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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leuchttürme schaffen
Zwischenüberschrift:
Zur Sache, bitte (5): Kultur
Artikel:
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Originaltext:
CDU
Wolfgang Griesert

Die Kunsthalle ist eine wichtige Einrichtung! Mit der neuen Leiterin wird auch eine Neuausrichtung erfolgen. Ich erwarte viele neue Impulse und innovative Vorschläge von ihr. Aber auch die Wahrnehmbarkeit der Kunsthalle im Stadtraum sollte weiter Thema bleiben.

Nach der gelungenen baulichen Ergänzung muss die programmatische Ausrichtung des Areals erkennbarer werden. Ein Konzept unter einer fachlichen Leitung kann dabei den individuellen Charakter der einzelnen Häuser sogar stärken. Für die Ausrichtung des FNH könnte die Sonderausstellung " Vordemberge-Gildewart" richtungsweisend sein.

Eine große Bedeutung. Institutionelle wie auch freie Kulturszene müssen in Osnabrück eine Heimat haben. Es müssen Freiräume erhalten bleiben, wo sich die Kulturszene kreativ entwickeln kann. Eine dynamische und bunte Kulturlandschaft bedeutet Anziehungskraft über die Stadtgrenze hinaus und bindet junge Menschen an Osnabrück.

Ja! Tolles Ambiente, beste Kulisse und Garant für maximale Stimmung. Ein Wochenende im Jahr sollte mit Anliegerinteressen zu vereinbaren sein.

Stadthalle am Schlossgarten.

SPD
Birgit Bornemann

Mit der neuen Leiterin Julia Draganovic eröffnen sich weitere Perspektiven. Ihre internationale Vernetzung sowie neue Programme und Konzepte versprechen eine erfolgreiche Fortsetzung und überregional bedeutsame Ausstellungen. Davon kann auch das FNH profitieren. Zudem ermöglicht die beschlossene Entlastung von organisatorischen und finanziellen Fragen eine Konzen tration auf Inhalte.

Wünschenswerte Zielsetzung: 1. Häufigere Neupräsentation der Nussbaum-Bilder, um den gesamten Bestand für die Ausstellung nutzen zu können. 2. Weitere Öffnung des Nussbaum-Hauses für andere thematisch verwandte Künstler. 3. Alle drei bis fünf Jahre " große Ausstellungen" mit überregionaler Bedeutung . Dies kann sicher durch die gute Vernetzung von Julia Draganovic befördert werden.

Zu einer attraktiven Kulturstadt gehört für mich auch eine lebendige Kulturszene. Neben den großen und mittleren kulturellen Institutionen sind dies auch Kulturschaffende, die nicht oder nur locker organisiert sind, zum Beispiel die " Kulturszene Petersburg". Und auch die vielfältigen Initiativen und kulturellen Kleinode, zum Beispiel das Piesberger Gesellschaftshaus.

Klingt auf den ersten Blick verlockend. Es hat sich aber seit dem Jugendhilfetag 2004 gezeigt, dass das Areal anschließend nur unbeschadet bleibt, wenn die Veranstalter verpflichtet werden, auf ihre Kosten in Bodenschutz-Systeme zu investieren. Und das Areal fällt in dieser Zeit natürlich als Liege- und Spielwiese aus. Dies ist bestimmt ein Verlust, insbesondere auch für Studierende.

Die Zeitgenossen Nussbaum, Remarque und Vordemberge-Gildewart gehören zu einer Trias exilierter Osnabrücker Künstler von internationalem Renommee. Es gibt das FNH und das Remarque-Hotel. Warum nicht das Areal mit dem geplanten Hotel und dem Veranstaltungs- und Kongresszentrum nach " VG" benennen, wenn " Frieda" nicht mehrheitsfähig ist?

Grüne
Thomas Klein

Wir stellen in diesen Tagen die Museen konzeptionell und personell neu auf. Für die Kunsthalle konnte eine außerordentlich vielversprechende neue Leiterin gefunden werden. Die Museumslandschaft hat eine neue Chance verdient, und ich bin guten Mutes, dass sie diese erfolgreich nutzen wird. Die Kunsthalle ist dabei ein tragender Baustein, den man nicht schlechtreden sollte.

Wir müssen Nussbaum in der Region bis in die Niederlande stärker popularisieren. Gleiches gilt für die Architektur. Die Sammlung sollte noch besser die Verbindung mit prominenteren zeitgenössischen Werken suchen. Das Gebäude ist stärker in den Kontext anderer Libeskind-Werke zu stellen. Aus dem Kontrast des Standorts neben der Villa Schlikker, dem " Braunen Haus" (Nazi-Zentrale in Osnabrück), muss etwas entwickelt werden.

Die Übergänge sind ja fließend. Die Freiheit eines Teils der kulturellen Szene ist Voraussetzung für kulturelles Leben insgesamt. Freie und institutionelle Kulturträger sind ständig in Dialog und Auseinandersetzung zu bringen. Nur so gibt es eine Weiterentwicklung von Kultur und Kunst. Die freie Szene braucht Unterstützung, ohne von öffentlichen Interessen eingeschränkt zu werden.

