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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt winkt mit Geld für Haussanierung
Zwischenüberschrift:
Eigentümern im Musterquartier Gartlage winken Zuschüsse bis zu 3000 Euro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Hausbesitzer im Stadtteil Gartlage können darauf hoffen, dass die Stadt in den kommenden drei Jahren eine energetische Sanierung ihres Hauses mit mehreren Tausend Euro bezuschusst. Ein Klima-Programm des Bundes macht es möglich.
Osnabrück ist Teil des Bundesprogramms Energetische Stadtsanierung″, das zum Ziel hat, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 80 Prozent zu reduzieren. Eigentümer sollen animiert werden, ihre Häuser zu dämmen, die Heizungen zu modernisieren oder erneuerbare Energien einzusetzen. Ins Auge gefasst werden dabei nicht einzelne Gebäude, sondern ganze Stadtviertel.
In den vergangenen Monaten haben zwei von der Stadt beauftragte Büros die Stadt nach geeigneten Muster-Quartieren abgesucht. Näher geprüft wurden das Viertel am Dodeshausweg in der Dodesheide und Teile der Gartlage. Die Dodesheide fällt heraus, weil die meisten Wohnungen dort in Besitz einer Gesellschaft sind, die in Kürze moderne Heizungen einbauen und damit den CO 2 - Ausstoß um 35 Prozent reduzieren will. Deshalb hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entschlossen, die Förderung auf die Gartlage zu konzentrieren.
Wenn der Stadtrat am kommenden Dienstag zustimmt, werden 300 000 Euro für die Umsetzung der Quartierssanierung in der Gartlage zur Verfügung stehen. 150 000 Euro steuert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei, 150 000 Euro übernimmt die Stadt. Das Geld dient zur Finanzierung eines Sanierungsmanagers und zur direkten Bezuschussung privater Investitionen.
Die Verwaltung zieht in Betracht, dass Hauseigentümer mit einem städtischen Zuschuss von 1000 bis 3000 Euro (maximal 10 Prozent der Gesamtsumme) rechnen können, wenn sie sich zur energetischen Sanierung ihres Gebäudes entschließen. Damit könnten Investitionen in 20 Prozent der sanierungsbedürftigen Häuser im Quartier Gartlage angestoßen werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Darüber hinaus hätten Eigentümer die Möglichkeit, KfW-Fördermittel zu beantragen. Das Zuschussprogramm böte den Vorteil, dass der künftige Sanierungsmanager nicht mit leeren Händen auf die Hauseigentümer zuginge, sondern eine gute Basis für eine erste Kontaktaufnahme schaffen könnte. Motto: Wer Geld mitbringt, wird ernst genommen.
Dem Sanierungsmanager wird eine zentrale Rolle zufallen. Er oder sie soll die etwa 250 Hausbesitzer im Sanierungsquartier ansprechen, informieren, überzeugen, betreuen und vernetzen, um den Boden für private und gemeinschaftliche Investitionen zu bereiten. Denn das Konzept geht über die Sanierung in den privaten vier Wänden hinaus. Geplant sind auch Nahwärmeinseln auf Biomassebasis, die Nutzung von Industrieabwärme etwa von KME oder die solare Stromerzeugung auf Dächern.
Das Fördergebiet in der Gartlage grenzt unmittelbar östlich an die Innenstadt an (getrennt durch die Bahntrasse). Im Norden wird das Quartier durch die Liebigstraße und die Schlachthofstraße begrenzt. Im Süden verläuft die Grenze südlich der Alten Poststraße und der Bohmter Straße. Den nördlichen Abschluss bildet die Halle Gartlage. Das Viertel wurde als Musterquartier ausgewählt, weil es hier viele denkmalgeschützte Arbeiterhäuser aus den Zwanzigerjahren und mit KME und den Stadtwerken zwei potenzielle Wärmelieferanten gibt.
Bildtext:
Die Stadt winkt mit Geld, um Hausbesitzer in der Gartlage zum Klimaschutz zu animieren.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
hin


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