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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrücker lieben ihren "Peaceberg"
Zwischenüberschrift:
Sonntag Eröffnung der Ausstellung "Ansichtssache Piesberg"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Was fällt Ihnen ein zum Piesberg? Auf diese Frage des Piesberger Gesellschaftshauses gab es viele überraschende, originelle und poetische Antworten. Eine Auswahl gibt es ab Sonntag in den acht Guckkästen auf dem Piesberger Traumpfad und fünf am dortigen Bahnhof zu sehen.

Vor zehn Jahren war der Traumpfad entstanden. Die Literaturwissenschaftlerin Jutta Wermke hatte die Guckkästen mit Gedichten, Märchen und Rätseln ihrer Studierenden aus einem ihrer Seminare an der Universität Osnabrück bestückt. Inspirationsquelle war die Landschaft des Piesberges. " Ich habe mich damals in den Piesberg verliebt", lacht die inzwischen emeritierte Professorin.

Sie blieb dem Piesberg und dem Traumpfad treu. Nach zehn Jahren sollten nun Bürgerinnen und Bürger ihre Ansichten zum Hausberg der Osnabrücker äußern. " Was fällt Ihnen ein zum Piesberg?", wurden Besucher des Piesberger Gesellschaftshauses gefragt: " Ein Wort genügt. Ein Satz wäre besser. Drei Sätze sind möglich."

Mit einem Wort kam bei " Ansichtssache Piesberg" niemand aus. So vielfältig wie die Besucher fielen die eingesandten Eindrücke aus. " Niemals Langeweile, immer friedlich, jedes Mal anders. Ein gutes Stück Osnabrück", heißt es da oder " Der schönste Kastaniengarten, die originellsten Veranstaltungen ..."

Friedensberg

Ein Musiker, der zu Zeiten der Friedensbewegung zum Studium nach Osnabrück kam, hörte erstmals vom " Peaceberg", für ihn selbstverständlich der Friedensberg. Der Begriff taucht noch einmal auf: " Piesberg, Millionen Jahre, manifestiert in Stein, Menschen kommen und gehen, miteinander kämpfend und versöhnend. Peaceberg." Ein anderer Besucher schreibt unter dem Titel " Lebensspuren": " Im Schieferbruch der Abdruck eines Farns aus Karbon: Millionen Jahre in meiner Handvoll Zeit."

Einige Osnabrücker erzählen von ihrer Kindheit, andere von besonderen Erlebnissen: " Wenn man Glück hat, sitzt der Uhu auf der Laterne." Eine Zeit aus der Geschichte des Piesberges scheinen die meisten Osnabrücker inzwischen vergessen zu haben, erzählt Imke Wedemeyer vom Piesberger Gesellschaftshaus: Der Begriff Mülldeponie kam unter all den Einsendungen nur zweimal vor.

Angesichts der so unterschiedlichen " Ansichtssachen" werden die acht Guckkästen auf dem Traumpfad unter verschiedenen Überschriften zusammengefasst: Berg der Dinosaurier, Berg der Veränderung oder Berg im Wind. " Die meisten Kommentare richten sich auf den Berg der Veränderung", fast Jutta Wermke zusammen, " vor allem durch den Steinbruch, aber auch durch die Entwicklung zum Naherholungsgebiet." Die Berg-Kultur mit ihrem vielfältigen Angebot werde ebenfalls oft genannt.

Weitere Texte gesucht

Auch wenn die Guckkästen mit " Ansichtssachen" gefüllt sind, werden weitere Kommentare, Gedichte und andere Texte (nicht länger als zehn Zeilen) zum Piesberg angenommen. Sie sollen in einer Dokumentation den anderen Besuchern zugänglich gemacht werden, sagt Jutta Wermke.

Anlässlich der Eröffnung der " Ansichtssache Piesberg" laden das Piesberger Gesellschaftshaus und Jutta Wermke an diesem Sonntag zu einem Vorlesespaziergang ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Grubenweg in Lechtingen (an der Schranke), für Ortsunkundige um 10.45 Uhr am Piesberger Gesellschaftshaus. Kosten: 3 Euro. Eine Anmeldung wird empfohlen: Telefon 05 41/ 1 20 88 88 oder info@ piesberger-gesellschaftshaus.de.

Noch mehr erleben: Die Wochenendtermine der Region auf veranstaltungen.noz.de
Bildtext:
Ein Blick durch den Guckkasten auf die Organisatorinnen Jutta Wermke (links) und Imke Wedemeyer.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Ulrike Schmidt


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