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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nicht grün genug
 
OB-Kandidaten werben auf Video
Zwischenüberschrift:
Zur Sache, bitte (4): Umwelt und Klimaschutz
 
60-Sekunden-Clips aller sechs Bewerber auf NOZ.de
Artikel:
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Originaltext:
CDU
Wolfgang Griesert

Eine schnelle Energiewende ist teurer als eine langsame, das muss jedem klar sein. Ich möchte, dass wir in Osnabrück Vorreiter in Deutschland sind. Die Stadtwerke nehmen zu Recht viel Geld für erneuerbare Energien und schadstofffreie Mobilität in die Hand. Dieses Vorgehen habe ich bisher unterstützt. Als Oberbürgermeister wird sich das nicht ändern.

Impulse für Ideen und Maßnahmen bringt die Zusammenarbeit mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Vorschläge werde ich aufgreifen und umsetzen, auch um weitere Fördermittel einzuwerben. Außerdem konnten wir eine Kooperation mit unseren Nachbarn in der Region erreichen. Das ist mir wichtig, denn wir retten die Umwelt nicht alleine in Osnabrück.

Die Einführung der Umweltzone war zwingend, um die EU-Vorgaben zur Stickstoffdioxidbelastung einzuhalten. Viele haben sich geärgert, dass sie ihr Kfz umrüsten mussten. Das verstehe ich. Aber Gesundheits- und Umweltschutz ist nicht kostenlos. Wenn in Zukunft deutlich emissionsärmere Fahrzeuge fahren, wird die Umweltzone überflüssig.

Durch den Schutz der Bäume in Bebauungsplänen und als Naturdenkmäler haben wir schon einiges erreicht. Wichtig ist, den Wert der Bäume allen deutlich zu machen und unnötige Fällungen durch Beratung zu verhindern. Dazu kann ein öffentliches Baumkataster hilfreich sein. In jedem Fall hat die Stadt eine Vorbildfunktion bei Bäumen auf städtischen Flächen.

Als Stadtbaurat und Umweltdezernent habe ich erstmals systematisch in Osnabrück ökologische Kriterien in der Bauleitplanung eingeführt. Dies muss weiter konsequent umgesetzt, aktualisiert und ergänzt werden. Dabei sollten im Wohnungsbau auch die Auswirkungen auf die Mieten in den Blick genommen werden.

SPD
Birgit Bornemann

Im Rahmen der Energiewende stehen wir hier vor großen Herausforderungen. In den nächsten Jahren wird es wichtig sein, zunehmend regenerative Energieerzeugung und Aktivitäten zur Energieeinsparung zu unterstützen. Durch den Masterplan Klimaschutz sind die Ziele definiert. Jetzt gilt es, ihn mit Engagement umzusetzen.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir Anreize schaffen, auch bei schon bestehenden Bauten immer wieder energetisch zu optimieren. Neben dem Verkehrsbereich sehe ich hier die meisten Potenziale. Wir dürfen nicht nachlassen, uns ehrgeizige Ziele zu setzen, viel Aufklärungsarbeit zu leisten und die Möglichkeiten unseres Planungsrechts auszuschöpfen. Hier ist noch viel zu tun.
Die Einführung der Umweltzone hat viel dazu beigetragen, dass in den letzten Jahren der motorisierte Individualverkehr deutlich umweltfreundlicher geworden ist. Ich sehe nicht, dass wir hier schon am Ende sind. Es wird wohl doch noch einige Jahre dauern, bis die Umweltzone überflüssig geworden ist.
Die Stadt verliert Großbäume, ohne hiervon Kenntnis zu erlangen. Großbäume sind jedoch Sauerstoff- und Nährstofflieferanten und sollten geschützt werden. Durch ein Baumkataster könnten Großbäume erfasst und mit ihrem CO 2 Emissionsausgleich beurteilt werden. Dadurch kann eine Sensibilisierung erreicht werden. In Bebauungsplänen sollte der Schutz einzelner Großbäume verankert werden.
Darin sollten Erkenntnisse über ökologische und nachhaltige Bauweisen eingearbeitet werden, zum Beispiel Verzicht auf nicht recyclingfähige Materialien, umweltschonende Erschließung für die Ver- und Entsorgung der Grundstücke, flächenschonende Ausweisung von neuen Baugebieten, Dach- und Fassadenbegrünung, Baumpatenschaften für Grünflächen im öffentlichen Raum.

