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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schnäppchenjäger in bester Kauflaune
Zwischenüberschrift:
Herbst-Flohmarkt im Moskaubad
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zur Mittagszeit ging es zwischen den vielen, bunten Flohmarktständen auf der Freibadwiese im Moskaubad nur noch schrittweise voran. Überall gab es auf den dicht bestückten Tapeziertischen etwas zu entdecken: Von klassischen Flohmarktsachen wie ausrangierten CDs und DVDs, Baby- und Kinderbekleidung und allerlei Nippes aus Plüsch und Porzellan bis hin zu gesuchten Sammlerstücken reichte das Angebot. Der Ausruf " Guck mal, das hatten wir früher doch auch!", war vielfach zu hören, und so wurde das eine oder andere Verkaufsgespräch zur Plauderei über vergangene Zeiten.
Studentin Stephanie Winterpacht hatte ein altes " Philips Stella"- Röhrenradio in Nussbraun zum Schnäppchenpreis von 10 Euro ergattert. " Mein Vater hat noch so ein Radio aus den Siebzigern, aber der hat seins bisher nicht rausgerückt", lachte die junge Frau. Die Tasten für UKW-Funk, Mittel- und Langwelle und die Skala mit den Stationennamen " M. Carlo", " Wien II" und " Rias-Berlin" hätten für sie schon wieder Kultcharakter. Jetzt hoffe sie nur noch, dass es auch funktioniere, wie der Verkäufer ihr versichert habe.
Nur privater Trödel
Das Erfolgsrezept des Flohmarkts im Moskaubad machte für Winterpacht genau wie für viele andere Besucher die Beschränkung auf private Trödler aus. " Jeder ist hier mit Spaß bei der Sache", meinte die Studentin. Am Rande gebe es deshalb viele nette Gespräche, die über das reine Verkaufen hinausgingen.
Um sich die besten Plätze zu sichern, hatten viele Beschicker sich schon ganz früh am Sonntagmorgen in die Schlange vor dem Freibad eingereiht. Aber auch einige Stunden später gab es noch gute Stellplätze am Rande der Liegewiese. Sabine Köhler aus Pye hatte es am Morgen ganz entspannt angehen lassen. Erst ein paar Stunden nach der Eröffnung um sieben hatte sie ihren Wäschetrockner, bestückt mit Kinderkleidung, aufgestellt. " Besonders die Markensachen sind begehrt", stellte die Mutter nach ihren ersten Verkäufen fest. Einige Freunde hätten ihr geraten, die Sachen doch besser im Internet zu versteigern, da dort höhere Preise zu erzielen seien, doch Köhler zog dem die fröhlich-wuselige Flohmarkt-Atmosphäre vor.
Flohmarktverkäufer Björn Janssen hatte unterdessen eine Wette mit seinem siebenjährigen Sohn Toni laufen: Im Wechsel sollten die beiden das jeweils " unverkäuflichste" Stück aus ihrem Angebot an den Mann oder die Frau bringen. " Heute Morgen habe ich schon eine Tasse mit einem aufgedruckten Kalender von 2009 verkauft", berichtete der Vater voller Stolz. Sein Verkaufsargument: 2015 stimme der Kalender ja wieder. Als nächstes Schätzchen hatten sich die beiden charmanten Verkaufstalente eine rosa Kinder-Kameratasche vorgenommen.
Über die vielen interessierten Besucher freute sich auch Georg Wesselkamp aus Bramsche, der an seinem Stand Spielzeug-Trecker, - Laster und - Feuerwehrwagen anbot. " Die richtigen Sammler trifft man aber eher auf den Börsen", wusste der Experte. Der Flohmarkt im Moskaubad sei zwar sehr schön, aber eher etwas für Familien.
Die Stadtwerke, die den traditionellen " Herbst im Moskau"- Flohmarkt veranstalten, verbanden den Markt wie in den vergangenen Jahren wieder mit einem guten Zweck. Liegen gebliebene Schwimmbrillen, Handtücher und Bademäntel wurden zugunsten des Kinderschutzbunds in Osnabrück verkauft, der damit ein Projekt zur Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter finanziert.
Bildtexte:
Sabine Köhler aus Pye zieht es vor, gebrauchte Kleidung auf dem fröhlich-wuseligen Flohmarkt anzubieten, anstatt im Internet.
Treffpunkt für ein Schnäppchen und nette Plaudereien war am Sonntag wieder der Herbstflohmarkt im Moskaubad.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Regine Bruns


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