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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
50 000 Radler auf der Hase-Ems-Tour
Zwischenüberschrift:
Tourismusverband Osnabrücker Land will Radverkehr analysieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bersenbrück. Rund 50 000 Radfahrer waren laut Hasetal-Touristik im vergangenen Jahr auf der Hase-Ems-Tour unterwegs. Um die Angebote für Radler in der Region zu verbessern, führt der Tourismusverband Osnabrücker Land eine Radverkehrsanalyse durch.

" 50 000 Radfahrer sind ein tolles Ergebnis. Diese Zahlen belegen, dass sich jeder Cent lohnt, der in den Radtourismus gesteckt wird", sagte Hasetal-Geschäftsführer Wilhelm Koormann während eines Pressegesprächs in Bersenbrück. Im Vergleich zum Jahr 2013 stieg die Zahl der Radler auf der 265 Kilometer langen Route von Melle über Osnabrück nach Rheine um fast 10 000 Personen an. Überbewerten will Koormann diesen Anstieg aber nicht: " Um daraus eine Tendenz abzuleiten, spielen zu viele Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel das Wetter." Aus diesem Grund müssten die Besucherzahlen auch nicht zwangsläufig weiter steigen: " Wenn wir das Niveau halten könnten, wären wir sehr zufrieden."

Daten ermittelt

Ermittelt wurden die Daten von drei Zählstationen, die entlang der Hase-Ems-Tour in Bersenbrück, Meppen und Lingen positioniert sind. Technisch sind diese Geräte so eingestellt, dass sie nur Objekte erfassen, die sich in einer vorher eingestellten Geschwindigkeitsspanne bewegen. Auf diese Weise wird verhindert, dass Fußgänger oder Autos mitgezählt werden. " Zudem lassen sich Alltagsfahrer zum Beispiel mit Blick auf die Uhrzeit der vorbeifahrenden Menschen aus den Ergebnissen herausfiltern", erklärte Koormann. Das Erholungsgebiet Hasetal habe in den vergangenen Jahren viel getan, um die In frastruktur und den Erlebniswert rund um die Hase-Ems-Tour zu verbessern: So wurde die Idee, das Umfeld der Strecke zur Mundraubregion zu erklären, in der sich Fahrradfahrer an mehr als 2000 öffentlichen Obstbäumen bedienen dürfen, im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet. " Außerdem geben wir eine Schönwettergarantie. Das heißt: Wir bringen bei Dauerregen Fahrradtouristen und ihre Fahrräder kostenlos zum nächsten Etappenziel", so Koormann. Mit der Fortentwicklung solcher Ideen sollen weitere Gäste angelockt werden.

Noch nicht so gut wie erhofft sei vor allem die Hotelsituation an der Strecke. " Gerade in Quakenbrück herrscht, was die Bettenzahl betrifft, Nachholbedarf", sagte der Geschäftsführer. Darüber hinaus sei die Abstimmung mit der umliegenden Gastronomie verbesserungswürdig: " Die meisten Radfahrer sind zwischen 11 und 17 Uhr unterwegs. Es wäre wünschenswert, wenn mehr Gaststätten in dieser Zeit geöffnet hätten."

Emsland auf Platz 9

Insgesamt steht das Emsland als Fahrradregion gut da: Zum dritten Mal in Folge hat der ADFC in seiner jährlichen Radreiseanalyse das Emsland zu einer der beliebtesten Radregionen Deutschlands erkoren: Laut der Analyse liegt das Emsland auf Platz 9 von 135 untersuchten Regionen. Uwe Carli, Geschäftsführer der Emsland-Touristik, zeigte sich erfreut: " Eine Top-Ten-Platzierung ist sensationell. Das beweist, dass sich die Investitionen vor allem in die Infrastruktur gelohnt haben. Der Radtourismus ist weiterhin ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für unsere Region."

Der Tourismusverband Osnabrücker Land knüpft mit seiner angelaufenen Radverkehrsanalyse im Landkreis an die Zählungen der Hasetal-Touristik an: Mit eigenen Zählgeräten und Befragungsstationen erhofft sich Geschäftsführerin Petra Rosenbach, einen Überblick über die Bedürfnisse der Radfahrer, aber auch über deren Konsumverhalten rund um die Strecke zu gewinnen. " Wir wollen wissen, wo die Menschen herkommen, wofür sie Geld ausgeben, wo sie untergebracht sind und wo sie sich informiert haben", sagt Rosenbach. Sie hat allerdings nicht nur Touristen im Blick: " Natürlich wollen wir die Qualität der Radwege auch für die Menschen aus der Umgebung verbessern."

Die Ergebnisse liegen erst Ende des Jahres vor. Allerdings zeichne sich bereits ab, dass Tagesausflügler auf den Radwegen dominierend seien. Zudem würden Fahrradtouristen nicht das fertige Produkt buchen, sondern Anreise und Unterkunft selbst organisieren.

Die Analyse ist Teil des Masterplanes Rad, in dessen Rahmen der Tourismusverband zwischen 2012 und 2019 800 000 Euro zum Beispiel in die einheitliche Beschilderung der Radwege investiert.

Mehr zum Thema Radfahren in der Region lesen Sie auf www.noz.de/ fahrrad
Bildtext:
Posieren vor der Zählstation: Uwe Carli, Geschäftsführer Emsland-Touristik, Petra Rosenbach, Geschäftsführerin Tourismusverband Osnabrücker Land, Wilhelm Koormann, Geschäftsführer Hasetal-Touristik (von links). Am rechten Bildrand ist die Zähl-Apparatur zu sehen.
Foto:
Johannes Zenker
Autor:
Johannes Zenker


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