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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
OB-Kandidat Griesert liegt vorn
 
Griesert führt im Rennen um OB-Wahl
 
Den Wert einer Meinungsumfrage bestimmt die Anzahl der geführten Interviews
Zwischenüberschrift:
Zweiter Wahlgang wahrscheinlich
 
Forschungsinstitut "Produkt + Markt" befragte für repräsentative Studie 1002 Osnabrücker Bürger
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Das Rennen um den Osnabrücker Oberbürgermeisterposten ist noch lange nicht entschieden. Ganz vorne liegt gegenwärtig der ehemalige Stadtbaurat Wolfgang Griesert (CDU), den 42, 6 Prozent der Osnabrücker Bürger wählen würden.
Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts " Produkt + Markt" im Auftrag der Neuen OZ. Griesert rangiert deutlich vor Birgit Bornemann (SPD). Die derzeitige Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück erreichte in der Umfrage 35, 2 Prozent. Auf Platz drei folgt das Grünen-Stadtratsmitglied Thomas Klein (14, 5 Prozent). Aus dem Rennen sind neben dem FDP-Mann Robert Seidler auch der Kabarettist Kalla Wefel sowie der Schlagersänger Christian Steiffen.
Die OB-Wahl findet am 22. September zeitgleich mit der Bundestagswahl statt. Da keiner der Bewerber laut Umfrage die erforderlich absolute Mehrheit im ersten Wahlgang erreicht, wird eine Stichwahl zwischen Griesert und Bornemann am 6. Oktober die Entscheidung bringen müssen.
Der Abschied von Boris Pistorius (SPD), der nach dem rot-grünen Wahlsieg bei der niedersächsischen Landtagswahl im Januar neuer Innenminister wurde, hatte die vorzeitige Neuwahl des Osnabrücker OB notwendig gemacht.

Osnabrück. Die Oberbürgermeisterwahl in Osnabrück wird nicht am 22. September entschieden. Denn keiner der sechs Kandidaten erreicht im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit. Wolfgang Griesert (CDU) liegt derzeit mit 42, 6 Prozent in der Wählergunst klar vorn, gefolgt von Birgit Bornemann (SPD), die 35, 2 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Deutlich abgeschlagen rangiert Thomas Klein (Grüne) auf Rang drei (14, 5 Prozent). Keine Rolle spielen Robert Seidler (FDP) und die beiden parteilosen Bewerber Christian Steiffen und Kalla Wefel.

Dies sind die Ergebnisse die Frage " Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Oberbürgermeisterwahl wäre?" Das renommierte Wallenhorster Meinungsforschungsinstitut " Produkt + Markt" hatte dazu 1002 Osnabrücker befragt.

Aufschlussreich auch die Altersanalyse der Wählerschaft, die in die drei Gruppen " 16 bis 35 Jahre", " 36 bis 59 Jahre" sowie " 60 und älter" gegliedert wurde.

Grieserts Anhängerschaft wächst mit zunehmendem Alter. 55, 9 Prozent der über 60-Jährigen würden dem ehemaligen Stadtbaurat ihre Stimme geben. In der jüngsten Altersgruppe kommt er auf 30, 1 Prozent.

In diesem Segment punktet als Spitzenreiterin Birgit Bornemann mit 34, 1 Prozent, wobei der Geschäftsführerin des Studentenwerks zudem das Kunststück gelingt, in allen Altersgruppen ein fast gleich großes Wählerpotenzial mobilisieren zu können.

Thomas Klein, als Grünen- Ratsherr im Stadtrat aktiv, überzeugt in der jüngsten Altersgruppe: 24, 5 Prozent der 16- bis 35-Jährigen würden für ihn votieren. Mit zunehmendem Alter (36–59 Jahre: 14, 9 Prozent; 60 Jahre und älter: 5, 2 Prozent) schwindet die Zustimmung. Ein identischer Trend lässt sich bei Robert Seidler (FDP) feststellen, allerdings auf einem sehr viel niedrigeren Niveau.

