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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Großartige Stimmung beim Open Air
 
Zwei Tage großartige Festival-Stimmung
 
Fanta 4 mit lässiger Souveränität
Zwischenüberschrift:
So schön war das Schlossgarten-Open-Air 2015 – Neuauflage im kommenden Jahr voraussichtlich Mitte August
 
Revolverheld begeistern mit stadiontauglichem Poprock – Eine Konzertkritik
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Das Schlossgarten-Open-Air hat am Freitag und Samstag für Tausende lachende Gesichter gesorgt. 9500 Besucher jubelten am Samstag den Headlinern des Abends, den Fantastischen Vier, zu. Am Freitag war das Durchschnittsalter der Open-Air-Gäste deutlich jünger da standen die Musiker von Revolverheld auf der Bühne, nachdem das zweitägige Spektakel im Schlossgarten von der Band Tonbandgerät und Gregor Meyle eingeläutet worden war. Insgesamt waren laut Veranstalter an beiden Tagen rund 18 000 Besucher auf dem Gelände Freitagabend 8500, Samstagabend 9500. Einige Tausend mehr hätten sogar noch Platz gehabt, insgesamt ist das Gelände für 12 000 Besucher ausgelegt. Das Schlossgarten-Open-Air 2016 soll voraussichtlich am 19. und 20. August stattfinden.

