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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Griesert am bekanntesten
 
Griesert bekanntester OB-Kandidat
Zwischenüberschrift:
Birgit Bornemann (SPD) holt mächtig auf
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Wolfgang Griesert (CDU) ist unter den Einwohnern der Stadt mit Abstand der bekannteste Bewerber um das Oberbürgermeisteramt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Wallenhorster Meinungsforschungsinstituts " Produkt + Markt".

Osnabrück. Wolfgang Griesert (CDU) ist der bekannteste Bewerber im Rennen der sechs Kandidaten um die Osnabrücker Oberbürgermeisterwürde. Und dies mit deutlichem Abstand, wie eine repräsentative Umfrage des Wallenhorster Meinungsforschungsinstituts " Produkt + Markt" herausfand.

Über 60 Prozent gaben an, von diesem Kandidaten schon " viel" (35, 1 %) beziehungsweise " etwas" (25, 1 %) gehört oder gelesen zu haben. Nur knapp 20 Prozent war er völlig unbekannt. " Bekannt sein wie ein bunter Hund", diese seit dem 17. Jahrhundert gebräuchliche Redensart bringt einen entscheidenden Faktor bei jeder Persönlichkeitswahl auf den Punkt. Je höher der Bekanntheitsgrad, die Popularität, umso größer die Chancen auf einen Wahlerfolg. Wolfgang Griesert profitiert ganz offensichtlich von seiner achtjährigen Tätigkeit als Stadtbaurat in Osnabrück, die am 31. Mai dieses Jahres endete. 2012 und 2013 zudem auch als Vertreter des Oberbürgermeisters im Einsatz, stand der gebürtige Krefelder immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Das Umfrageergebnis macht deutlich, dass die Osnabrücker inzwischen etwas mit dem Namen und der Person von Griesert verbinden, der 2006 schon einmal als Oberbürgermeisterkandidat angetreten war. In einer Stichwahl musste er sich damals Boris Pistorius (SPD) geschlagen geben.

Spitze: 60, 2 Prozent

Als Grieserts härteste Konkurrentin im Kampf um die Oberbürgermeisterwürde gilt in der Stadt die SPD-Kandidatin Birgit Bornemann. Die derzeitige Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück war bis zur Nominierung ein politischer No body. Dass zum Zeitpunkt der aktuellen Umfrage gerade einmal 14, 7 Prozent " viel" von der 62-Jährigen gehört beziehungsweise gelesen hatten, verwundert deshalb nicht. Aber die 34, 8 Prozent, die schon " etwas" von ihr mitbekommen haben, lässt ihren Gesamt-Bekanntheitsgrad auf insgesamt satte 49, 5 Prozent steigen. Offensichtlich holt Bornemann, die nach Ursula Flick (1985 bis 1991) die zweite Oberbürgermeisterin der Stadt werden will, im laufenden Wahlkampf in Sachen Bekanntheit mächtig auf.

Drei der übrigen Bewerber, nämlich der Kabarettist Kalla Wefel (parteilos), das grüne Ratsmitglied Thomas Klein und der FDP-Politiker Robert Seidler, liegen in der öffentlichen Wahrnehmung, addiert man die Einzelfragen schon " viel" und " etwas" gehört/ gelesen", fast gleichauf. Abgeschlagen ist Schlagersänger Christian Steiffen, der Paradiesvogel unter den OB-Kandidaten.

Wie bereits im zweiten Teil der Serie analysiert, sehen die Osnabrücker Bürger als Top-Herausforderungen für die Stadt vor allem den Umbau des Neumarkts und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Gefordert ist bei der Umsetzung natürlich immer das Oberhaupt der Stadt. Nur logisch, dass die Umfrage auch nach den Eigenschaften der Kandidaten fragte, die die Bürger den Bewerbern zuerkennen.

Unsichere Osnabrücker

Das Ergebnis: Der größte Teil der Osnabrücker ist un sicher, weiß nicht, welchem Kandidaten die in der Umfrage vorgegebenen beziehungsweise definierten Eigenschaften zugeordnet werden sollen. Dies gilt beim Erhalt und dem Schaffen von Arbeitsplätzen, dem Durchsetzen von eigenen Ideen im Stadtrat, der Vertretung der Stadt nach außen, der Kompetenz bei für Osnabrück wichtigen Themen oder persönlicher Integrität (" Macht keine leeren Versprechungen") – bei jeder Frage dominiert die Antwort " weiß nicht".

Aber auch das ist eindeutig: Am ehesten werden die abgefragten Eigenschaften mit dem OB-Kandidaten Wolfgang Griesert (CDU) assoziiert. Birgit Bornemann (SPD) folgt auf Rang zwei.

Aufschlussreich auch die Ergebnisse auf die Frage, woher die 1002 Befragten ihre Informationen über die OB-Kandidaten erhalten haben. Auch im heutigen digitalen Zeitalter behauptet die gedruckte regionale Tageszeitung hier ihren Führungsanspruch als Informationsquelle Nummer eins. Ähnlich hohe Werte bei allen Kandidaten (Griesert: 61, 8 %, Bornemann: 62, 6 %, Seidler: 63, 6 %, Klein: 57, 0 %, Wefel: 58, 4 %, Steiffen: 57, 5 %) belegen dies. Als Nachrichtenquelle Nummer zwei folgt vielfach das Internet, auch wenn Wahlplakate (bis zu 22 Prozent) noch eine Relevanz besitzen. Fans von Kalla Wefel (statistisch handelt es sich um zwei Männer und drei Frauen) haben sich offenbar vertan, als sie Wahlplakate als Informationsquelle angaben. Denn Wefel wirbt überhaupt nicht mit seinem Gesicht auf Plakaten . . .
Autor:
Berthold Hamelmann


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