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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Flaggen, Folklore, feine Speisen
Zwischenüberschrift:
Fest der Kulturen bietet rund um den Markt vielfältige Länderschau
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kurze Wege reichten am Sonntag, um sich auf dem international beflaggten Marktplatz auf eine Entdeckungsreise zu den unterschiedlichsten Kulturen zu machen. Mehr als 70 Vereine, Gruppen und Künstler veranstalteten mit dem " Fest der Kulturen" eine lebendige Länderschau, die bewies, welche kulturelle Vielfalt in der Stadt zu Hause ist.

Erst im Juni war die von der Trägervereinigung " Wochen der Kulturen" jährlich veranstaltete und vom Büro für Friedenskultur organisierte Veranstaltung von der Stiftung " Lebendige Stadt" als eines der schönsten Stadtfeste Deutschlands prämiert worden. Nun wurde sie ihrem guten Ruf einmal mehr gerecht.

Von einer sportlich-musikalischen brasilianischen Capoeira-Show über vietnamesische, polnische oder thailändische Folkloretänze und - gesänge bis zur lateinamerikanischen Zumba-Fitness reichte das abwechslungsreiche Angebot auf der Hauptbühne im Schatten des historischen Rathauses. Bei überwiegend strahlendem Sonnenschein herrschte großer Andrang auf dem Markt, der in ein internationales Zeltdorf mit einem bunten Neben- und Miteinander der unterschiedlichsten Kulturen verwandelt worden war.

Zwischen den einzelnen Darbietungen sorgte ein Flaggenquiz für den geschärften Blick über den Tellerrand. Schließlich wurden diesmal Schwarz-Rot-Gold, die gelben Europa-Sterne und das Osnabrücker Rad um zahlreiche andere Flaggen erweitert, die ebenso zur alltäglichen Lebenswirklichkeit in der Friedensstadt gehören.

Nicht nur Gesangs- und Tanz-, sondern auch die Kochkunst spielte eine große Rolle. Ob Scharfes aus dem " Hexenkessel" des Niedersächsischen Landesverbandes der Sinti, der in diesem Jahr zum ersten Mal dabei war, philippinische Lumpia, afrikanisches Pilau, Piroschok von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, gefüllte Weinblätter von der Türkisch-Islamischen Union, Lahmacun vom Alevitischen Kultur- oder Fischbällchen vom Osnabrücker Tamilen-Verein: Die kulinarische Länderreise ließ kaum einen Wunsch offen. Inklusive Bieren und anderer Getränken aus aller Welt.

Neben 21 abwechslungsreichen nationalen Spezialitäten-Küchen fütterten 36 Stände der unterschiedlichsten Organisationen, Verbände und Kulturvereine die Besucher außerdem mit wissenswerten Informationen rund um ihre jeweilige Arbeit. Eine Torwand, ein lebensgroßer Menschenkicker, Seifenblas-, Mal-, Schmink- und Bastelaktionen sowie eine Hüpfburg und eine Kinderbühne auf dem Fritz-Wolf-Platz hinter der Bibliothek versorgten überdies die Kinder mit vielen spannenden Mitmachangeboten.

Zum dritten Mal war auch die Osnabrücker Polizeiinspektion mit einem Info-Stand vertreten, die sich nicht nur als Ansprechpartner, sondern auch als potenzieller Arbeitgeber für " Menschen anderer Herkunft" öffnen möchte, wie Thomas Brockschmidt als Leiter des Präventionsteams betonte.

" Ängste müssen in Neugierde verwandelt werden" verriet Danielea Dandrea vom Beirat für Migration in ihrer Rede einen möglichen Schlüssel zur Integration. Mit dem diesjährigen Fest der Kulturen, das Flaggen, Folklore und feine Speisen ebenso farbenprächtig wie vielfältig miteinander verknüpft hat, ist genau dies wieder einmal vorbildlich gelungen.
Bildtexte:
Großer Andrang herrschte in dem internationalen Zeltdorf vor dem Rathaus.
Auch der Vietnamesische Kulturverein trug zu einem gelungenen interkulturellen Fest bei.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Matthias Liedtke


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