Osnabrück. Gab es überhaupt einen Besucher, dem es nicht gefallen hat? Das Schlossgarten-Open-Air hat am Freitag und Samstag für Tausende strahlende Gesichter gesorgt. Tolle Musik und hervorragendes Wetter bescherten der Stadt ein Festival, das vielen lange im Gedächtnis bleiben wird.
Als das Konzert der Fantastischen Vier erst wenige Minuten alt war, ging Smudo bereits auf Tuchfühlung: " Osnabrück, darf ich Osna sagen?" Die Feiergemeinde im Schlossgarten verwehrte es ihm nicht, es war ja auch ein Abend unter Freunden.
Lange hat die Stadt darauf warten müssen, im Schlossgarten wieder ein großes Pop-Festival zu erleben. Die letzte Auflage gab es im Jahr 2003, auch damals traten Fanta 4 als Headliner auf. " Echt? Daran kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern", sagte Bandmitglied Michi Beck im Gespräch mit unserer Redaktion. Kollege Smudo immerhin war sich sicher, schon mal in Osnabrück zu Gast gewesen zu sein, nannte als Auftrittsort aber immer wieder einen " Schlosshof".
Nicole Bauschulte aus Osnabrück war 2003 im Schlossgarten dabei und stand nun wieder auf dem Konzertgelände jetzt allerdings mit Begleitung. " Du hast mir so davon vorgeschwärmt, dass ich dieses Mal unbedingt mitkommen wollte", sagte ihr Partner Heiko Scheile. Von der Stimmung auf dem Festival-Gelände waren beide schon vor Beginn des Konzerts begeistert.
Als die Fantas dann die Bühne betraten, liefen die knapp 9500 Besucher ziemlich schnell heiß; als die Band schließlich Klassiker wie " Sie ist weg" performte, herrschte im Publikum die pure Euphorie.
" Das Konzert war noch besser, als wir erwartet haben", sagte Marion Haidukiewitz, die mit ihrem Mann aus Quakenbrück angereist war. Bei einem Glas Wein verglichen sie das Osnabrücker Gesamtpaket mit dem Papenburg-Festival, das sie im vergangenen Jahr besucht hatten. Fazit: " Papenburg ist viel zu eng, da kommst du ja mit dem Auto nicht durch. Osnabrück ist viel besser."
VfL-Profis zu Gast
Eine Menge Lob bekam übrigens auch der Rapper Seven, der vor den Fantastischen Vier aufgetreten war. Vor dem Black-Music-Künstler wiederum waren drei Spieler des VfL Osnabrück und Trainer Maik Walpurgis auf die Bühne gekommen, um ein paar Fragen zu beantworten. Die Zuschauer erfuhren unter anderem, dass Herzlake, wo die VfLer gerade ihr Trainingslager absolviert hatten, intern " Schmerzlake" heißt.
Die meisten Zuschauer verfolgten diesen Auftritt höchstens nebenbei, vor allem aber: sitzend. Das hatte am Freitag noch ganz anders ausgesehen. Die im Schnitt deutlich jüngeren Zuschauer hatten mehrheitlich gestanden, und spätestens beim Auftritt der ersten Band Tonbandgerät hielt es kaum noch jemanden auf dem sorgsam abgedeckten Schlossgarten-Boden.
Nach Tonbandgerät kam Gregor Meyle, dessen Performance auch für etwas Kritik sorgte: " Der hätte mehr von seinen bekannten Liedern spielen sollen", sagte Christiane Fischer aus Dissen. Der druckvolle Auftritt von Revolverheld wiederum sorgte vielfach für Begeisterung. " Ich kannte die bislang nur aus dem Radio und habe immer gedacht: Was singen die nur für Schnulzen?", sagte der Hasberger Sebastian Lampe. " Aber das heute ging ja richtig ab!"
Die allgemeine Zufriedenheit schlug sich auch in der Bilanz der Polizei nieder: keine Zwischenfälle, kein Ärger, gar nichts. " Das ist eine tolle Veranstaltung, was auch viel mit dem Publikum zu tun hat", sagte Einsatzleiter Sascha Heindrichs während der Show. " Die wollen einfach friedlich Musik hören."
Auch die Johanniter hatten wenig zu tun. Aufgrund der großen Hitze hatten lediglich einige Gäste mit verstärkter Transpiration zu kämpfen, die wiederum sorgte bei manchen für Blasen und aufgescheuerte Stellen. Mit einem Pflaster, so ein Mitglied der Rettungskräfte, habe man aber allen Betroffenen helfen können. Und auch einer Frau, die gegen Ende des Auftritts der Fantastischen Vier in Ohnmacht fiel, ging es schnell wieder besser. Intensiv versorgt werden musste lediglich ein Mann, der sich laut Johanniter-Einsatzleitung mit einer Mischung aus Alkohol und illegalen Drogen in einen ernsten Zustand gebracht hatte.
Wasser schlägt Bier
Der enorm heiße Freitag fand seinen Niederschlag auch im Getränkekonsum. Die Bierwagen-Mitarbeiterinnen Jana von Höne und Isabell Larbus zogen nach dem ersten Festival-Tag folgendes Fazit: " Es ist ziemlich wenig Bier weggegangen. Die Leute wollten ständig Wasser und Softdrinks, zeitweise hatten wir keine PET-Flaschen mehr." Am deutlich kühleren Samstag holten die Osnabrücker dann aber auf und tranken erheblich mehr Bier als am Vorabend.
Für Stimmung sorgte das Festival übrigens nicht nur auf dem Gelände. Viele hatten sich auch vor den Absperrungen eingefunden: Manche versuchten, am Gitter neben dem Eingang stehend einen Blick auf die Bühne zu erhaschen, andere saßen auf Decken, genossen die Abendsonne und lauschten.
Veranstalter glücklich
Rundum zufrieden zeigte sich schließlich auch der Veranstalter. " Mit dem ersten Tag sind wir absolut zufrieden, nur glückliche Gesichter auf dem Gelände", sagte Christoph Hengholt von Goldrush Productions kurz vor dem Auftritt der Fantastischen Vier. Am Sonntag, als ihn unsere Redaktion während des Abbaus erreichte, zog Hengholt ein durchweg positives Fazit. " Man hat gemerkt, dass Osnabrück gebrannt hat. Alle standen hinter diesem Festival!" Nicht nur die Bands hätten übrigens viele Komplimente bekommen, sondern auch das Publikum. " Die Fantastischen Vier haben gestern noch einmal explizit die Zuschauer gelobt."
Insgesamt waren laut Veranstalter an beiden Tagen rund 18 000 Besucher auf dem Gelände Freitagabend 8500, Samstagabend 9500. Einige Tausend mehr hätten sogar noch Platz gehabt, insgesamt ist das Gelände für 12 000 Besucher ausgelegt.
Möglicherweise kommen die ja, wenn im kommenden Juli das nächste Schlossgarten-Open-Air steigt. Wer 2016 auftreten wird, steht noch nicht fest. Wen er sich als Headliner gewünscht hätte, hat Goldrush-Chef Rüdiger Scholz aber bereits verraten: " Am liebsten Herbert Grönemeyer, nur macht der seine Konzerte im nächsten Jahr leider wieder im Juni."
Laut Christoph Hengholt hat Goldrush auch von Deutsch-Rapper Cro eine Absage erhalten, weil der ebenfalls vor dem Schlossgarten- Open-Air seine Tour beenden wird. Stattfinden soll das Festival 2016 höchstwahrscheinlich am dritten Augustwochenende. " Das würde mit den Schulferien am besten passen." Die Sommerferien in Niedersachsen enden am 3. August, in NRW müssen die Kinder am 23. August wieder zur Schule. Das Schlossgarten-Open-Air 2016 soll also Stand jetzt am 19. und 20. August stattfinden.

