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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbriefe
Zwischenüberschrift:
Notwendig ist eine offene Diskussion ohne Polemik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Protest gegen ' innerstädtische Autobahn' Initiative ' Stopp Westumgehung' steckt die geplante Trasse der Entlastungsstraße ab" (Ausgabe vom 30. September).

" Eine einspurige Straße mit Fahrradwegen als ' innerstädtische Autobahn' zu bezeichnen zeigt, mit welchen unterschiedlichen Wahrnehmungen die derzeitige Diskussion über die Entlastungsstraße West geführt wird. Die von den circa 50 Teilnehmern geäußerte Befürchtung einer zweiten Pagenstecher- oder Hansastraße erscheint deutlich übertrieben, da dort de facto 80 000 Autos fahren für die Entlastungsstraße wird bis 2020 eine Fahrzeugbelastung mit bis zu 16 000 Fahrzeugen prognostiziert, die dafür dann aber den innerstädtischen Verkehr an Wall, Natruper Straße/ Lotter Straße und Neumarkt reduzieren wird (siehe Masterplan Mobilität der Stadt Osnabrück). Auch Querungshilfen und Kreisel findet man auf Autobahnen eher weniger, die Entlastungsstraße wird hierdurch für Lkw-Verkehr unattraktiv. [. . .]

Fragwürdig menschlich allerdings verständlich erscheint es, dass Interessengruppen, welche vergünstigt Grundstücke an der alten, damals mehrspurigen geplanten Westumgehung erwarben, sich jetzt gegen eine ökologisch verträgliche, einspurige Entlastungsstraße ' wehren'. Der Verkehr an den heimlichen ' Westumgehungen' verläuft derzeit mit 10 000 Autos pro Tag in drei Meter Abstand zu den Wohnhäusern die Entlastungsstraße wird in mindestens 70 Metern zu den Anwohnern verlaufen, über einen optimalen Lärmschutz verfügen und durch Alleenbäume und Gabionen verdeckt sein. Die Teilnehmer der Veranstaltung möchten eine Wiese vor dem Parkhotel erhalten die Anwohner der belasteten Innenstadt wollen Schutz vor Feinstaubbelastung und dem Lärm. Sollte wirklich ' Wiesen vor Anwohnerschutz' gelten? Wo bleibt die Solidarität der Teilnehmer der oben genannten Veranstaltung mit den anderen Stadtteilen und Straßenzügen [. . .]?

Sollten die notwendigen Verkehrsplanungen für einen attraktiven Neumarkt oder eine innerstädtische Sperrung des Lkw-Durchgangsverkehrs nicht solidarisch auf alle Schultern verteilt werden? Im gesamten Interesse Osnabrücks sollte das Projekt der Entlastungsstraße West glaubwürdig, ohne Polemik und ergebnisoffen diskutiert werden."

Moritz Grüner

München

Prestigeprojekt

" Mit Recht wurde in Ihrem Artikel betont, dass es einen bald geschlossenen Autobahnring um Osnabrück als Umgehung gibt. Ein sechsspuriger Ausbau im Westen, gegebenenfalls auch im Süden, ist vorgesehen. Die frei gehaltene Trasse durchzieht jetzt Wohngebiete, geht unmittelbar an zwei Krankenhäusern vorbei und grenzt an das westliche Naherholungsgebiet Heger und Natruper Holz. Trotz der geschmeidigen Umbenennung in ' Weststraße' handelt es sich bei dem Projekt der diesbezüglichen Großkoalition von SPD und CDU im Rat inhaltlich weiter um die Absicht, eine innerstädtische Umgehungsstraße zu bauen!

Man kann es nicht häufig genug wiederholen: Finanziell ist die Stadt Osnabrück nicht in der Lage, eine neue Straße allein für den zu- und ableitenden Pkw-Verkehr in die westlichen Wohngebiete zu bauen. Um eine neue Straße bauen zu können, benötigt sie Landes- und Bundesmittel. Diese werden nur bereitgestellt, wenn der Ausbau Lkw-verkehrsgerecht erfolgt. Das ist politisch so gewollt und entspricht insoweit dem Aktionismus mancher Politiker, die sich um Prestigeobjekte , verdient′ machen wollen oder gemacht haben, ob sie nun sinnvoll sind oder nicht. Hauptsache ist: Sie sind (von anderen) bezahlbar. [. . .]"

Dr. Hansjosef Rickers

Osnabrück
Bildtext:
Demo gegen die geplante " Entlastungsstraße West" Ende September vor dem Park-Hotel.
Foto:
Archiv/ Thomas Osterfeld
Autor:
Moritz Grüner, Dr. Hansjosef Rickers


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