Grüne
Thomas Klein

Die Rahmenbedingungen setzen die EU und insbesondere der Bund. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die Untätigkeit der Bundesregierung, dieser Widerspruch zwischen Ankündigung und Praxis ist unverantwortlich. Fossile Kraftwerke sind Investitionen von gestern. Ich stehe voll hinter unseren Stadtwerken, die Neuinvestitionen nur noch in erneuerbare Energien vornehmen.

In Osnabrück bringen wir Anspruch und reales Handeln zusammen. Inzwischen stehen alle Fraktionen hinter unserem Klimaschutzprogramm. Das war ein langer Weg. Jetzt wird es darum gehen Wirtschaft und Bürgerschaft zum Mitmachen zu bewegen, das technisch-kreative Potenzial zu mobilisieren. Die notwendigen Investitionen müssen über Fördermittel und Bürgerbeteiligungen realisiert werden.

Solange sie hilft, giftige Stickoxide messbar zu senken, ja. Natürlich hätte es effektivere Maßnahmen gegeben. Zum Beispiel strengere Grenzwerte für Pkw auf EU- und Bundesebene. Auf der kommunalen Ebene war die Umweltzone wegen der Rechtslage unverzichtbar, weil die politisch Verantwortlichen im Bund und in der Autoindustrie das Thema Luftqualität verschlafen hatten.

Politik und Verwaltung müssen beim Baumschutz Vorbild sein und das Bewusstsein für den Baumschutz stärken. Wir schützen einzelne Bäume als Naturdenkmale und in Bebauungsplänen. Dieser Schutzstatus muss auch durchgesetzt werden. Eine Baumschutzsatzung kann aus meiner Sicht sehr sinnvoll sein, wenn sie von einer breiten Mehrheit der Bürger und des Rates getragen wird.

Zuallererst müssen alle Planungen an den Klimaschutzzielen der Stadt orientiert sein. Wo möglich, muss der Passivhaus-Standard durchgesetzt werden. Belastungen von Böden und des Wasserhaushaltes müssen minimiert werden. Beeinträchtigungen für das Stadtklima sind auszuschließen und Bepflanzungen festzusetzen. Dabei sind die " grünen Straßen" zu bewahren, um der Tierwelt ein Leben in der Stadt zu erhalten.

FDP
Robert Seidler

Wir sollten prüfen, ob am Piesberg oder auch an anderer Stelle mehr Windräder aufgestellt werden können. Auch ist das Energieeinsparpotenzial noch lange nicht erreicht. Die Nutzung von Geothermie sollte für Osnabrück intensiv untersucht werden.

Die sehr hohen Schulden der Stadt lassen dafür keine Gelder zu. Jeder muss seiner Eigenverantwortung gerecht werden und sein Möglichstes dazu beitragen. Klimaschutz ist keine Sache einer örtlichen Verwaltung, sondern eine Sache aller, die nur durch gemeinsames Verhalten erreicht oder verbessert werden kann.

Nein. An den Plaketten haben nur die Hersteller verdient. Umgekehrt wäre es richtig gewesen, für Fahrzeuge, die die Grenzwerte nicht erfüllen, eine Plakette erwerben zu müssen. Alle Neufahrzeuge der letzten Jahre erfüllen die Voraussetzungen, sodass sich die Sache überholt hat.

Indem wir zunehmend Patenschaften ermöglichen und Anlieger oder andere Bürger die Patenschaften übernehmen, auch für Neuanpflanzungen.

Wir sollten den Bereich der Geothermie stärker einbeziehen, eine bei Weitem noch nicht ausgeschöpfte Energiequelle.

Parteilos
Kalla Wefel

So unrentabel scheinen die nach meiner letzten Stromabrechnung nicht zu sein. Ansonsten überlasse ich das lieber Experten, als hier nun irgendwelchen vorgekauten Stuss nachzuerzählen.

