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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kreishaus erreicht Klimaziel
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Zoo versorgt Nachbarn mit regenerativer Energie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Kreishaus in Osnabrück wird ab Oktober vom Zoo mit regenerativer Energie versorgt. Damit ist das Ziel des Landkreises, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß des eigenen Hauses um 80 Prozent zu senken, erreicht.
Bis 2030 wollte der Landkreis den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um 80 Prozent gesenkt haben. Aufgrund der veralteten Heizungsanlage war dafür eine Umorientierung in der Energieversorgung nötig. Europaweit wurde nach einem geeigneten Lieferanten regenerativer Energien gesucht. Gefunden wurde der in der direkten Nachbarschaft: Der Zoo Osnabrück versorgt ab dem 1. Oktober seine Nachbarn, unter anderen das Kreishaus, mit Energie.
Die Energiequelle steht auf dem Takamanda-Wirtschaftshof des Zoos. " Ein mit Hackschnitzel aus regionaler Herkunft betriebener Biomassekessel dient als Hauptwärmeerzeuger", erklärt Frank Hanneken, Energieberater des Zoos. Durch das Verbrennen der Schnitzel entsteht Wärmeenergie, die dann als regenerative Energie an die umliegenden Gebäude geliefert wird. Das geschieht durch einen Wasserkreislauf: Das Wasser wird auf dem Wirtschaftshof auf 80 Grad Celsius erhitzt und zum Kreishaus geführt, erklärt Hanneken. Dort wird die Wärmeenergie für die hausinterne Energieversorgung genutzt. Das Wasser kühlt ab, fließt zurück und wird auf dem Wirtschaftshof wieder neu erhitzt. Für die Wasserleitung werden zwei neue Rohre gelegt.
Die Bauarbeiten beginnen im August und sollen Ende September abgeschlossen sein. Durchschnittlich werden im Jahr dadurch 615, 5 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. Die Versorgung ist vertraglich für mindestens zehn Jahre gesichert. " Durch den Abschluss des Wärmelieferungsvertrages mit dem Osnabrücker Zoo erreicht der Landkreis zukünftig dauerhaft das sich selbst gesteckte Ziel von einer 80-prozentigen CO 2-Einsparung", sagt Erster Kreisrat Stefan Muhle. Zur Bedeutung für das umfangreiche Klimakonzept des Landkreises sagt Kreisrat Muhle: " Es ist vor allem ein Impuls in die Bevölkerung. Wir sagen nicht nur, Macht mal!′, sondern gehen selbst mit gutem Beispiel voran."
Wirtschaftlich bringt es dem Landkreis nur minimale Einsparungen. 230 000 Euro kostete die Behörde die Umsetzung der Zusammenarbeit. Dauerhaft gibt es eine Einsparung von nur 7600 Euro.

Hier finden Sie weitere Berichte und Interviews zum Thema Energie und Energiewende: www.noz.de/ energie
Bildtext:
Kreisrat Stefan Muhle weiß um die Bedeutung der kleinen Holzschnitzel. Die Schnitzel-Verbrennungsanlage des Zoos wird das Kreishaus ab Oktober mit regenerativer Energie versorgen.
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Sophia Rogalla


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