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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Abriss des Neumarkt-Tunnels im Zeitraffer, Teil 2
Zwischenüberschrift:
Zweiter Bauabschnitt geht in die Endphase – Neue Asphaltdecke ist nur ein Provisorium
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Abriss des Neumarkt-Tunnel geht in die Schlussphase: Bis Ende des Jahres soll auch das Loch vor dem Neumarkt-Carrée geschlossen sein.

Auf einer ersten Doppelseite, erschienen im Oktober 2014, dokumentierten wir gleichsam im Zeitraffer den Rückbau des unterirdischen Bauwerks auf der südlichen Seite des Neumarktes. Dieses Panorama nun bildet den zweiten Bauabschnitt ab, der im November 2014 begann und zum Ende dieses Jahres zum Abschluss kommt. Die Bauarbeiter, die zurzeit auf der Baustelle werkeln, installieren im Auftrag der Stadtwerke einige Hausanschlüsse oder legen Leitungen um.

Die Baugrube ist inzwischen zur Hälfte geschlossen und mit frischem Asphalt abgedeckt. Das schwarze Band wirkt wie eine nagelneue Straße, die kurz vor der Freigabe für den Autoverkehr steht. Aber dazu wird es nicht kommen. Autos werden diesen Asphalt nicht unter die Räder nehmen weil der Stadtrat gegen die Stimmen der CDU eine Freigabe für den Individualverkehr abgelehnt hat und weil der Belag dafür nicht taugt. " Das ist ein Provisorium", erklärt Jürgen Schmidt vom Fachbereich Städtebau. " Die Asphaltdecke ist für schwere Belastungen gar nicht ausgelegt." Fußgänger und allenfalls der Lieferverkehr für die Anlieger seien auf dieser Fläche zugelassen. Auch die Busse werden weiterhin die Route auf der südlichen Neumarkt-Hälfte vor dem Landgericht nehmen. Gravierende Änderungen im Nahverkehr sind nicht vorgesehen.

Provisorien haben es ja an sich, dass sie länger halten als geplant. Auch in diesem Fall ist kein konkretes Verfallsdatum absehbar. Die städtische Planung sieht vor, dass der Platz ab Ende 2016 in Gänze neu gestaltet wird. Das Berliner Team Lützow 7, das den Gestaltungswettbewerb für den Neumarkt gewann, sieht einen dezent gestreiften Betonteppich, Wasserspiele, Bäume und Plätze für Außengastronomie vor.

Die Ideen sind da, das letzte Wort ist aber noch lange nicht gesprochen. Die städtischen Gremien werden sich noch in vielen Sitzungen mit den baulichen und finanziellen Details auseinandersetzen müssen. Das Geld für die Neugestaltung stammt im Wesentlichen aus dem Verkauf der Fläche vor dem Neumarkt-Carrée (mit H& M).

Dort ragt zurzeit noch der sogenannte Anschlussstutzen aus dem Bauloch. So nennen die Leute vom Bau den früheren unterirdischen Verbindungsgang zwischen Tunnel und dem H& M-Untergeschoss. Wie Jürgen Schmidt sagt, beginnt voraussichtlich in der ersten Septemberwoche der Rückbau dieses Stutzens. Zunächst wird das Leitungsnetz verlegt, dann eine Stützwand gegossen, damit das Neumarkt-Carrée festen Stand behält. Bis Ende des Jahres soll auch der letzte Rest des Neumarkt-Tunnels verschwunden sein.

Parallel dazu soll auf der gegenüberliegenden Seite der Rückbau des Wöhrl-Komplexes und des grünen Kachelhauses beginnen. Centerinvestor mfi in Essen lässt den konkreten Termin für den ersten Schlag der Abrissbirne weiter offen. " Im Herbst" gehe es los, so die Sprachregelung aus dem Hause mfi. " Daran hat sich nichts geändert", beantwortete der für Osnabrück zuständige Projektmanager Björn Reineking eine Anfrage unserer Redaktion in dieser Woche.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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