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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mais versperrt die Aussicht am Westerberg
Zwischenüberschrift:
Spaziergänger verärgert über hohe Nutzpflanze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Westerberg gehört in Osnabrück zu den beliebtesten Naherholungsgebieten. Vor allem die schöne Aussicht über die Stadt hat es vielen Spaziergängern angetan. Doch die ist in diesem Jahr zumindest teilweise getrübt: An manchen Stellen versperrt Mais die Sicht.

Mais und Meinungsverschiedenheiten gehören seit einigen Jahren fest zusammen. Die bis zu drei Meter hoch wachsende Nutzpflanze aus der Familie der Süßgräser erregt die Gemüter: Landwirte betonen die Wichtigkeit des Maises nicht nur als Futtermittel für ihr Vieh, sondern auch als nachwachsender Rohstoff, der zur Energieerzeugung in Biogasanlagen oder zur Herstellung von Biokraftstoff genutzt wird. Natur- und Landschaftsschützer hingegen sprechen von einer Vermaisung″, die negative Auswirkung auf die Artenvielfalt habe.

Ein Spaziergänger, der am vergangenen Wochenende auf dem Westerberg unterwegs war, hatte einen anderen Grund, sich über diese brisante Pflanze aufzuregen: Die mannshohe Maispflanze versperre an dieser Stelle, an der man sonst sagenhaft auf Osnabrück blicken könne, die Aussicht, klagte er in einer E-Mail an unsere Zeitung.

Einen Teil der Fläche an der Caprivistraße/ An der Muesenburg, auf der der Mais wächst, hat die Stadt an einen Landwirt verpachtet. Die Stadtverwaltung wollte sich auf Nachfrage unserer Zeitung allerdings nicht zu diesem Thema äußern.

Der Landwirt hingegen, der den Mais auf dem Westerberg als Viehfutter anpflanzt, nahm zu der Beschwerde des Spaziergängers bereitwillig Stellung. Es gebe trotz der Pflanzen einen schönen Ausblick auf den Piesberg, betonte er, und das Maisfeld ziehe sich im Übrigen ja nicht über den ganzen Bereich Westerberg, sondern nur über ein Drittel des Kammweges. Die Pflanze werde hier zudem nur im dreijährigen Rhythmus angebaut, damit keine Mais-Monokultur entstehe und der Boden zu sehr beansprucht werde. Im nächsten Jahr werde am Westerberg dann Weizen, Roggen oder Gerste wachsen, stellte der Landwirt in Aussicht. Man könne das Maisfeld ja auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten, fügte er hinzu: Auf dem Westerberg werde den Bürgern im innerstädtischen Bereich vor Augen geführt, wie Landwirtschaft funktioniere. Kulturlandschaft bleibe erhalten.

Innerhalb der nächsten vierzehn Tage ist Maisernte, und danach kommen hoffentlich viele sonnenreiche Wochenenden. Die Aussicht vom Westerberg auf Osnabrück kann dann wieder ohne Mais im Blick genossen werden.
Bildtexte:
Schlechte Sicht: Die Aussicht vom Westerberg ist derzeit teilweise versperrt. Nach der Maisernte, die in diesen Tagen beginnt, kann der Blick bald wieder frei schweifen.
Gute Sicht: Trotz des Maises sind von vielen erhöhten Positionen aus weiter sehenswerte Einblicke möglich.
Fotos:
Egmont Seiler
Autor:
Carolin Hlawatsch


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