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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Grundstücke für Familien gegen Höchstgebot
Zwischenüberschrift:
Beim neuen Baugebiet in Haste kann die Stadt moderate Preise nicht erzwingen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn in Osnabrück neue Baugebiete erschlossen werden, drängt die Stadt auf familienfreundliche Preise. In der geplanten Siedlung an der künftigen Prof.-Horstmann-Straße stehen Familien vor der Frage, ob sie nicht besser ein Höchstgebot abgeben, um an das begehrte Grundstück zu kommen.

Südhang, stadtnah, schöne Aussicht: Das Gelände mit der amtlichen Bezeichnung " Auf dem Klee" in Haste war lange Zeit als Erweiterungsfläche für den Versuchsbetrieb der Hochschule reserviert. Vor zehn Jahren entstand im westlichen Teil eine erste Wohnsiedlung, jetzt soll auch der östliche Abschnitt mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Von den 27 Grundstücken im neuen Plangebiet sind etwa 20 schon verkauft.

Wer Interesse an einem Bauplatz hat, bekommt von der conzeptbau GmbH aus Lingen einen Bewerbungsbogen, auf dem neben der Nummer für das Wunschgrundstück und den persönlichen Angaben einschließlich der Kinderzahl auch eine von zwei Kaufoptionen anzukreuzen ist.

Option Nr. 1 orientiert sich an der Bodenrichtwertkarte im westlichen Nachbargebiet und beziffert den Preis mit 255 Euro pro Quadratmeter. Bewerber, die ihre Chancen erhöhen wollen, können auf dem Formular einen Maximalpreis eintragen, den sie zu zahlen bereit sind. " Bei Mehrfachnennungen für ein Grundstück entscheidet das höchste Gebot, bei gleichem Gebot haben die Bieter einmal die Möglichkeit, das Gebot nachzubessern", schreibt die conzeptbau GmbH in ihrer Erläuterung.

Der Stadt passt diese Praxis nicht ins Konzept. Seit Jahren nimmt sie über städtebauliche Verträge Einfluss auf die Preisgestaltung der Anbieter. Preisobergrenzen sollen dafür sorgen, dass Bauland für Familien erschwinglich bleibt, die sich nicht zu den Besserverdienenden zählen.

" Äußerst unglücklich" nennt Stadtbaurat Frank Otte, dass Grundstücke im Baugebiet " Auf dem Klee" zum Höchstpreis abgegeben werden.

Eine rechtliche Handhabe sieht er jedoch nicht. Der Ratsbeschluss aus dem Jahr 2007 habe sich auf zukünftige Bebauungspläne bezogen, vermerkt Otte. Die Planung für die Siedlung an der Prof.-Horstmann-Straße sei jedoch schon älter. Gegenüber der Stadt habe sich der Investor aber verpflichtet, Familien zu bevorzugen.

Vorgaben eingehalten

" Ich halte mich an die Vorgaben, die mir die Stadt auferlegt", sagt Matthias Wessmann, Geschäftsführer der conzeptbau GmbH aus Lingen. Das gelte für die energiesparende Bauweise ebenso wie für die Familienklausel. Im neuen Baugebiet werde es einen " gesunden Mix" geben auch mit Familien, die für 255 Euro pro Quadratmeter zum Zuge kämen.

Wie viele das sind und wie viele höhere Preise gezahlt haben, will er jedoch nicht verraten: " Das fällt nicht unter das Baulandmanagement der Stadt." Als privater Investor will Wessmann seine Spielräume nutzen. Er verweist auf hohe Erschließungskosten und betont, dass er die Grundstücke ohne Bauträgerverpflichtung anbiete. Insgesamt sei festzuhalten: " Das Baugebiet wird sehr gut angenommen", und das sei ja auch zum Nutzen der Stadt Osnabrück.
Bildtext:
Südhang, stadtnah, schöne Aussicht: Im Baugebiet " Auf dem Klee Nord" fühlen sich Familien gedrängt, Höchstgebote abzugeben.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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