltestellenerweiterung. Und richtig ärgerlich: Sollte es zu irgendwelchen Schäden im Bereich kommen, müsste der Eigentümer die Instandsetzung aus dem eigenen Portemonnaie zahlen.

Vom Recht der Dienstbarkeit habe man aber bislang in Osnabrück keinen Gebrauch gemacht, teilte Finanzvorstand Fillep auf Nachfrage mit. " Man hat immer die Eigentums-Lösung bevorzugt." Dabei bekommt der Eigentümer den finanziellen Verkehrswert des Grundstücks ausgezahlt, womit es dann künftig der Stadt gehört.

Der Sohn des Eigentümers berichtete ferner, dass mittlerweile auch Briefe an den Oberbürgermeister und an den Eigenbetrieb Immobilien geschickt worden seien. " Wir warten jetzt ab." Finanzvorstand Fillep kündigte an, eine Lösung zu suchen, die die Interessen der Eigentümer als auch der Allgemeinheit wahren könnte.
Bildtext:
Brinkhofweg, bitte aussteigen: Diese Bushaltestelle an der Sutthauser Straße soll nach dem Willen der Stadtplaner ausgebaut werden. Anwohner sind dagegen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Stefan Buchholz


Anfang der Liste Ende der Liste