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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Toleranz ist das Fundament dieser Stadt
 
Von Trampelpfaden und Bildungswegen
 
Auf Umwegen zum Ziel
 
Ganz plötzlich ist der Prüfungstermin da
 
Das muss man sehen
 
Präsidentenwechsel an der Uni Osnabrück
 
Hier geht′s lang!
 
Im Kampf gegen das "Sitzenbleiben"
 
Mehrwert garantiert: Studium in der Ferne
 
Party-Offensive zum Semesterstart
 
Nachgehakt: Wo geht ihr am liebsten aus?
 
Mehr als nur Semestertickets
 
Vision und Wirklichkeit
 
"Durchlauferhitzer"
 
Sparen müssen und trotzdem Spaß haben
Zwischenüberschrift:
Der Osnabrücker weiß: Die Dinge haben meist zwei Seiten
 
Nach dem Relaunch: "Campus" und "Bildung" auf noz.de
 
Franz Wirtz gibt ganz persönliche Tipps, was im Studium wirklich wichtig ist
 
Wege aus der Aufschieberitis
 
Sehenswürdigkeiten der Region
 
Dem neuen Präsidenten liegt das Wohl der Studierenden am Herzen
 
Wertvoller Wegweiser im wohl geordneten Chaos der Uni-Bürokratie: das StudiOS
 
Das Zentrum für Hochschulsport hält vielfältige Angebote bereit, um körperlich fit zu bleiben
 
Im Akademischen Auslandsamt laufen sämtliche Fäden für alle internationalen Austauschaktivitäten zusammen
 
2700 Erstsemester erkunden neugierig das Osnabrücker Nachtleben
 
Der Allgemeine Studierendenausschuss
 
VirtUOS macht die Vorlesung mobil
 
Innovationszentrum an der Sedanstraße bietet Chancen
 
Ermäßigungen für Studierende
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Originaltext:
Osnabrück. Das mächtige Dach des Osnabrücker Rathauses, vor mehr als 500 Jahren errichtet, trägt nicht nur eine, sondern gleich zwei Windfahnen. An jeder Seite ein kupferner Dachreiter und darauf eine Wetterfahne. Das ist zunächst einmal bloß ein Erfordernis der Symmetrie, nach der die ganze Fassade dieses Renaissancegebäudes - wenn auch mit kleinen spannungsvollen Abweichungen - gegliedert ist. Aber was auf den ersten Blick wie rein spiegelbildlicher Schmuck erscheint, gibt bei näherem Hinsehen zu denken: Die beiden Windfahnen zeigen nämlich nur selten in dieselbe Richtung. Meist weht der Wind über dem Rathaus und über der Stadt mal von hier und mal von dort, weshalb unsere Windzeiger mitunter sogar in Opposition zu einander stehen.
Es ist auf den ersten Blick einfach kurios. Und die physikalische Ursache liegt gewiss in den Fallwinden, die immer mal wieder um den Kirchturm streifen und so die Gesetze der Physik für kurze Zeit aushebeln. Aber vielleicht sind die beiden oppositionellen Wetterfahnen ja auch nur ein Abbild der Situation unter dem Dach dieses Rathauses, wo der argumentative Wind in der politischen Debatte ebenfalls aus den unterschiedlichen Richtungen weht, wo seit Jahrzehnten die Stadt mit wechselnden Mehrheiten regiert wird. Ob konservativ-liberal oder wie derzeit rot-grün, keine Partei und keine Koalition hat hier in der Nachkriegszeit jemals länger als zwei Amtsperioden am Stück regiert. Mitunter musste sogar - und muss es jetzt nach dem 6. Oktober erneut - der hauptamtliche Oberbürgermeister und Verwaltungschef die Stadt zusammen mit einem Rat regieren, in dem seine eigene Partei nun gerade mal nicht an der Macht ist.
Wie geht das? Die Osnabrücker wissen: Es geht ganz gut. Vielleicht ist es geradezu eine Grunderfahrung dieser Stadt, dass die Mehrheiten wechseln und dass der Wind mal aus dieser und mal aus jener Richtung weht. Schließlich wurde hier nach dem großen Dreißigjährigen Krieg ein Friede geschlossen, in dem für das kleine Fürstbistum Osnabrück die auf den ersten Blick und für jene glaubenswütige Zeit so atemberaubende Bestimmung getroffen ist, dass der jeweils auf Lebenszeit regierende Landesherr abwechselnd katholisch und dann wieder evangelisch sein solle. Da konnte sich keine Seite auf Dauer festsetzen. Es braucht vielmehr Toleranz, um mit einander auszukommen. Die Dinge haben zwei Seiten und das einzig Beständige sei der Wandel, diese Erfahrung gehört zu dem Urgrund, auf dem diese Stadt seit Jahrhunderten wurzelt.
Heute sind die Menschen, um noch einmal von der Religion zu reden, jeweils zu einem Drittel katholisch und evangelisch oder sind in der Sprache der Statistiker als sonstige oder ohne Konfession geführt. Bei 166 000 Einwohnern gibt es etwa zehn Prozent Ausländer und sehr viel mehr Menschen, die einmal aus dem Ausland hierher gekommen sind. Statistiken zählen 6, 3 Prozent Arbeitslose bei 85 000 Beschäftigten (unter dem Bundesdurchschnitt), es gibt mehr als 20 000 Studierende an den beiden Hochschulen, immer noch etwas Industrie (Metallverarbeitung, Papier, Automobilindustrie), viel Verwaltung, Forschung und Wissenschaft. Die volkswirtschaftlichen Indizes wie Bruttoinlandsprodukt und Wertschöpfung liegen über dem Durchschnitt. Und mehr Kinos mit besseren Programmen als anderswo gibt es hier auch. Aber in vielem ist Osnabrück ein Abbild der ganzen Bundesrepublik, weshalb die Meinungsforscher gern hier ihre Befragungen machen.
Man darf das nicht mit Durchschnitt und Beliebigkeit verwechseln. Mögen auch die Biergärten an der Isar größer sein als in unserem so geliebten Büdchen auf dem Westerberg, Hamburg seine Außenalster haben und wir nur den Rubbenbruchsee, der Karneval in Köln gewiss ekstatischer sein als der Ossensamstag in Osnabrück und ganz generell jede Stadt in dieser Republik ihre stets hoch gepriesenen Vorzüge haben. Ob Kunst und Kultur, Umwelt, Freizeitangebote, Arbeitsplätze oder Wohnungen zu bezahlbaren Preisen: Es lebt sich gut in dieser Stadt. Toleranz in der großen Politik wie im täglichen Miteinander, das Leben und Leben lassen, ist dafür vielleicht die beste Voraussetzung. Auf halbem Weg zwischen dem katholischen Dom St. Peter und der evangelischen Marienkirche gibt es ein Lokal mit dem beziehungsreichen Namen Il Paradiso. Als wäre das noch nicht genug: Manchmal sitzen hier in diesem Paradies auf Erden ein Domherr und ein Pastor bei einem ökumenischen Espresso oder Latte Macchiato zusammen. Und manchmal braucht es eben zwei Wetterfahnen auf dem Rathausdach, um die ganze Vielfalt unserer modernen Welt zu erfassen.
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Im historischen Rathaus wurde 1648 der Westfälische Frieden verkündet.
Foto:
Klaus Lindemann