Um Fördergelder zu erhalten, geht das in Ordnung, doch ansonsten ist das nichts als eine verlogene Phrase, denn es gibt keinen hundertprozentigen Klimaschutz. Meine Parole lautet " 99, 837 % Klimaschutz bei 100 % Lohnausgleich", damit bin ich bezüglich des Klimas der Wahrheit um exakt 0, 163 Prozent näher.

Ich habe sie nie für sinnvoll gehalten. Eine typisch arrogante, lebensfremde Entscheidung satter Wohlstandspolitiker, ohne Rücksicht auf die wenigen zu nehmen, die sich nur ein altes Auto leisten können.

Indem wir zu Hause auf die Toilette gehen.

Mehr Grünflächen. Ich wiederhole mich: Der Neumarkt muss zur Wiese werden. Und generell: Natur vor Beton.

Parteilos
Christian Steiffen

Danke, dass sie mich darauf hinweisen. In diese Problematik bin ich noch nicht eingearbeitet. Aber ich habe ja noch etwas Zeit, bis die Arbeit beginnt.

Ich lese mir durch, was die anderen dazu schreiben, und suche mir das Beste raus.

Ich habe die Umweltzone noch nie für eine gute Idee gehalten.

Zum Beispiel durch die Baumschutzsatzung. Keine Bäume fällen hört sich effektiv an. Ich selber bin Anhänger des " Treehugging" (englisch: Bäume umarmen, Anm. d. Red.). Gerade beim Joggen halte ich gerne mal an und " hugge". Das schafft eine sehr persönliche Nähe zu Bäumen. Wenn die jeder hätte, gäbe es auf dem Gebiet weniger Probleme.

Ich bin zufrieden mit dem heutigen Stand.

Osnabrück. Die neue Internetseite unserer Zeitung gibt dem Oberbürgermeister-Wahlkampf in Osnabrück eine multimediale Dimension: Alle sechs Bewerber stellen sich auf einem eigenen Themenportal in rund einminütigen Videoclips den Wählern vor.
Wolfgang Griesert (CDU) erklärt etwa, er könne sich " keine schönere Aufgabe" vorstellen, als OB von Osnabrück zu sein. Als früherer Stadtbaurat und Umweltdezernent habe er acht Jahre lang Verantwortung getragen und mitgestaltet. Daran wolle er anknüpfen.
Birgit Bornemann (SPD) sagt, als geborene Osnabrückerin liege ihr die Stadt sehr am Herzen. Die einzige Frau im Rennen ums Rathaus wolle dafür sorgen, dass es auch künftig gute und sichere Arbeit gibt sowie bezahlbaren Wohnraum. " Familien sollen sich wohlfühlen."
Thomas Klein (Grüne) verspricht, sich als OB so engagiert für die Interessen der Osnabrücker einzusetzen, wie er es auch als Strafverteidiger für seine Mandanten tut. Als Ratsmitglied wisse er um die Probleme der Stadt. Klimaschutz heißt sein oberstes Ziel.
Der zweite Jurist im Bunde heißt Robert Seidler und tritt für die FDP an. Ihn treibe der Wille zur Veränderung an. " Für mich steht der Mensch im Vordergrund und nicht das Parteibuch." Anstatt Probleme zu verwalten, wolle er lieber gestalten gemeinsam mit den Bürgern.
Kabarettist Kalla Wefel (parteilos) hat es nach eigenen Angaben vor allem auf die Rente abgesehen, die ihm der OB-Job bescheren würde. " Für einen Künstler ist das unheimlich wichtig." Ansonsten laute sein Motto: Ohne Skandale keine Triumphe.
Entertainer Christian Steiffen (parteilos) skizziert im Clip seine Kampagne " Ich für uns". Als kommunal politische Knackpunkte nennt er Neumarkt, Güterbahnhof, Kliniken und Umgehungsstraße. " Es gibt viel zu tun, und ich bin genau der Richtige."
Bildtext:
Kurzporträts in bewegten Bildern gibt es von den OB-Kanidaten (von oben links im Uhrzeigersinn) Wolfgang Griesert, Birgit Bornemann, Thomas Klein, Christian Steiffen, Kalla Wefel und Robert Seidler.
Fotos:
Screenshots
Autor:
sst


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