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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das erste Haus in Mittewest
Zwischenüberschrift:
Neue Adresse an alter Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lotter Straße 43 so lautet die Adresse des ersten Hauses im Quartier Mittewest auf dem ehemaligen Gebiet des Busdepots und der Firma Hagedorn. Das Eckgebäude hin zum Kirchenkamp fällt auf und trägt bereits einen Spitznamen, wie Heiko Hellwege vernommen hat: Der Geschäftsführer der Schindhelm Rechtsanwaltsgesellschaft arbeitet darin und berichtet, dass manche es " Prada-Handtasche" nennen.

Farbe und Struktur der Fassade wirken auf manche Betrachter offenbar wie eine überdimensionale Variante einer Ledertasche des italienischen Modeherstellers Prada. Architekt Carsten Lorenzen aus Kopenhagen mag von diesem Vergleich noch nicht erfahren haben, dürfte jedoch eher angetan davon sein, wie Heike Hellwege das Haus beschreibt: " Es hat einen nordischen Charme." Vergleichbar gestaltete Klinkerfassaden gebe es in Hamburg und in skandinavischen Städten.

Diesen Vergleich bevorzugt auch einer der Nachbarn: Harald Niemann, Inhaber der gleichnamigen Blumenhandlung, ist auch Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lotter Straße. Er spricht von der " eigenwilligen Struktur" der Fassade und findet sie " schick".

Wem das Haus gehört, ist offenbar nur wenigen bekannt. Das Essener Unternehmen Hochtief hatte für sein Projekt Mittewest das insgesamt 28 700 Quadratmeter große Gelände gekauft. Doch handelt es sich bei dem Investor nur um einen vorübergehenden Eigentümer. Nachdem das erste Gebäude fertig war, verkaufte das Unternehmen es, und der neue Eigentümer wird nicht genannt. Auch die beiden Mieter es sind die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Falk und die Schindhelm-Rechtsanwaltsgesellschaft verraten den Namen nicht. Doch ist Geschäftsführer Heiko Hellwege voll des Lobes für seine neue Adresse. Überhaupt ist Hellwege von dem neuen Standort überzeugt: " Das hier wird der Prenzlauer Berg von Osnabrück." Dabei hat er einerseits " die Kombination aus der Noblesse des Westerbergs mit den jungen Leuten aus Hochschule und Universität" vor Augen wie auch die Entwicklung des übrigen Mittewest-Geländes. Sieben Wohnhäuser mit bis zu vier Geschossen, die zusammengezählt 15 700 Quadratmeter ergeben sollen, entstehen hier und sollen im Laufe des kommenden Jahres fertig sein überwiegend sind sie bereits verkauft, wie Hochtief mitteilt. Ein historisches Fabrikgebäude steht vor einer noblen Neubelebung. Auch Gewerbe mit Büros und Gastronomie in einer Größe von etwa 5000 Quadratmetern befinden sich auf den Plänen für das Areal Hochtief spricht sogar von einem neuen Stadtviertel.

Das neue Eckhaus ist daher nur ein kleiner Teil eines zusammenhängenden Projekts. Harald Niemann freut sich schon auf " das Gesamtbild". Überhaupt findet er die Entwicklung entlang der Lotter Straße seit einigen Jahren " beeindruckend". Das sieht auch Heiko Hellwege so: " Kaum eine Straße hat sich so gemacht wie die Lotter Straße mit ihren inhabergeführten Geschäften und sie wird weiter aufgewertet."

Dass in der Umgebung der Lotter Straße Parkplätze rar sind, haben die Planer offensichtlich mitbekommen. 170 Fahrzeuge können inzwischen im neuen Parkhaus zwischen dem auffälligen Eckgebäude und der alten Fabrik stehen.
Bildtexte:
Lotter Straße 43 lautet die Adresse dieses Bürohauses an der Ecke zum Kirchenkamp. Einer der Mieter hat erfahren, dass es bereits den Spitznamen " Prada-Handtasche" trägt: Die Fassade vermittelt offenbar etwas von der Anmutung einer italienischen Edelmarke.
Mittewest heißt das Projekt des Investors Hochtief. Das fertige Gebäude an der Ecke Lotter Straße/ Am Kirchenkamp befindet sich am Bildrand oben links.
Foto:
Michael Gründel, Gert Westdörp
Autor:
Jann Weber


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