Osnabrück. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen - das dann aber richtig. Auf dem Campus-Portal der neu gestalteten Homepage der Neuen Osnabrücker Zeitung www.noz.de/ campus zeigt eine interaktive Karte, was die Stadt neben Fakultäten und Bibliotheken zu bieten hat.
Wo kann man in Osnabrück feiern gehen? Wo gibt′s das beste Eis, Kino, Bier? Das noz.de-Team gibt Insider-Tipps, mit denen sich Nutzer durch den Feierabend navigieren können. Wer selbst Geheimtipps hat, kann auf www.noz.de/ campus direkt Kontakt zur Redaktion aufnehmen und Vorschläge machen.
Auf dem Portal finden Nutzer außerdem alles rund um den Campus Osnabrück. Wer keine Lust hat, sich an den Schreibtisch zu setzen und zu pauken, kann hier stöbern und sich mit der Psychologie der Motivation ablenken… Motivationsforscher erklären, was Menschen im Alltag hemmt und antreibt. Neben neuen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung, Preisen und Personalwechseln auf dem Osnabrücker Campus bekommen Interessierte auf dieser Seite Einblicke ins studentische Leben zwischen Semesterticket und Seminararbeit. Berichte über Wissenschaftler, die Kreuzblütler in Afrika erforschen, können hier genauso auftauchen wie Berichte über Studis, die Wohnungen suchen. Wer noch keine Bleibe gefunden hat, kann sich auf www.noz.de/ wohnen informieren. Da Bildung weit vor dem Campus anfängt - und irgendwie nie aufhört, wirft das Bildungs-Portal www.noz.de/ bildung verschiedene Perspektiven auf den großen Themenkomplex Bildung in Schule, Ausbildung und Weiterbildung. " Nicht allein das Abc bringt den Menschen in die Höh", schrieb Volkspoet und Quälgeist Wilhelm Busch im 19. Jahrhundert - und behält damit bis heute Recht. Neben klassischen Trampelpfaden im Schulsystem beleuchtet das Portal deshalb auch alternative Bildungswege. Wie kann Bildung aussehen? Welche Projekte gibt es in der Umgebung? Wie ist es in Osnabrück und im Emsland um Lehrstellen bestellt?
Neben Schulhof-Erneuerung und Lehrerstreik finden Besucher auf dem Online-Portal auch weitergehende Informationen über Ausbildungsplatzbörsen, das Programm der Volkshochschule und Aussichten in der Arbeitswelt jenseits des Campus. Nutzer, die selbst eine spannende Geschichte im Bereich Bildung erlebt haben, Haarsträubendes oder Innovatives aus Kita, Schule, Aus- und Weiterbildung berichten wollen, können auf www.noz.de/ bildung Kontakt zur Redaktion aufnehmen. Hier können sie auch selbst einen Beitrag oder Fotos hochladen.
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Insider-Tipps für Studierende gibt es auf noz.de/ campus.
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NOZ

Osnabrück. Was ist eigentlich wirklich wichtig im Studium? Ist es nur das Fach oder gibt es noch anderes, was mindestens ebenso bedeutend ist? Franz Wirtz findet: Ja, gibt es. Und so hat der Personalentwickler der Uni Osnabrück einige Ideen für Hochschul-Neulinge in petto. Und die sehen anders aus, als die der meisten Berufsberater.

Was seinen Werdegang besonders wertvoll gemacht hat? " Die Brüche, die Umwege", betont der studierte Pädagoge mit fast 40 Jahren Berufserfahrung. Er habe gelernt, Brüche nicht nur zuzulassen, sondern auch aktiv anzugehen. Denn im Beruf gehe es nun einmal nicht nur ums Geldverdienen, sondern vor allem um: " Selbstverwirklichung, um Identität, um Anerkennung und Zufriedenheit", betont Wirtz in seinem Büro im Schloss.

Über Umwege ist er dorthin gekommen und hat dafür seinen alten Beruf aufgegeben: Wirtz hat zunächst im gehobenen Dienst einer Verwaltung gearbeitet. Doch damit war er nicht glücklich. So gab er seinen festen Job auf, um noch einmal zu studieren. Und zwar ein Fach, das nach damaligen Statistiken nicht nach einer sicheren Anstellung aussah: " Lehramt für die Fächer Philosophie, Germanistik und Geschichte", sagt Wirtz, der heute auch in der Fortbildung der Uni-Mitarbeiter tätig ist. Dann ergänzt er achselzuckend: " Das ist eben genau das, was mich interessiert."

Erstsemestern empfiehlt er, zuallererst danach zu gucken, wo die persönlichen Interessen liegen und wo die Neugier steigt. Nicht wichtig sei hingegen, was auf dem Markt besonders gefragt sei oder wo andere meinen, dass die berufliche Erfüllung liege. " Das sehe ich auch an meinen Kindern", erläutert Wirtz, der drei erwachsene Kinder hat. Zwei haben vor dem Studium zunächst eine Ausbildung absolviert.

Überhaupt, praktische Erfahrungen, die seien das A und O um zu gucken, wo junge Leute berufliche Erfüllung finden könnten. Und so empfiehlt er nicht nur Praktika, sondern auch die Öffnung des Blicks auf Themen, die links und rechts der Studienfächer liegen. " Niemand sollte hier mit Scheuklappen loslaufen", betont Wirtz, der dabei auch die Grenzen der Bologna-Reform im Blick hat. Deshalb rät er auch zu Auslandsaufenthalten: " Man kennt die eigene Kultur erst, wenn man mal von außen draufgeguckt hat", ist sich der Personalentwickler sicher. Diese Zeiten schulten auch die Schlüsselkompetenzen, betont Wirtz. Und die seien für die berufliche Weiterentwicklung entscheidend. Wirtz selbst hat sich permanent fortgebildet, ist Mediator, Coach, Konfliktmanager. Das sind alles Gebiete, die er als Personalentwickler sehr gut einsetzen könne. Und mit dieser Aufgabe sei er äußerst zufrieden.
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Ideen für Studienanfänger in petto hat Franz Wirtz von der Uni Osnabrück.
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Marie-Luise Braun

Osnabrück. Mit dem Studium beginnt die große Freiheit. Dazu gehört, sich die Zeit fürs Lernen selbst einzuteilen. Viele schieben das Lernen gern vor sich her und dann ist er plötzlich da: Der Tag der Prüfung. Aufschieberitis nennt sich das Phänomen im Volksmund, in der Wissenschaft heißt es " Prokrastination". Der Psychologe Julius Kuhl kennt Wege aus dieser Falle.

Für das Phänomen findet der Professor klare Worte: " Es ist das Top-Thema für Studierende", sagt er über das Problem, zu dem er seit einigen Jahren forscht. Zum Trost sei gesagt: Er hat auch Wege herausgefunden, die Aufschieberitis in den Griff zu kriegen. Schmunzelnd gibt Kuhl zu: " Würde ich es nicht aus eigener Anschauung kennen, hätte ich nicht so tief gebohrt." Aus der Forschung habe er auch viel für sich selbst gelernt.

Vier Wege nennt der Forscher für die Motivation eine Aufgabe anzugehen. " Willensbahnung", nennt Kuhl das.

1. Lust und Ansteckung: Der motivierende Faktor ist ein Thema, das Freude bereitet oder mit jemandem zusammen erarbeitet wird. " Viele Aufgaben im Studium lassen sich so hinkriegen", meint Kuhl. Dazu zählt die Verabredung zur Teilnahme an einem Seminar oder ein Referat zu einem interessanten Thema. Allerdings ist diese Methode bei komplexen oder unangenehmen Aufgaben nicht einzusetzen. Sie funktioniert nur, wenn es Spaß macht.

2. Disziplin und Druck: " Das funktioniert, wenn ich Anweisungen erhalte oder mir selbst strenge Fristen setze", erläutert Kuhl. Einsetzbar ist es bei schwierigen Themen, bei analytischen Aufgaben, nicht aber bei kreativen. Das liegt daran, dass Motivieren durch Druck die Aufmerksamkeit verengt und den Zugang zum kreativen Erfahrungsgedächtnis versperrt. " Zumal man dazu neigt, auszuweichen, wenn der Termin noch hin ist."

