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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Überlegungen gegen Parkchaos
 
30 Minuten Nulltarif im Parkhaus?
Zwischenüberschrift:
Schritt gegen das Parkchaos am Hauptbahnhof
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Bislang können Autofahrer in der Bahnhofsgarage eine Viertelstunde lang kostenlos parken. Das Angebot wird jedoch kaum genutzt, vor dem Bahnhof herrscht aufgrund im Weg stehender Fahrzeuge deshalb beinahe täglich Chaos. Jetzt wird überlegt, Autofahrer 30 Minuten umsonst in der Bahnhofsgarage parken zu lassen.

Osnabrück. Fast jeden Tag verstopfen parkende Autos die Durchfahrt vor dem Hauptbahnhof und das, obwohl in der Bahnhofsgarage noch jede Menge freie Plätze zur Verfügung stehen. Dabei ist die erste Viertelstunde sogar kostenlos. Jetzt gibt es Überlegungen, diesen Nulltarif auf die ersten 30 Minuten auszudehnen.

Den meisten Autofahrern, die einen Reisenden zum Bahnhof bringen, kommt es gar nicht in den Sinn, das Parkhaus zu benutzen. Ob das an der Macht der Gewohnheit liegt, an den etwas längeren Wegen oder an der Angst, dafür bezahlen zu müssen? Ingo Hoppe, der Geschäftsführer der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft OPG, weiß es auch nicht. " Das Verhalten der Autofahrer ist oft nicht nachvollziehbar", sagt er. Viele nähmen zum Beispiel lange Wartezeiten vor der Tiefgarage unter der Kamp-Promenade in Kauf, statt ganz problemlos den Ledenhof zu benutzen.

So wird auch das Chaos vor dem Hauptbahnhof zum täglichen Ritual, während die OPG ihren Parkraum in der vierstöckigen Bahnhofsgarage wie sauer Bier anbietet. Ähnlich ratlos wie OPG-Geschäftsführer Hoppe nahmen sich die Politiker aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der Problematik an. Mit einiger Skepsis begegneten sie dem Vorschlag der Verwaltung, in dem eine alte Idee zu neuen Ehren kommt: kostenloses Parken für die ersten 30 Minuten. Um den Autofahrern für das neue Angebot die Augen zu öffnen, soll ein Banner über der Fahrgasse für die Bahnhofsgarage werben.

Um den Druck noch etwas zu erhöhen, wollen die Planer außerdem eine Halteverbotszone für die mittlere Fahrgasse einrichten, die von manchen Autofahrern auch gerne mal für ein halbes Stündchen oder länger in Anspruch genommen wird. Vor allem, wenn der Zug Verspätung hat. Um das zu vermeiden, so empfahl SPD-Ratsherr Horst Simon, biete sich vor der Fahrt zum Bahnhof ein Blick auf die Internetseite der Bahn an, auf der Verspätungen angezeigt werden.

Ob sich mit den angepeilten Veränderungen die Bereitschaft der Autofahrer erhöht, zielstrebig in die Bahnhofsgarage zu fahren, ist umstritten. OPG-Geschäftsführer Hoppe kann sich gut erinnern, dass schon einmal eine kostenlose halbe Stunde angeboten wurde ohne durchschlagenden Erfolg. Er sieht das Problem in der " Kiss & ride"- Zone vor dem Hauptbahnhof. Solange es ebenerdige Stellplätze gebe, werde es die meisten Autofahrer automatisch dorthin ziehen.
Bilstext:
Frei parken in der Bahnhofsgarage, demnächst sogar eine halbe Stunde. Ob das neue Angebot bei den Autofahrern ankommt?
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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