Eine Konzertkritik lesen Sie auf der nächsten Seite.
Den Live-Ticker zum Nachlesen und viele Fotos finden Sie auf www.noz.de
Bildtexte:
Die Fantastischen Vier liefern ab, und der Funke sprinkt über - am Ende gibt es nicht nur viel Lob für die Küstler von den Osnabrückern, sondern auch umgekehrt.
Echte Fans und die passende Kleidung von Revolverheld bis Fanta 4.
Fotos:
David Ebener

Kommentar
Traumhafte Premiere

Fantastisch das gilt fast in jeder Hinsicht für die Premiere des Schlossgarten-Open-Airs. Insgesamt rund 18 000 Fans feierten Freitag und Samstag in traumhaftem Park-Ambiente ab und sorgten für eine tolle Atmosphäre in der Stadt, wo es hinterher in der Gastro-Szene brannte.

" Was geht?" lautet einer der Hits von Fanta 4, die 2003 die Band war, die beim ersten Großkonzert im Schlossgarten die Osnabrücker begeisterte und auch Samstag bei der Premiere des zweitägigen Open-Airs für ein grandioses Finale sorgte. Die Stadt, die Besucherresonanz und Veranstalter Rüdiger Scholz haben am Wochenende die Antwort gegeben: Osnabrück kann auch groß und verfügt mit der direkt in der Innenstadt gelegenen Grün-Oase über eine Location mit zauberhaftem " Out in the Green"- Charme, wie sie nur wenige Standorte für solche Freiluft-Events zu bieten haben.

Nachdem große Acts wegen der nach dem Umbau der Osnabrück-Halle verkleinerten Zuschauerkapazität überdacht eher andere Auftrittsorte im Großraum vorziehen, verfügt die Hasestadt jetzt unter freiem Himmel über ein Highlight mit Ausstrahlungskraft. Und dank der 12 000er-Kapazität des Geländes hat das Open-Air das Potenzial, sich in den kommenden zwei Jahren zu einem überregionalen Markenzeichen zu entwickeln.

Die Premiere hat für den Veranstalter ein " Wunschergebnis" gebracht und ist für die Stadt ein Gewinn gewesen. Alle, die dabei waren, dürften sich schon auf die zweite Auflage freuen.

Osnabrück. Eine runde Sache, dieses Open Air für die ganze Familie: Fünf Bands von Revolverheld bis Fanta 4 lockten am Wochenende die Zuschauer in den Osnabrücker Schlossgarten. Die meisten Musiker schafften es auch, ihre Fans zu begeistern.

Welche Bands präsentiere ich, wenn ich den Osnabrücker Schlossgarten mit einer Kapazität von circa 12 000 Zuschauern füllen will? Das geht nur generations- und genreübergreifend. Daher konnten junge Leute am Freitag zu den Elektrodisco-Klängen von Tonbandgerät in Fahrt kommen, derweil die Älteren von Gregor Meyle in den Schunkel-Modus versetzt wurden. Der Headliner des Abends, Revolverheld, begeisterte das Publikum von Jung bis Alt mit stadiontauglichem Poprock.

Auch am Samstag ging die Rechnung auf: Da die Fantastischen Vier noch nie eine reine Hip-Hop-Truppe waren, sondern schon seit über 25 Jahren massenkompatible Popperlen produzieren, war das Publikum auch hier gemischt: Fans der ersten Stunde, die stolz auf die 50 zugehen, trafen auf Teenies, die die Stuttgarter gerade erst für sich entdeckten.