3. Flow-Variante: Hier wird mit Bildern und Metaphern gearbeitet, in dem man sich beispielsweise vornimmt, die Aufgabe wie ein Adler zu lösen, der mit ausgebreiteten Flügeln dem Ziel zufliegt. Dabei kann es helfen, eine entsprechende Körperhaltung einzunehmen. Diese Form hat den Vorteil, dass sie Motivation aus dem Unbewussten generiert, ohne dass wir uns ständig bewusst an unsere Vorsätze erinnern müssen. Sie findet ihre Grenzen bei Schwierigkeiten, die sich nicht im " Flow", also wie von selbst, erledigen lassen.

Bei jeder dieser drei Methoden ist ein anderer Teil des Gehirns aktiv. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Am effektivsten ist die vierte Variante, da sie die drei Systeme miteinander verknüpft:

4. Kombi-Variante: Ist eine Kombination der drei genannten Wege. " Man pendelt zwischen der Selbstmotivierung, über lustvolle Vorstellungen bis zum Schwierigkeitsfokus, um dann wieder zu schwelgen", sagt Kuhl. Dabei bringt man sich selbst in Schwung, indem man sich den Erfolg vorstellt, zu dem die Erledigung der Aufgabe führt. Man schwärmt also. Anschließend werden konkrete, realistische Schritte und Termine festgesetzt, um dann wieder zu schwärmen.

Soweit, so klar. Der Weg zur Verbesserung ist aber nicht leicht. " Vereinfachungsillusion" nennt Julius Kuhl oft verbreitete Rezepte wie positives Denken. Allerdings sind die Methoden zur Willensbahnung trainierbar. " Nicht jeder kann sie ohne Anleitung lernen", betont Kuhl und empfiehlt ein Buch zum Thema: Die Kraft aus dem Selbst. Sieben PsychoGyms für das Unbewusste, Maja Storch und Julius Kuhl, Huber-Verlag 2011, 24, 95 Euro.
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Was gibt es besseres als eine Prüfung? Reichlich! Aufschieben ist auf Dauer aber auch keine Lösung.
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OSNABRÜCK. Die Friedensstadt Osnabrück und das Osnabrücker Land bieten Studierenden auch außerhalb des Hochschulbetriebs eine Vielzahl attraktiver Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Hier sind einige davon zum Schnellstudium:
Im Herzen der Stadt Osnabrück steht das Historische Rathaus, in dem 1648 nach dem Dreißigjährigen Krieg der Westfälische Friede geschlossen wurde. Im angrenzenden Heger-Tor-Viertel sorgen viele Kneipen, Restaurants, Galerien und kleine Boutiquen für ein lebendiges Bild. Bei Jung und Alt beliebt ist beispielsweise das breit aufgestellte Kultur- und Kommunikationszentrum Lagerhalle.
Vis á vis des Altstadtportals befindet sich das Felix-Nussbaum-Haus, das die Werke des verfolgten Osnabrücker Malers in kühler Kulisse des Architekten Daniel Liebeskind präsentiert.
Ein weiterer berühmter Sohn der Friedensstadt ist der Schriftsteller Erich-Maria Remarque, dem am Marktplatz in Kooperation mit der Hochschule ein eigenes Forschungszentrum gewidmet ist.
Als Aushängeschild im Osnabrücker Land gilt die Varusschlacht. Im Museum und Park Kalkriese können sich nicht nur Historiker auf die Spuren der Römer und Germanen begeben.
Ruhe und Entspannung werden im Carpesol in Bad Rothenfelde vermittelt. Die neue Spa-Therme am Teutoburger Wald gilt als eine der modernsten und attraktivsten Anlagen Deutschlands und vereint unter ihrer 16 Meter hohen Glaskuppel Wellness, Sauna und Spitzengastronomie.
Ganzjährigen Bade- und Saunaspaß verspricht auch das Nettebad in Osnabrück mit Norddeutschlands höchstem Rutschenturm. Beim fast freien Fall durch die 94 Meter lange " Sloop"- Rutsche kommen auch waghalsigste Wasserratten auf ihre Kosten.
Rund 200 Meter hoch ist die Aussichtsplattform über dem Kultur- und Landschaftspark Piesberg. Das nahe des Steinbruchs gelegene Museum Industriekultur bietet neben bewegter Geschichte zum Beispiel auch spannende Geo-Caching-Touren an.
Tierischen Zeitvertreib bietet sich allen großen und kleinen Touristen im Osnabrücker Zoo, dessen einzigartiges Waldgelände am Schölerberg rund 3000 Tiere beherbergt und stetig erneuert wird.
Über diese ganzjährigen Attraktionen hinaus bietet der Veranstaltungskalender der Stadt Osnabrück viele saisonale Highlights wie die Maiwoche. Das European Media Art Festival (EMAF) wird im April 2014 wieder zum bedeutenden Forum internationaler Medienkunst. Erst einmal taucht aber der Historische Weihnachtsmarkt (laut Umfrage des NDR und einer Studie der Welt am Sonntag einer der schönsten im Land) das Zentrum ab dem 25. November wieder vier Wochen lang in leckeren Glühwein-, Zimt- und Mandelduft.

Osnabrück - Mit einem Festakt im Osnabrücker Schloss vollzog die Universität Osnabrück am 1. Oktober, den Präsidentenwechsel. Nach neunjähriger Amtszeit verabschiedete sich Prof. Dr-. Ing. Claus Rollinger in den Ruhestand und übergab die Universitätsleitung an den Göttinger Wissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Lücke. An dem Festakt nahmen die niedersächsische Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur teil.

In seiner Antrittsrede appellierte der neu ernannte Präsident Lücke an die " Freiheit der Wissenschaft" im Humboldtschen Sinne. " Die Wissenschaft und die Universität müssen frei sein von jeglichem Einfluss - frei von staatlichem, politischen, religiösem und wirtschaftlichem Einfluss." Wissenschaftliches Arbeiten bedeute systematische und nachvollziehbare und ergebnisoffene Erkenntnissuche. Das heißt: " Wir können und dürfen nicht immer gleich auf technische, wirtschaftliche oder auch pädagogische Verwertung schauen, auf den in Euro und Cent zu messenden Nutzen."

Präsident Lücke dankte seinem Vorgänger für das große Engagement bei der Weiterentwicklung der 40 Jahre jungen Universität. Den Generationswechsel in der Professorenschaft habe die Universität Osnabrück mit Bravour gemeistert. Durch die Berufungen seien bewährte Profile der Universität gestärkt und neue Akzente gesetzt worden. " Das ist ein entscheidendes Pfund für die zukünftige Entwicklung und das Schicksal der Universität Osnabrück", sagte Lücke.

Prof. Rollinger hat die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen weiterentwickelt und ausgebaut und diese Aufgabe als ein strategisches Kernziel der Universität definiert. Die Prävention berufsbedingter Hauterkrankungen sowie die frühkindliche Bildung und Entwicklung sind weitere Schwerpunkte. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz hat seit 2011 eine Außenstelle an der Universität Osnabrück. Eine Fraunhofer Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Themen E-Learning und Wissenskommunikation im Zusammenspiel mit intelligenten Datenanalyseverfahren.

