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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
"Sechs Fragen aus der Aula"
Zwischenüberschrift:
Erinnerungen an Herta von Klot
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Helga Rademacher gerät heute noch ins Schwärmen, wenn sie an ihre Freundin Herta von Klot denkt: " Sie war eine intelligente, kreative, aber auch sehr zurückhaltende, elegante Dame, die viel Wert auf Perfektionismus legte." Dass ihre Freundschaft einmal so innig werden würde, hatten beide bei der ersten Begegnung nicht gedacht. Die fiel etwas holprig aus. Helga Rademacher, ehemalige Biologielehrerin und Zoopädagogin, ließ ihre Schüler gerne mit Ton Tiere modellieren. Da sie aber, wie sie selbst sagt, nur ein interessierter Laie war, suchte sie für sich eine professionelle Lehrerin. So nahm Helga Rademacher Kontakt zu Herta von Klot auf. " Beim ersten Besuch erzählte ich ihr mein Anliegen. Sie hörte geduldig zu und schickte mich dann nach Hause. Ich dachte, das war es jetzt." Als sie jedoch wieder zu Hause war, klingelte das Telefon, die Künstlerin war dran und sagte nur: " Gut, ich zeige Ihnen, wie man glasiert." Herta von Klot war eine strenge und genaue Lehrerin. Aber das sollte der Freundschaft keinen Abbruch tun. Häufig war die Bildhauerin in den folgenden Jahren Gast im Hause Rademacher. Trotz oder gerade wegen dieser innigen Freundschaft haben sich beide bis kurz vor dem Tod Herta von Klots gesiezt.
Auch die Journalistin und Schriftstellerin Gudula Budke erinnert sich noch sehr gerne an Herta von Klot. Von ihrer künstlerischen Schaffenskraft sehr angetan, vermittelte sie der Keramikerin eine erste Ausstellung Anfang der 1960er-Jahre in Osnabrück. Auch das angenehme Wesen von Klots ist ihr gut in Erinnerung geblieben: " Sie war sehr sympathisch. Ein eher stiller, nachdenklicher Mensch, der nicht gerne im Rampenlicht stand."
Herta von Klot-Heydenfeldt, so ihr vollständiger Name, wurde 1916 als Herta Teubert in Recklinghausen geboren, wie ihr Neffe Axel von Klot zu berichten weiß. In den 1930er-Jahren studierte sie an der Kunsthochschule in Berlin. Nach Stationen in Stuttgart und Kandern kam sie 1961 nach Osnabrück. 1969 gewann sie mit einem überzeugenden Entwurf die Ausschreibung für die Türen der Dominikanerkirche. Noch bis kurz vor ihrem Tod im Jahr 2000 blieb Herta von Klot als gestaltende Künstlerin aktiv.
Das historische Foto dieser Woche zeigt die Premiere der NDR-Radiosendung " Sechs Fragen aus der Aula" im Februar 1963. Angetreten waren ein Team vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium und Schüler aus Göttingen. Erinnern Sie sich?
Bildtexte:
Höchste Konzentration: Spielleiter und Rateteam des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums 1963.
Die Keramikerin Herta von Klot.
Fotos:
Hebig, Löckmann
Autor:
ek


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