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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbrief
Zwischenüberschrift:
Klimawandel die größte Gefahr für uns
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Bald 3000 Windräder in Weser-Ems?" (Ausgabe vom 18. Juli) und dem Leserbrief von Herbert Zucchi " Windkraftanlagen sind Gelddruckmaschinen" (Ausgabe vom 28. Juli).

" Professor Zucchi kritisiert den Ausbau der Windenergie im Rahmen der Energiewende. Er fordert völlig zu Recht mehr Energieeinsparung. Von der Regierung Merkel/ Gabriel kommt hierzu fast nichts.

Ein Durchbruch, wie zum Beispiel die steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Gebäudesanierung, Fehlanzeige. Ein Fehler, denn diese Maßnahme wäre nicht nur klimaeffizient, sondern zugleich Konjunkturprogramm für das Handwerk. Zudem glaubt Zucchi, eine erfolgreiche Energieeinsparung mindere zugleich den Strombedarf.

Hier irrt er. Bei allen Effizienzsteigerungen werden wir am Ende mehr, nicht weniger Strom brauchen. So geht zum Beispiel das Energieszenario der niedersächsischen Grünen innerhalb von 30 Jahren zwar von Gesamt-Energieeinsparungen von mehr als 50 Prozent aus, was schon eine wahre Herkulesaufgabe ist. Dennoch würde der Stromverbrauch um 65 Prozent zunehmen. Wie das?

Der klimapolitisch größte Einspardruck kommt aus der Wärmeproduktion. Heizwärme, Industrieprozesse und Verkehr müssen daher in Zukunft ohne Kohle, Öl und Gas klarkommen. Das geht trotz aller Effizienz-Anstrengungen nur, wenn der Restbedarf auf Ökostrom umgestellt wird. Deswegen wird der Strom-Anteil am Gesamtenergieverbrauch von heute 20 auf über 70 Prozent steigen. Am weiteren Ausbau von Ökostromanlagen führt kein Weg vorbei. Vorfahrt hat dabei die Sonnenenergie, weil sie am verträglichsten ist.

Wir brauchen aber auch mehr Windkraft, weil sie effizient und nachtverfügbar ist. Natürlich dürfen beim Ökostrom-Ausbau Naturschutz und Anwohnerschutz nicht zu kurz kommen. Gesucht werden der richtige Weg und das richtige Maß, um erneuerbare Energien, Artenschutz und Gesundheitsvorsorge zusammenzubringen. Zweifellos ist der Klimawandel die größte Gefahr für uns und unsere Tierwelt."

Volker Bajus

Osnabrück
Autor:
Volker Bajus


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