Ganz besonders liegt dem neuen Präsidenten das Wohl der Studierenden am Herzen. Der 57-Jährige war vor seinem Wechsel nach Osnabrück Vizepräsident für Studium und Lehre an der Georg-August-Universität Göttingen. " Wir müssen den Studentinnen und Studenten nicht nur eine exzellente fachwissenschaftliche Bildung bieten, sondern ihnen auch Freiräume im Studium gewähren. Und das ist möglich, auch wenn von manchen noch immer der Bologna-Teufel an die Wand gemalt wird."

Wichtig sei für die Studierenden heute das Nebeneinander verschiedener Lehr- und Lernformen mit veränderten technischen Möglichkeiten wie Open Online Courses (MOOCs), Podcasts, iTunesU. Auch müssten die Präsenzphasen an der Universität zweckmäßiger gestaltet werden, nicht zuletzt um den Herausforderungen eines Life-Long-Learning, der Diversität der Studierenden und der Inklusion nachzukommen, so der Präsident.

Lücke wünscht sich ein Lern- und Studienzentrum zusammen mit der Hochschule Osnabrück, um die Kommunikation der Studierenden untereinander zu fördern. Denkbar wäre für ihn, dies mit einem Osnabrücker Friedenskolleg zu verbinden. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, den benachbarten Hochschulen und Forschungseinrichtungen will Präsident Lücke weiter fördern.

Sorgen bereitet dem neuen Präsidenten die knappe finanzielle Ausstattung der Universität Osnabrück. " Um im Wettbewerb der Universitäten weiterhin zu bestehen, um die besten Köpfe - sowohl in der Wissenschaft, in der Verwaltung und bei den Studierenden - zu bekommen und zu halten und renommierte Projekte und Einrichtungen zu sichern, brauchen wir finanzielle Planungssicherheit."

Sein vorrangiges Ziel sei es, nach einer Standortanalyse die Universität Osnabrück in die Lage zu versetzen, mehr Drittmittel zu akquirieren. Neue Forschungsgebiete müssten dafür schnell identifiziert und strategisch erschlossen werden. " Ich möchte gerne Präsident einer Universität sein, die versucht, in einzelnen Bereichen Strahlkraft zu erlangen oder zu vertiefen."

Prof. Rollinger schätzt seinen Nachfolger als guten Kenner der Wissenschaftslandschaft ein, der viel Erfahrung aus dem Göttinger Präsidium mitbringe. " Die Universität Osnabrück ist gut aufgestellt, und ich freue mich, dass wir Prof. Lücke für das Präsidentenamt gewinnen konnten. Ich bin überzeugt, dass er die Entwicklung der Universität erfolgreich fortführen wird."
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Amtsübergabe: Der neue Präsident, Prof. Dr. Wolfgang Lücke (l.), dankt seinem Amtsvorgänger, Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger, für sein Engagement.
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Uni Osnabrück

Zur Person
Prof. Dr. Wolfgang Lücke studierte Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen, an der er auch promoviert wurde und wo er sich 1993 mit einer Arbeit zum Thema " Mikrowellenbehandlung pflanzlicher Produkte" im Fach Agrartechnik habilitierte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Regenerative Energien, thermische Solarenergienutzung, Mikrowellen- und Hochfrequenztechnik sowie Qualitätssicherung und Nacherntetechnologie. Seit Oktober 2008 war Prof. Lücke Vizepräsident für Lehre und Studium der Georg-August-Universität Göttingen.
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Prof. Dr. Wolfgang Lücke

Osnabrück - Was der Verkehrspolizist auf der Kreuzung ist, ist an der Universität Osnabrück das StudiOS: " Da werden Sie geholfen" - im wahrsten Sinne des Wortes, nur in sehr viel besserem Deutsch. Das Gebäude mit dem gelben Spiralemblem am Eingang beherbergt alles, was das im Bürokratiedschungel verirrte Studierendenherz begehrt.

Erste Anlaufstelle ist immer der Info-Point. Egal, ob man nicht weiß, welche Unterlagen für die Einschreibung noch fehlen oder wo genau man jetzt hin muss, um einen beglaubigten Ausdruck seines Transcript of records zu bekommen oder man auch einfach nur einen Lageplan der Unigebäude braucht, die freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Info-Point wissen alles, und wenn einmal doch nicht, dann zumindest, wer einem weiterhelfen kann. Wer es nicht persönlich während der Öffnungszeiten schafft, kann auch per Telefon 05 41-9 69 77 77oder E-Mail studios@ uini-osnabrueck.de die Information erhalten, schnell und zuverlässig.

Gleich neben dem Info-Point befindet sich auch das Studierendensekretariat, das für alles was mit Immatrikulation, Urlaubssemester, Semestergebühren und Exmatrikulation zusammenhängt zuständig ist. Auch hier gilt: Wenn nicht persönlich, dann per Telefon oder E-Mail.

Wer noch nicht so genau weiß, was er eigentlich studieren möchte, zwischen mehreren Möglichkeiten schwankt, oder merkt, dass das, was er gerade studiert doch nicht so seins ist, findet im ersten Stock des StudiOS bei den freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Zentralen Studienberatung kompetente Orientierungs- und Entscheidungshilfe.

In gleichem Maße beratend und helfend zeigen sich die BAföG-Beauftragten und Finanzberater des Osnabrücker Studentenwerks im zweiten Stock, die über die unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten informieren und bei der Zusammenstellung der Unterlagen behilflich sind.

Wichtig für Studenten mit Fernweh ist das Akademische Auslandsamt. Hier informieren, beraten und unterstützen unter anderem Beate Teutloff und Verena Blum Studierende beim Planen und Durchführen von Auslandsaufenthalten in den unterschiedlichsten Winkeln der Welt; sei dies nun als Praktikum, Auslandssemester oder Fremdsprachenassistenz. Wichtig: Zeitig informieren und rechtzeitig bewerben!

Ganz oben unterm Dach schließlich versteckt sich PATMOS, das Mehrfächerprüfungsamt, wichtig für alle, die einen Studiengang mit zwei Fächern studieren und die KoPro, die Koordinationsstelle Professionalisierungsbereich. Jeder, der nicht auf Lehramt studiert, wird hier früher oder später einen Schein einreichen.

Ann-Christine Wöhler, die Sachgebietsleiterin für Allgemeine Dienstleistung an der Universität Osnabrück, fasst zusammen: " Das StudiOS versucht den Studierenden den Einstieg ins Studium und den Weg durch das Labyrinth der Uni-Bürokratie zu erleichtern, indem es an den wichtigen Punkten umfassende Informationen und Hilfestellungen bietet."
Bildtexte:
Das StudiOS versteht sivch als wegweiser und Anlaufstelle für Studierende.
Das StudiOS-Gebäude am Neuen Graben 27 (kleines Foto): Hier finden Studierende sowie Studieninteressierte die richtigen Ansprechpartner (großes Foto).
Zeichnung:
Lena Pflüger
Fotos:
Uni Osnabrück

Osnabrück - Man kennt das ja. Der Student von heute sitzt. Er sitzt in der Vorlesung, danach sitzt er am Schreibtisch, zu Hause oder in der Bibliothek. Abends sitzt er vor dem Fernseher oder in der Bar, und schließlich sitzt er noch im Bett und liest ein Buch. In der Mittagspause sitzt er in der Mensa. Zwischendurch sitzt er im Bus oder im Auto, selbst auf dem Fahrrad sitzt er. Und ab und an sitzt er auf der Toilette. Nach all dem Sitzen bleibt das Gefühl, der Körper sei zusammengestaucht und das dringende Verlangen sich zu recken und zu strecken macht sich breit. Wie gut jetzt Bewegung tun würde. Dazu kommt, dass der Student während er so da sitzt immer wieder gern auf Nervennahrung, wie Chips, Kekse und Schokolade, zurückgreift. Nun wird der gestauchte Körper auch noch ein scheinbar immer dicker werdender Körper.