Ich wäre dafür zu haben. Dafür müssen ein klares Konzept und ein verlässlicher Veranstalter her. Der Schlossgarten muss schließlich an den anderen 363 Tagen in einem guten Zustand sein, damit die Bürger ihn auch nutzen können. Auch könnte die Stadt keine zusätzlichen finanziellen Risiken übernehmen.

Das ist wie mit dem Köder, der nicht dem Angler, sondern dem Fisch schmecken muss. Das hatten einige " Angler" nicht richtig verstanden. Der Name " Frieda" war daher eine gute Idee, wenn auch für viele Osnabrücker gewöhnungsbedürftig. Ich glaube, er hätte in der Region und darüber hinaus als Marke funktioniert. Das tut das langweilige " Stadthalle" nicht. Ich setze auf einen neuen Versuch.

FDP
Robert Seidler

Eine der schönsten Kunsthallen weit und breit, deshalb unbedingt erhaltenswert.

Sehr schwer, weil " Geburtsfehler" gemacht worden sind. Die Architektur des Gebäudes hätte vertraglich mit Libeskind gesichert werden müssen, jetzt läuft uns das mit gleicher Architektur später gebaute Jüdische Museum in Berlin den Rang ab. Es geht nur über stärkere Zusammenarbeit mit dem Museum in Berlin und anderen Museen.

Eine Gesellschaft braucht Freiräume, weil diese Freiräume die Grundlage dafür sind, dass sich Kunst auch entwickeln kann. Die " freie Szene" hat daher eine ebenso große Bedeutung wie jede andere " Szene" auch.

Grundsätzlich ja, aber nicht im Schlossgarten, den ich dafür ungeeignet halte, der Bereich Halle Gartlage wäre besser geeignet.

Es soll bei Osnabrückhalle bleiben. Der Name ist erst seit kurzer Zeit eingeführt, er braucht die Chance, sich durchzusetzen.

Parteilos
Kalla Wefel

Faust in der Tasche: eine Kunsthalle. Bei der Kunst glauben ohnehin fast alle, mitreden zu können. Ich habe null Ahnung von bildender Kunst, zumal sie mit Bildung nichts zu tun hat, und halte diesbezüglich einfach mal meine Klappe.

Ich habe mich noch immer nicht an den Anblick des Felix-Nussbaum-Hauses gewöhnt, aber das war ja auch vielleicht die architektonische Absicht. Programmatisch und inhaltlich sollen sich die Leute darum kümmern, die etwas davon verstehen, und die gibt es ja wohl hoffe ich jedenfalls. Die Attraktivität der Stadt wurde durch das Felix-Nussbaum-Haus jedenfalls gesteigert, auch wenn das einigen schwerfällt zu glauben.

Für mich persönlich eine viel größere als alle etablierten Veranstaltungen. Kunst darf niemals verstaatlicht und/ oder reglementiert werden.

Warum nicht lieber drei oder vier kleinere Festivals, deren finanzielle Risiken überschaubar bleiben, weil sie sich möglichst selbst tragen sollten? Osnabrück ist nicht Berlin oder Hamburg, kapiert das endlich!

" Halle des himmlischen Friedens" oder " Frieda den Hütten, Krieg den Palästen" oder einfach nur " Friedas Hütte". So, wie die Bremer Brücke immer Bremer Brücke heißen wird, wird die Stadthalle immer Stadthalle heißen, ob das nun einer Werbeagentur passt oder nicht. Den Leuten Provinzialität vorzuwerfen, weil sie den Namen " Frieda" nicht mögen, ist an Komik und Realsatire nur schwer zu überbieten. Wer " Frieda" als ein Synonym für Weltoffenheit bezeichnet, sollte tief in sich gehen oder sich in Behandlung begeben.

Parteilos
Christian Steiffen

Ich finde es wichtig, in einer Großstadt eine Einrichtung wie die Kunsthalle den Bürgern, aber auch in- und ausländischen Gästen anbieten zu können. Das Budget der Kunsthalle ist jetzt auch nicht so hoch, dass man Riesenbeträge einsparen könnte. Vielleicht ist es sogar zu klein, um überregional Aufmerksamkeit für diese tolle Einrichtung zu generieren.

Ich wage nicht, das zu beurteilen (vielleicht nach einem abgeschlossenen Studium der Kunstgeschichte). Es ist Aufgabe der Mitarbeiter, neue Impulse zu setzen, wenn möglich und nötig. Ich glaube aber, dass durch die gesetzten thematischen Vorgaben wie Kunst, Holocaust, Frieden, jüdische Kultur und Musik schon ein scharfes Portfolio gezeichnet ist.

Erst einmal möchte ich sagen, dass für mich auch Morgenland Festival und EMAF Teile einer in diesem Fall internationalen freien Szene sind. Selbst im Theater sind oft künstlerische Gäste ohne festes Engagement. Da ich fünf Jahre am Theater angestellt war und auch seit vielen Jahren als freier Künstler tätig bin, messe ich beidem den gleichen Stellenwert zu.

Tolle Idee.

Die Stadthalle sollte meiner Meinung nach wieder Stadthalle heißen. Ich würde eher nach einem neuen Namen für das Rathaus suchen. Das heißt schon viel länger so. Da wird′s Zeit.


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