Der parteilose Schlagersänger Christian Steiffen hat die meisten (6, 1 Prozent) seiner wenigen Anhänger unter den jüngsten Wählern, der Kabarettist Kalla Wefel in der Gruppe der 36- bis 59-Jährigen (4, 0 Prozent).

Kommentar
Drohende Stichwahl ohne klaren Favoriten

Für Wolfgang Griesert dürfte das Ergebnis der repräsentativen Umfrage unangenehme Erinnerungen wecken. Bei der Oberbürgermeisterwahl 2006 sahen ihn die Meinungsforscher mit 44 Prozent sehr weit vorn.

2013 wiederholt sich das Ganze. Wieder enteilt der Christdemokrat den übrigen fünf OB-Kandidaten. Doch erneut scheint im ersten Anlauf die Hürde absolute Mehrheit zu hoch zu sein. Grieserts 42, 6 Prozent sind beeindruckend, würden aber einen zweiten Wahlgang notwendig machen.

Die nach der Umfrage mit 35, 2 Prozent abgeschlagene SPD-Kandidatin Birgit Bornemann kann also hoffen. Für sie ist das direkte Duell mit Griesert die große Chance. Denn bei einer Stichwahl werden die Karten neu gemischt.

Es kommt die Zeit der Taktik und Rechenspiele. Welcher der vier unterlegenen Kandidaten etwa gibt seinen Anhängern eine Wahlempfehlung für Griesert oder Bornemann?

Vor dem Hintergrund der rot-grünen Zählgemeinschaft im Osnabrücker Stadtrat reicht der schnelle Blick auf die aktuellen Ergebnisse der Meinungsumfrage, um hier ein enges Rennen vorherzusagen.

Die OB-Wahl wird bei der Wahlbeteiligung sicher von der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl profitieren. In Osnabrück lag sie 2009 bei 72, 8 Prozent.

Kommt es zwei Wochen später zur erwarteten Stichwahl, lassen die Zahlen aus 2006 Trauriges vermuten. Die Wahlbeteiligung sackte damals auf ein historisches Tief von 38, 25 Prozent. Egal wer zum Schluss die Nase vorn hat, als Legitimation wäre das sehr dürftig.

Osnabrück. Seriöse Wahlprognosen verlangen wissenschaftlich fundierte Erhebungsmethoden. Wie gingen die Forscher von " Produkt + Markt" bei der Oberbürgermeister-Wahlumfrage im Auftrag der Neuen Osnabrücker Zeitung vor?
" Damit die Ergebnisse statistisch belastbar sind, ist die Anzahl an geführten Interviews ein entscheidender Faktor", so Axel Schomborg, zuständig für den Geschäftsbereich Customer and Service Research bei Produkt + Markt. Deshalb wurden im Rahmen der Befragung 1002 Personen telefonisch befragt. " Das entspricht dem Mengengerüst, wie es auch für Wahlprognosen auf Bundesebene zum Einsatz kommt".
Um die Repräsentativität zu gewährleisten, wurde eine " reine Zufallsstichprobe" gezogen, sodass alle Personen, die über das Festnetz erreichbar sind, auch die Chance hatten, an der Befragung teilzunehmen. Da auch in Osnabrück nicht alle Haushalte im Telefonbuch eingetragen sind, wurden zufallsgenerierte Nummern eingesetzt (ADM-Mastersample). Die anzurufenden Telefonnummern wurden dann über einen speziellen Adress-Server nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. " Um auch schwerer erreichbare Haushalte zuverlässig zu berücksichtigen, wurden die ausgewählten Telefonnummern systematisch zu unterschiedlichen Wochen- und Tageszeiten angerufen, sofern niemand erreichbar war", erklärt Schomborg weiter. Auch die Auswahl der Befragungsperson im Haushalt erfolgte systematisiert.
Autor:
Berthold Hamelmann


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