Wie gut dagegen Bewegung hilft. Um genau diese wohltuende und ganz nebenbei gesundheitsfördernde Bewegung soll es hier gehen. Das Zentrum für Hochschulsport der Universität und Hochschule Osnabrück (ZfH) heißt die Studenten und Bediensteten auf seiner Homepage herzlich willkommen. Hier werden über 70 verschiedene Sportarten angeboten - und es werden jedes Semester mehr.

Das vielfältige Angebot bietet jedem, Sportniete oder Ass, Anfänger oder Fortgeschrittener, den richtigen Kurs: Neben den klassischen Ballsportarten, Basketball, Volleyball, Hand- und Fußball, in denen die Teilnehmer die Dynamik des Mannschaftssports erleben, werden auch diverse Kampfsportarten angeboten. Bei Karate, Kickboxen und Iaido, übrigens ein japanischer Schwertkampf, lernen die Teilnehmer, Schnelligkeit mit präzisen Bewegungen und Muskelkraft zu verbinden. Capoiera bietet den Teilnehmern eine gute Mischung aus Kampf, Akrobatik und Tanz.

Tanzen darf beim Hochschulsport natürlich nicht fehlen, denn wer nicht tanzt, weiß nicht, wie man richtig feiert. Es geht aber auch exotischer mit Bollywood Dance, Orientalischem Tanz oder Salsa. Die perfekte Verknüpfung von Tanz und Gymnastik bietet der Zumba-Kurs. Wer auf Tanz, aber nicht Musik verzichten möchte, kann sich bei Bauch Beine Po, Fitness- und Konditionsgymnastik fit halten. Ein bisschen ruhiger geht es in den Kursen Jonglieren, Yoga und Pilates zu. Konzentration und körperliche Anstrengungen sind aber auch in diesen Kursen nicht zu unterschätzen.

Alle Wasserratten können ihren Sport ins unieigene Schwimmbad verlegen und an Kursen wie Aquajogging und Aquapower teilnehmen. Die Uni unterhält außerdem Beziehungen zu den Wassersporteinrichtungen der Umgebung, zum Beispiel am Dümmer und Alfsee, sowie zu " Outside Surf Travel". So werden Surf, Wasserski und Wakeboard Kurse und sogar das Wellenreiten an der Atlantikküste Südfrankreichs ermöglicht. Die Unterwasserwelt wird den Studenten mit Tauchkursen zugänglich gemacht. Wer sich also gern ins kühle Nass begibt, packt die Badehose ein und nimmt seine Kommilitonen mit.

Bleiben wir beim Outdoor Sport, diesmal aber im Trockenen. Zum Glück ist in einer kleinen Stadt wie Osnabrück alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Aber wie wäre es mal etwas extremer? Mit dem Mountainbike das Umland Osnabrücks erkunden, problemlos zur Uni joggen, wenn man mal spät dran ist, oder sein Ziel auf direktem Wege, ungeachtet der Hindernisse, erreichen. Probiert es aus in den Kursen Mountainbiking, Parkour und beim Lauftreff!

Es wurden nun 29 Sportkurse aus den unterschiedlichsten Disziplinen angesprochen. Damit haben wir über die Hälfte des Angebots nicht erwähnt. Deshalb einfach mal selbst nachschauen auf der Internetseite des Zentrums für Hochschulsport der Universität und Hochschule Osnabrück. Hier finden sich auch wichtige Informationen zu Terminen, Sportstätten und Kosten für jeden Sportkurs. Die Preise variieren je nach Sportkurs, einige sind sogar kostenfrei. Was für die jeweiligen Sportkurse zu beachten oder mitzubringen ist, all das lässt sich auf der Internetseite www.zfh.uni-osnabrueck.de nachlesen.

" Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer in unseren Kursen. Der Sport ist immer ein guter Ausgleich zur Arbeit und in einer Gruppe ist die Motivation zur Bewegung gleich viel größer", so der Leiter des ZfH Maik Vahldieck. " Das gesamte Sportprogramm liegt auch in gedruckter Form in unserem Hochschulsportmagazin SPORTLIGHT vor, in dem auch Artikel rund um die Lebenswelten der Studenten erscheinen."

Ist der richtige Sportkurs gefunden, gerne auch die richtigen Kurse, erfolgt die Anmeldung über die Lehr- und Lernplattform stud.IP. In Windeseile ist man für seine Kurse angemeldet und die Sporttasche kann bereitgestellt werden. Dann heißt es nach der Vorlesung, nach Hause, die Trainingsklamotten geschnappt und ab zum Sport. Denn mit regelmäßigem Sport lässt sich nicht nur der Körper fit halten, auch der Geist wird belebt und erleichtert so das Lernen. Und ganz wichtig: Wer schneller lernt, der sitzt weniger.
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Auch Kickboxen lässt sich an der Uni lernen.
Ein tolles Team: Die Trainingsleiterinnen und - leiter
Sportlight informiert
Auch ein Angebot des Unisports: Lacrosse-Training.
Fotos:
Universität Osnabrück

