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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Teufelsheide Voxtrup – Die Mischung macht′s
Zwischenüberschrift:
Schon in der Jungsteinzeit lebten hier Menschen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Areal, das von der Sandforter Straße diagonal durchquert wird, gehört heute zum Stadtteil Voxtrup, allerdings zählt die Wohnsiedlung im oberen rechten Bildwinkel bereits zu Lüstringen und die umfangreichen Sportanlagen in der oberen Bildmitte zu Gretesch. Die beiden großen Rasenplätze, einer mit Rundlaufbahn und leichtathletischen Anlagen, sowie ein Ascheplatz, Basketball- und Handballanlagen sind in städtischem Besitz; die Tennisplätze mit Clubhaus sowie die TSG-Halle gehören der traditionsreichen TSG Burg Gretesch.
Es schließen sich oberhalb der Bahnlinie eine Kleingartenanlage sowie die Kläranlage der Firma Schöller an. Nach der Klärung werden die Abwässer des industriellen Papierherstellers über den Belmer Bach abgeleitet, der weiter westlich in die Hase mündet.
Vormals zählte dieses Gelände zumindest teilweise zur Gemarkung Schinkel, die 1914 nach Osnabrück eingemeindet wurde. So wurde 1879 darüber gespottet, dass man den Bahnhof Lüstringen auf Schinkelaner Grund gebaut hatte. Die gewachsenen Ortschaften Lüstringen und Gretesch schlossen sich ebenso wie die alte Bauerschaft Voxtrup und weitere Gemeinden im Zuge der Gebietsreform 1972 der Stadt Osnabrück an.
Dass die Gegend eine wesentlich längere Besiedlungsgeschichte aufweist, belegen die Teufelssteine, eines von mehreren erhaltenen Großsteingräbern aus der Jungsteinzeit. Das Kulturdenkmal, das dem Gebiet den Namen Teufelsheide gab, befindet sich ein wenig außerhalb des Fotos am linken, westlichen Bildrand in dem kleinen Wäldchen auf einer Anhöhe im Winkel zwischen Hase und Belmer Bach.
In der Bildmitte, südlich der Eisenbahnhauptstrecke Amsterdam/ Osnabrück/ Berlin und westlich der Sandforter Straße erstreckt sich eine bunte Mischung von Gewerbebetrieben, Wohnhäusern und unbebauten Naturgrundstücken. Baustoffhandel, Heimwerker- und Gartenmärkte prägen das Gebiet beidseits des parallel zur Bahnlinie verlaufenden Heidewegs. Markant ist das große Gebäude mit den zahlreichen weißen Dachfenstern ehedem die Metall verarbeitende Fabrik Röscher, heute ein Großhandel und Dienstleister mit Geräte-Mietshop.
Unter der Bezeichnung Bebauungsplan Nr. 551 Teufelsheide plant die Stadt Osnabrück derzeit die Neuordnung dieses Gebiets. 1968 wurde der Heideweg noch als Industriegebiet eingestuft, heute wird das Gelände jedoch vor allem gewerblich genutzt, teilweise sogar mit Verkauf an Endverbraucher in Kleinmöbelläden, Outlets und einem italienischen " Grande mercato". Im ehemaligen Bahnhof Lüstringen hat sich seit über 20 Jahren eine Motorradwerkstatt etabliert.
" Durch die Neuordnung wollen wir unter anderem einen Ausschluss von zentrenrelevanten Sortimenten erreichen", erklärt Holger Clodius, Fachdienstleiter Bauleitplanung. Und während die Grünflächen aufgewertet werden, soll das Gebiet unterhalb des Wäldchens, in dem einige leer stehende Gebäude, zwei Hallen und etliche Wohnhäuser stehen, intensiver gewerblich genutzt werden. Die beiden von der Sandforter Straße abzweigenden Sackgassen werden Wendekreise erhalten und weitere Grundstücke erschließen. Entlang der Sandforter Straße bleibt Wohnen weiterhin möglich schon bald könnten sich Neubauten zu den teils recht repräsentativen vorhandenen Wohnhäusern gesellen.
Auf der östlichen Straßenseite prägte jahrzehntelang die Tapetenfabrik Borges das wirtschaftliche Geschehen. Reste des hohen Schornsteins sind noch heute zu sehen. Nach Aufgabe der Produktion werden auf dem Gelände ein Schuhgroß- und Einzelhandel sowie ein Großhandel für Dachbaustoffe betrieben.
Ein einzelner bäuerlicher Nebenerwerbsbetrieb erinnert noch an vergangene Zeiten, während das Umspannwerk der Bahn direkt am Bahnübergang über die Sandforter Straße sowie die Hochspannungsleitungen im Bildvordergrund, die zum Umspannwerk Lüstringen westlich der Teufelsheide führen, vom Energiehunger der Gegenwart künden.
Dieses Motiv ist in den Geschäftsstellen der Neuen OZ in Osnabrück (Große Straße und Breiter Gang) sowie in Georgsmarienhütte (Am Rathaus 12) erhältlich. Ein Abzug (20 x 30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.
Bildtext:
Gewerbebetriebe und Wohnhäuser, Freizeitanlagen, unbebaute Flächen und ein Kulturdenkmal zeugen von der Geschichte Voxtrups.
Foto:
Westdörp
Autor:
Petra Pieper


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