User Online: 5 | Timeout: 20:43Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO-Archiv | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
26 000 Auskünfte zu Ganztagsschulen
 
Beratung zur Ganztagsschule stark gefragt
Zwischenüberschrift:
Behörde gab 26 000 Auskünfte
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Hannover. An den Ganztagsschulen in Niedersachsen gibt es hohen Beratungsbedarf: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) teilte jetzt mit, die Landesschulbehörde habe seit Februar 26 000 Auskunftsersuchen bearbeitet und 230 Schulbesuche durchgeführt.

Hannover. Nach dem Wirrwarr um Honorarverträge gibt es laut Kultusministerium an Niedersachsens Ganztagsschulen enormen Unterstützungs- und Beratungsbedarf: Ressortchefin Frauke Heiligenstadt (SPD) teilte jetzt im Landtag mit, die Landesschulbehörde habe in dieser Angelegenheit seit Februar 26 000 Auskunftsersuchen bearbeitet und 230 Besuche bei Schulen vor Ort durchgeführt.

Heiligenstadt betonte, nach den rechtlichen Problemen mit Honorarkräften, die zu Nachforderungen der Rentenversicherung in Millionenhöhe geführt hatten, herrsche weiter Verunsicherung. Man bemühe sich, mit 120 Fachleuten der Landesschulbehörde zu helfen und Schulleitungen von der Verantwortung in rechtlicher Hinsicht zu entlasten.

Heiligenstadt unterstrich, dass Betreuungspersonal an Ganztagsschulen, soweit es sich nicht um Lehrer handele, nur noch per Arbeitsvertrag eingestellt werden solle. Honorarkräfte dürften nur in rechtlich zweifelsfreien Einzelfällen beschäftigt werden.

Die Ministerin äußerte sich zuversichtlich, dass in naher Zukunft eine einvernehmliche Regelung mit der Deutschen Rentenversicherung erzielt werden könne. " Die Gesprächsatmosphäre hat sich positiv verändert", merkte Heiligenstadt an.

Die SPD-Politikerin erläuterte zugleich, wie die Regierung bei der angestrebten verbesserten Ausstattung von Ganztagsschulen im Detail vorgehen will. Sie kündigte dabei an, dass bis 2017 in diesen Bereich 259 Millionen Euro investiert und vor allem die Probleme der mit einer geringen Versorgung ausgestatteten 1200 " Ganztagsschulen light" deutlich gemildert werden sollten.

Heiligenstadt betonte, vorgesehen sei hier eine Verdreifachung der Ausstattung. " Das ist ein Quantensprung", meinte die Politikerin, nach deren Darstellung die Ressourcen sowohl durch zusätzliche Lehrkräfte als auch durch qualifizierte Mitarbeiter erweitert werden sollten.

Laut Heiligenstadt ist dabei eine stufenförmige Aufstockung geplant. So solle es im nächsten Jahr 23 Millionen Euro zusätzlich geben, im Jahr 2015 weitere 62 Millionen, 2016 dann 78 und 2017 schließlich 96, 2 Millionen Euro.

Die Verteilung der Mittel werde dabei nicht mehr nach Klassen, sondern nach der Zahl der am Ganztag teilnehmenden Schülerinnen und Schüler berechnet, erläuterte Heiligenstadt. Im Schuljahr 2014/ 15 sollten zunächst 60 Prozent des vollen Ganztagszuschlags gewährt werden. Für eine vierzügige Grundschule mit 90 Prozent Teilnehmern am Ganztag bedeute dies zum Beispiel, dass für dieses Angebot 80 statt bislang 20 Lehrerstunden zur Verfügung stünden.

Heiligenstadt verwies darauf, dass es an Grundschulen noch den größten Nachholbedarf gebe. Bislang seien erst 38 Prozent dieser Einrichtung mit einem Ganztagsangebot versorgt. Dagegen hätten integrierte Gesamtschulen einen Versorgungsgrad von 100 Prozent; bei Oberschulen liege der Wert bei 93 Prozent, an Hauptschulen bei 82 und an Gymnasien bei 78 Prozent.

Mit Ehrenamt vereinbar

Nach Angaben der Ministerin haben zu den bestehenden 1600 Einrichtungen weitere 300 einen Antrag auf Einführung eines Ganztagsangebotes gestellt. Bei 80 Prozent davon handele es sich um Grundschulen.

Heiligenstadt trat Befürchtungen entgegen, wonach sich Ganztagsschulen negativ auf ehrenamtliche Betätigung von Schülern auswirkten. Tatsächlich lasse sich Ganztag " gut mit ehrenamtlichem Engagement verknüpfen". Die SPD-Politikerin rief Schulen dazu auf, weiterhin intensiv die Gelegenheit zu nutzen, etwa mit Sportvereinen, Feuerwehren und kulturellen Einrichtungen zu kooperieren.


Anfang der Liste Ende der Liste