OSNABRÜCK . Was liegt näher als ein Studium in der Ferne? Beim Akademischen Auslandsamt (AAA) der Universität Osnabrück kaum etwas. Wer während des Studiums über den Tellerrand blicken und wertvolle - nicht nur akademische - Erfahrungen im Ausland sammeln möchte, ist hier bestens aufgehoben.
Denn neben der Koordination sämtlicher internationaler Beziehungen der Universität, der Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten mit zahlreichen Partneruniversitäten in Europa, Nord- und Südamerika und Asien sowie der Betreuung von ausländischen Studierenden, Promovierenden und Gastwissenschaftlern unterstützt das weltläufige Team um Miriam Zeilinger, die das Amt seit 2011 leitet, auch Osnabrücker Studierende, die es eine Zeit lang in die Ferne zieht.
Gründe für einen Studienaufenthalt im Ausland gibt es genug. Der Ausbau und die Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz vor Ort ist dabei nur ein Aspekt des vielfältigen Mehrwerts, den ein Studium in der Ferne in sich birgt.
Andere Perspektiven
" Mein Auslandsaufenthalt hat mir ermöglicht, nicht nur die englische Sprache besser beherrschen zu können, sondern auch kulturelle Kompetenzen auszubauen und persönlich an Erfahrung zu gewinnen", berichtet zum Beispiel Andrea Kampmann, die Englisch und Musik studiert und im vergangenen Wintersemester vier Monate lang an der State University of New York in Oswego studiert hat.
Der Aufenthalt habe ihr geholfen, " die eigene Denkweise zu hinterfragen, alte Vorurteile zu überwinden und andere Perspektiven zu erkennen, zu verstehen und zu akzeptieren". Die " Begegnung mit einer fremden Kultur" habe sie zudem " zu einem politisch und gesellschaftlich aktiveren Menschen gemacht", einen " tiefen Eindruck hinterlassen" und ihre " persönliche Entwicklung mit vielen wertvollen Erfahrungen bereichert".
Rund 100 Osnabrücker Studierende nutzen jährlich ebenso wie Andrea Kampmann die Gelegenheit, an einem direkten Austauschprogramm an einer der Partner-Hochschulen in Übersee teilzunehmen und auf diese Weise nicht nur ihre Fremdsprachensicherheit, sondern auch ihre Persönlichkeit zu stärken. Aber auch für vergleichsweise heimatnähere Studienaufenthalte im Ausland hält das AAA zahlreiche Fördermöglichkeiten bereit. Allein über das europäische ERASMUS-Programm zur Förderung der intrakontinentalen Zirkulation von Praktikanten und Studierenden erhalten inzwischen weit mehr als 200 hiesige Studierende im Jahr die Möglichkeit, etwa in Großbritannien, Irland, den BeNeLux-Staaten, Frankreich, Spanien oder Italien einen angenehmen Tapetenwechsel sinnvoll mit einem nützlichen Wissens- und Erfahrungszugewinn zu verknüpfen.
Sinnvolle Vorbereitung
Aber auch für alle, die es über den Kontinent hinaus noch weiter in die Ferne zieht, um ihren fachlichen wie auch persönlichen Horizont nachhaltig und vielschichtig zu erweitern, stehen Austauschprojekte mit Partneruniversitäten nicht nur in den USA, sondern auch in Kanada, Australien, Lateinamerika und Asien zur Verfügung.Bis zum dritten Studienjahr sollte man allerdings mit dem Auslandsaufenthalt warten, rät Beate Teutloff, die seit 1990 im AAA tätig und als stellvertretende Leiterin für alle so genannten " Outgoings" zuständig ist. Denn bis dahin hätten sich die vom Fernweh geplagten Studierenden an ihrer Heimat-Uni einen soliden " fachlichen Grundstock erarbeitet", um den Mehrwert des Auslandsstudiums auch optimal ausschöpfen zu können. Im Vorfeld sollte die sorgfältige Planung des Schrittes in die Ferne, auf den man sich mindestens ein halbes Jahr lang vorbereiten sollte, nicht unterschätzt werden. Wertvolle Informationen über die verschiedenen Fördermöglichkeiten, Bewerbungsmodalitäten und - fristen liefern neben persönlichen, individuell zugeschnittenen Beratungsterminen auch verschiedene regelmäßige Veranstaltungen des AAA zur allgemeinen Orientierung in Bezug auf ein Studium im Ausland (siehe Infobox).
Ob allgemeine studentische Erstberatung und Übersicht über die Bewerbungstermine noch vor einem individuellen Beratungsgespräch, Informationsstunden über Förderungsmöglichkeiten für Studienaufenthalte in bestimmten Ländern, Regionen oder Sprachräumen oder konkrete Bewerbungstipps: Die erfahrenen und sachkundigen Mitarbeiterinnen des AAA helfen und sorgen dafür, dass sich Studieren im Ausland lohnt und in mehrfacher Hinsicht einen Mehrwert garantiert. Auf ebenso vielfache wie vielfältige Weise.
Kontakt: Akademisches Auslandsamt (AAA), Neuer Graben 27, Tel. 0541/ 969-4599, E-Mail: aaa@ uos.de
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Kontakte in alle Welt: Das Kernteam um Leiterin Miriam Zeilinger (Mitte).
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AAA

Informationsveranstaltungen zum Studium im Ausland
Neben einer persönlichen Beratung ohne vorherige Terminvereinbarung montags und mittwochs von 14 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr und mit Termin über den Info-Point von StudiOS dienstags von 10 bis 12 Uhr bietet das Akademische Auslandsamt (AAA) im Wintersemester 2013/ 14 an verschiedenen Terminen vier unterschiedliche Informationsveranstaltungen zum Studium im Ausland an: Einführende Erstberatung und Übersicht über Bewerbungstermine: 29.10., 05.11., 19.11., 03.12. und 10.12., jeweils 12 bis 13 Uhr im Raum 15/ 130 im Erweiterungs (EW)- Gebäude des Schlosses, darauf aufbauend: Infos über konkrete Förderungsmöglichkeiten für Studienaufenthalte im romanischen Sprachraum (Frankreich, Belgien, Schweiz, Italien, Spanien, Lateinamerika: 30.10. und 27.11.) und im anglophonen Sprachraum (Großbritannien, Irland, USA, Kanada, Australien, Neuseeland: 06.11., 20.11. und 04.12.) sowie Bewerbungstipps für einen Austauschplatz an einer Partneruniversität oder im Rahmen des ERASMUS-Programms: 11.12. und 22.01.jeweils 12 bis 13 Uhr im Raum 15/ 134 im EW-Gebäude.

OSNABRÜCK. " Studienzeit ist Lebenszeit" besagt ein Sprichwort. Das Hochschüler trotz Studiengebühren neben Hörsaal, Bibliothek und Labor noch eine Reihe anderer Bedürfnisse haben, wissen auch die Betreiber der Osnabrücker Bars und Clubs, die speziell zum Semesterstart in die Party-Offensive gehen.
Einer, der schon seit Jahren Spaß daran hat, Bewegung in die Studentenszene zu bringen, ist der wissenschaftliche Mitarbeiter Daniel Klusmann. Nach seinem Master of Information Systems promoviert der 28-jährige Wirtschaftswissenschaftler zurzeit an der Uni Osnabrück und initiiert immer wieder Veranstaltungen für Studenten.
An welchem Projekt tüftelst Du aktuell?
Am 21. September ist auf gemeinsame Initiative meines Kommilitonen Adrien Renauldon und mir die Internetseite " Studentenleben Osnabrück" online gegangen. Unter www.studentenleben-os.de finden Studenten seitdem viele nützliche Infos rund ums Studieren und Leben vor Ort - zum Beispiel wo die großen Erstsemesterpartys stattfinden, aber auch kritische Gedanken, etwa zum Thema Studiengebühren an den verschiedenen Standorten. Erstellt wird die Seite in Kooperation mit dem Internetportal " Nachtleben Osnabrück".
Wozu ein örtliches Portal?
Wir finden, dass es bislang noch kein geeignetes Netzwerk für Studenten gibt, das sowohl das Nacht-, als auch das Tagesgeschehen vereint. Man hat eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu informieren, etwa über Flyer in der Mensa, die Fachschaften, spezielle Medien und natürlich Facebook. All das würden wir gerne bündeln. Für das Projekt suchen wir noch Studenten, die Lust haben, sich unters Partyvolk zu mischen, Fotos zu machen oder vom Geschehen an den Hochschulen zu berichten.
Welches sind die zurzeit angesagtesten Partys?
Für Studenten ganz klar folgende Partys: Dienstags steigen sowohl im Mondflug als auch im Sonnendeck immer Studentenpartys. Mittwochs kann im Glanz & Gloria und im Neo abgetanzt werden. Donnerstags setzt die Kleine Freiheit alternative Akzente.
Apropos alternativ. Hat sich die studentische Ausgehszene in den letzten Jahren verändert?
Das Publikum ist meiner Meinung nach jünger geworden. Außerdem ist das Angebot in allen Clubs inzwischen Mainstream-lastiger. Viele Veranstalter geben zum Semesterstart richtig Gas, verteilen Freikarten etc. Neben den kommerziellen Clubs sind natürlich aber auch die EW- und FH-Partys und die Partys der einzelnen Fachschaften nicht zu unterschätzen, obwohl sie leider aufgrund diverser neuer Regularien weniger geworden sind.
Bei welchen Veranstaltungen ziehst Du noch die Fäden?
2010 habe ich das " Osnabrücker Bierdiplom" ins Leben gerufen, das die Studenten seitdem zwei Mal im Jahr zum Streifzug durch die Clubs und Kneipen der Stadt einlädt. Inzwischen gibt es auch eine Altstadt-Edition der Veranstaltung. Am 21. Oktober findet im Hörsaal am Westerberg die fünfte Ausgabe der " Abendvorlesung" statt. Dieses Mal strapazieren die durch 1-Live bekannten Comedians Christian Schiffer und Maxi Gstettenbauer die Lachmuskeln. Unter dem Titel " Profs der Nacht" begeben sich am 30. Oktober außerdem wieder einige Lehrende der Hochschulen an die Decks der Clubs Five Elements und Kleine Freiheit.
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Daniel Klusmann
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J. Kollorz

Osnabrück. " Wir haben einen unregelmäßig stattfindenden Stammtisch im Culina. Dort kann man gut sitzen, plaudern und Cocktails trinken. Der Service stimmt und die Preise sind moderat", sind sich Katja Hensiek, Lena Splinter und Stefanie Rittershaus einig. . " Tanzen gehen wir eigentlich nur im Sonnendeck", verraten die Lehramts-Studentinnen der Fächer Spanisch und Geografie. " Wenn " Uni-Royal-Partys" sind oder am Wochenende gehen wir auch schon mal ins Alando", fügen die drei hinzu, bevor sie die Köpfe wieder über dem Lehrstoff zusammenstecken.
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Trinken gerne Cocktails: Katja Hensiek, Lena Splinter und Stefanie Rittershaus
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J. Kollorz

Osnabrück. Die Organisation einer Uni punktet nicht unbedingt durch Übersichtlichkeit. Irgendwo zwischen Stabsstellen, Dezernaten und Fachbereichen steht als Gremium studentischer Selbstverwaltung der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA). Der schlägt mit einem kleinen Posten bei der Berechnung der Semestergebühren zu Buche und kümmert sich um das Semesterticket. Und um noch ein paar Sachen mehr.

Die konkrete Tätigkeit des AStA zu definieren, ist gar nicht so leicht. AStA-Mitglied Stefan Kleinewördemann denkt kurz nach. Es gebe zwei Zugriffsmöglichkeiten, sagt er dann. Eine organisatorische und eine inhaltliche. Organisatorisch sei der AstA das exekutive Organ der verfassten Studentenschaft, eine studentische Regierung, wenn man so will. Eingesetzt wird er vom Studierendenparlament, 13 Mitglieder arbeiten in neun Referaten mit hochschulpolitischer Relevanz, die Legislaturperiode dauert jeweils ein Jahr.

Das Inhaltliche ließe sich nicht ganz so konkret auf den Punkt bringen. Zum einen sei da die politische Komponente, erklärt Kleinewördemann. Der AStA als Teilkörperschaft des öffentlichen Rechts sei zwar formal der Uni und ihren rechtlichen Rahmenbedingungen angegliedert, genieße aber praktisch eine weitgehende Autonomie in seiner Arbeit. " Als Vertretung der Studierenden stehen wir im ständigen Kontakt mit der Uni-Leitung und versuchen, Einfluss auf deren Entscheidungen zu nehmen", so Kleinewördemann.

Auf Hochschulebene kommen dem AStA eine beratende Funktion sowie ein Stimmrecht zu, seine Eingaben fänden durchaus Gehör: " Wir sitzen mit am Verhandlungstisch, ein nicht unerheblicher Teil unserer Ansichten wird auch berücksichtigt."

Kleinewördemann selbst ist beim AStA im Referat für Finanzen, neben der Hochschulpolitik bestehe der Arbeitsalltag vor allem darin, einen Mehrwert für die Studierenden zu schaffen: " Zu unseren Aufgaben gehören Beratung und Unterstützung sowohl der Fachschaften als auch einzelner Studenten, zudem fungieren wir beispielsweise als Mediatoren bei Konflikten zwischen Studierenden und Lehrenden."

Von Unterstützung bei Umzügen und Wohnungssuche über BaföG-Beratungen bis hin zur Vergabe von Mini-Krediten reiche das Spektrum von Service-Angeboten, zudem sei der Asta um ein klassisches Bildungsideal bemüht: " Wir sehen die Uni als Bildungs-, nicht als Ausbildungseinrichtung und fördern im Rahmen unserer Möglichkeiten die Vermittlung eines möglichst breiten Wissensspektrums sowie eines interdisziplinären Austauschs." Die Allgemeinen Studierendenausschüsse in ihrer heutigen Form seien nicht zuletzt Ergebnis eines sozialen Wandels, in dessen Folge das Studium vom exklusiven Privileg einer Elite zur Möglichkeit für die Massen wurde.

" Der AStA", sagt Kleinewördemann, " ist auch Manifestation veränderten studentischen Selbstbewusstseins, das in den einst autoritären Bildungseinrichtungen sein Recht auf demokratische Partizipation durchgesetzt hat."
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Mehr als nur Semestertickets: Stefan Kleinewördemann erklärt den AStA.
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Markus Pöhlking

Der AStA

Der AStA gliedert sich in 9 Referate: Verkehr, Ökologie, Soziales, Finanzen, Hochschulpolitik, Politische Bildung, Fachschaften, Kultur sowie Öffentlichkeitsarbeit. Hinzu kommen die autonomen Referate für ausländische Studierende, lesbische und andere Frauen sowie für Schwule. Zum ASta-Mitglied kann jeder Studierende gewählt werdenFinanziert wird der AStA aus den Semesterbeiträgen.

Osnabrück. Der Hörsaal der Zukunft ist vielleicht überall dort, wo ein Internetanschluss und ein entsprechendes Endgerät vorhanden sind: Die Verlagerung der akademischen Lehre ins Virtuelle schreitet voran, für die Verfügbarkeit und die Vermittlung von Wissen ist der Umbruch Herausforderung und Chance. Seit 2002 gibt es an der Universität Osnabrück das virtUOS als fächerübergreifende Einrichtung zur Bündelung von Entwicklungen in den Bereichen eLearning, Campus- oder Lernmanagement.
Geschäftsführer Andreas Knaden ist ein Mensch mit Visionen: " Wir bringen den Hörsaal in die Mitte der Gesellschaft", entwirft er eine Perspektive dessen, was zu den Hauptaufgaben seiner Einrichtung zählt: Die Transformation der Lehre. Die ist nicht zuletzt auch als Reaktion auf die zunehmende Diversität der Studierenden notwendig: " Der Student der Zukunft wird immer seltener der klassische Abiturient sein", sagt Knaden.
Zugangsbedingungen der Hochschulen würden den Erfordernissen der Bildungsgesellschaft angepasst, immer mehr Menschen gingen über den zweiten Bildungsweg, mit abgeschlossener Ausbildung oder berufsbegleitend ins Studium. Deren Lebensentwürfe und - realitäten erforderten eine flexiblere, von Ort und Zeit gelöste Art der Lehre, einiges davon realisiere man bereits heute: Manche Vorlesungen würden für das eLearning-Angebot der Uni Osnabrück aufgezeichnet und den Studierenden im Web zugänglich gemacht, in Seminaren oder Konferenzen diskutiere man per Videoschaltung - auch mit Studierenden anderer Unis.
Den wissenschaftlichen Austausch zu gewährleisten, dem Nutzer von eLearning-Content mehr zu bieten als nur die Rolle des passiven Konsumenten - das gelte es zu meistern, um einem Substanzverlust der Lehre vorzubeugen. Knaden deutet auch die Vielschichtigkeit der Aufgaben an, die virtUOS bearbeitet: " Unterschiedliche Fächer brauchen eine unterschiedliche Darstellung."
Viele Universitäten überließen die Entwicklung des eLearnings den einzelnen Fachbereichen selbst, die Bündelung dieser Aufgabe auf eine Institution wie in Osnabrück wertet Knaden als Vorteil: " Mit dem virtUOS haben wir die notwendige technische Expertise unter einem Dach." Die Gestaltung der konkreten Inhalte bleibe Sache der verschiedenen Fachbereiche und Institute, " wir kümmern uns darum, Lösungen zu entwickeln, die an ihren Einsatzorten von jedem ohne große Vorkenntnisse eingesetzt werden können." Vieles, was Knaden im Gespräch skizziert, ist noch Zukunftsmusik, deren Ouvertüre aber längst im Alltag der Studierenden vernommen wird. An der Uni, aber auch an der Hochschule Osnabrück zeichnet virtUOS beispielsweise durch die Plattform Stud.IP verantwortlich für das Kurs-Management der Studierenden, die Betreuung von Wikis oder Opensource-Angeboten zählt ebenfalls zum Alltagsgeschäft. Dessen Status quo wird nicht nur verwaltet, sondern kontinuierlich verändert: " Bei Stud.IP ist es jetzt einfacher, Klausuren und Leistungen den entsprechenden Modulen zuzuordnen", benennt Knaden eine Neuerung zum beginnenden Semester.
Ebenfalls ganz frisch: Das Personal-Benchmarking. " Anhand ihrer Noten können Studierende damit ein persönliches Schwerpunktprofil errechnen lassen", erläutert Knaden. " Natürlich vertraulich und nur für den Studierenden selbst einsehbar", fügt er hinzu, zur Arbeit von virtUOS zähle schließlich auch Datensicherheit .
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Heimkino mit wissenschaftlichem Auftrag: VirtUOS-Geschäftsführer Andrea Knaden.
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Markus Pöhlking

Osnabrück. Wie Steve Jobs soll kein Firmengründer in Osnabrück künftig sein Unternehmen aufbauen müssen. Der residierte die erste Zeit mit " Apple" in einer Garage. Start-Up-Unternehmer an der Hase hingegen können es komfortabler haben: Im kommenden Frühjahr soll das Innovationscentrum an der Sedanstraße ihnen Raum und Infrastruktur bieten.

Wie ein " U" sieht der Grundriss des dreistöckigen Gebäudes aus, das derzeit auf einem Teil der ehemaligen Scharnhorstkaserne errichtet wird. An der Sedanstraße, in der Nähe vom Campus Westerberg mit Hochschule und Universität baut die Innovationscentrum Osnabrück GmbH (IOC) ihr Gebäude.

Im Visier als künftige Mieter: Innovative, technologie-orientierte Jungunternehmen, Institute und Einrichtungen, Ausgründungen aus Uni und Hochschule, An-Institute und Beratungseinrichtungen, so zählt es Thomas Büdden zunächst auf. Dann ergänzt der Prokurist des IOC: " Eine direkte Anbindung an Uni und Hochschule ist nicht notwendig." Zudem könnten die Mieter auch einen geisteswissenschaftlichen Bezug haben. Es gäbe bereits Interessenten mit diesem Hintergrund. Innovativ, das müsse sein. " Wir prüfen die Bewerber darauf", betont Büdden.

Auf den 5300 Quadratmetern Nutzfläche des zum Teil unterkellerten IOC können maximal 220 Mitarbeiter bzw. 30 Firmen ihren Platz finden. Der ist flexibel aufgeteilt. Es gibt kleine Büros, in denen lediglich ein Schreibtisch stehen kann, es gibt aber auch Büros für mehr Mitarbeiter. Zudem ist es möglich, mehrere Räume anzumieten. Zusätzlich gibt es Besprechungszimmer und Teeküchen auf jeder Etage.

Die Miete ist gestaffelt. So zahlen ganz junge Unternehmen sechs Euro/ Quadratmeter plus Servicepauschale, ab dem fünften Geburtstag sind neun Euro pro Quadratmeter fällig. Eigene Möbel können mitgebracht werden. " Wir sind ein Durchlauferhitzer", betont Büdden. Unternehmen können sich also maximal acht Jahre beim IOC einmieten. Dann müssen sie sich einen anderen Standort suchen. Maximal 49 Mitarbeiter dürfen die mietenden Unternehmen haben, um als " klein" zu gelten.

Die Idee, ein Innovationscentrum in Osnabrück anzusiedeln, sei einige Jahre her, sagt Büdden. Die Planung für diesen Standort habe im Jahr 2009 begonnen. Lange sei darüber diskutiert worden, ob die alte Kaserne umgebaut oder ein neues Gebäude errichtet werde. " Der Rat der Stadt hat dann beschlossen, ein neues Gebäude zu bauen", erzählt Büdden. Nun wird es ein Niedrigenergiehaus mit einigen Extras, wie überdachte Fahrradstellplätze und eine Dusche für verschwitzte Fahrradfahrer. Zudem gibt es einen geschützten Innenhof, der für Besprechungen und Pausen genutzt werden kann.

Zwar sei noch kein Mietvertrag abgeschlossen, die Nachfrage sei aber " richtig gut", meint Büdden. Für den Bau des IOC-Gebäudes hat die GmbH vier Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über das Land Niedersachsen erhalten.
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Auf der jetzigen Baustelle, die Thomas Büdden präsentiert, soll bald das Innovationszentrum seinen Betrieb aufnehmen.
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Hochschule Osnabrück/ Ralf Garten

Clevere Geschäftsidee gesucht

Im Vorfeld der Firmenkontaktmesse " Chance 2013" können Studierende mit einer cleveren und innovativen Geschäftsidee an einem Wettbewerb von IOC, Gründerhaus Osnabrück. Osnabrücker Land und Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen bewerben.

Die ersten drei Sieger können sich mit ihrer Geschäftsidee im Magazin " Osnabrücker Wissen" präsentieren und erhalten einen Gutschein für das ICO-Coworking. Außerdem gibt es Geschenke für die Freizeit.

Die Teilnehmer senden bis zum 21. Oktober eine E-Mail (info@ innovationscentrum-osnabrueck.de) mit folgenden Angaben an das IOC: Beschreibung der Geschäftsidee (max. 300 Wörter), Angaben zum Studium und Kontaktdaten. Wer teilnimmt, muss immatrikuliert sein; die Geschäftsidee soll im Zusammenhang mit dem Studium stehen und umsetzbar sein.

Die Gewinner werden am Donnerstag, 24. Oktober, um 12 Uhr während der Chance 2013 auf dem Messestand " Existenzgründung in der Region Osnabrück′ (FE15) in der Hochschule Osnabrück (Foyer, Albrechtstr. 30) bekanntgegeben. Dann werden auch die Preise verliehen

Osnabrück. Sparen müssen und trotzdem Spaß haben? Nach Tipps für freien Eintritt und anderen Ermäßigungen für Studierende haben wir ältere Semester gefragt - und einige Antworten erhalten, die wir gern Erstsemestern weitergeben.
Raphael Ma schreibt von einem Angebot des Sonnendecks, einem Club in der Lohstraße 22: Beim " Nachtseminar" gibt es für Studierende die Getränke zu einem günstigeren Preis. Geöffnet hat der Club dienstags, freitags und samstags ab 21 Uhr.
Eintrittspreise für Studierende hat der Zoo, so schreibt Lukas Wittsieker auf Facebook: Studis zahlen beispielsweise für eine Tageskarte statt 16 Euro nur 12, 50 Euro. Notwendig ist dafür die Vorlage des Studentenausweises.
Sebastian Sievers mag Sushi und rät, dienstags und donnerstags bei YouShiMe vorbeizugehen. Dann gebe es 20 Prozent Rabatt für Studierende.
Mona Bosse hat was für Dessous-Fans: " Für alle Mädels ein ganz schneller Tipp, Hunkemöller gibt bei Vorlage des Studentenausweises auf reguläre Ware (bei Aktionen klappt′s jedenfalls nicht) 10 Prozent. Find ich super, denn auch arme Studentinnen brauchen Plinten!" meint sie.
Autor:
Frank Henrichvark, Anne Spielmeyer, mlb, jop, uni, Ip, fm, Matthias Liedtke, poel


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