" Und scheiß auf Freunde bleiben!" Der Refrain des Revolverheld-Hits klang noch manchem im Kopf, der sich am Freitag vom Schlossgarten aus auf den Heimweg machte. Ein massiver Publikumschor hatte den hymnischen Song zusammen mit Frontmann Johannes Strate gesungen, bevor der erste Teil des Schlossgarten-Open-Airs endgültig vorbei war.

Vorausgegangen war ein harmonischer Festivalabend in malerischer Kulisse. Tonbandgerät aus Hamburg zeigte schon am frühen Abend, dass die Band nicht nur für starke Clubkonzerte gut ist, sondern auch im Großen funktioniert. Einen musikalischen Gemischtwarenladen öffnete Gregor Meyle.

Er war mit großem Besteck nach Osnabrück gekommen. Violinen, Bläser, zwei Keyboarder, eine Backgroundsängerin: Neun Musiker begleiteten den Sänger durch ein bunt-beliebiges Konzert. Big-Band-Sound, Pop, Rock, Folk, Soul, Gypsy-Swing, Reggae und Karnevalslieder umfasste die Palette des Sängers, die nicht wirklich zündete. Und nannte er den Sirtaki, den er da tanzte, wirklich " Zaziki"? Dagegen punkteten die Revolverhelden mit Hits wie " Spinner", " Du trägst keine Liebe in dir" oder dem mitreißenden " Darf ich bitten", das die Stimmung im Schlossgarten zum Kochen brachte.

Für ein bisschen Sinnlichkeit sorgte eine Vorschau auf das im Herbst erscheinende " MTV Unplugged"- Album der Band mit akustischen Versionen von " Halt dich an mir fest" oder " Hamburg hinter uns". Mit lässiger Souveränität jagten dann am Samstag die Fantastischen Vier durch ein Programm mit diversen neuen und ganz vielen alten Hits. Dass die knapp 9500 Zuschauer bereit waren, eine zünftige Party zu feiern, zeigten sie bereits am frühen Abend, als Soulmann Seven aus der Schweiz mit funkigem Groove Tanzlaune generierte.

Leider hatte Seven nur seine Basisband mit nach Osnabrück gebracht. Wenn er seine variationsreiche Stimme auf ein fulminantes Soulfundament legen kann, das von gepfefferten Bläsersätzen und tanzenden Backgroundsängerinnen angetrieben wird, kommt Seven besonders gut in Fahrt. Aber auch ohne große Band hatte der hierzulande noch recht unbekannte Musiker, eine Entdeckung übrigens von Fanta-4-Manager Andreas " Bär" Läsker, schon bald viele Fans im Publikum.

Vor allem Keyboarderin Rose Ann Dimalanta, die früher schon bei der US-Funk-Legende Prince für infektiöse Soultöne sorgte, heizte dem Sound aus griffigen Bässen mit einem exakt rhythmisierenden Schlagzeuger und einem Gitarristen, der dem Funk ein bisschen Rock einbläute, mächtig ein.

Ganz in Schwarz betrat alsbald And.Ypsilon mit fünf Live-Musikern die Bühne, um das Intro für die " Rekord-Show" der Fanta 4 abzuspulen. Die Stuttgarter sind ja immer noch auf Jubiläums-Tour: Vor 26 Jahren starteten sie ihre phänomenale Karriere. Jetzt bewiesen sie einmal mehr, dass es durchaus möglich ist, mit Hip-Hop, dem Extrembeispiel für Jugendkultur, in Ehren zu altern.

Dramaturgisch gut arrangiert und lichttechnisch ansprechend in Szene gesetzt, lockten sie ihre Fans aus der Reserve. " 25 Years", der nos talgisch-schräge Exkurs in ihre Anfangszeit, neueres Material wie " Gegen jede Vernunft", " Typisch ich" oder " Smudo in Zukunft", ein Elektro-Gospel in panischem Swing-Style, ließen keine Langeweile aufkommen. Mit " Krieger" driftete man in mystische Gefilde, die in tiefes Rot getaucht waren und in denen Thomas D. wie ein Schamane agierte, seinen durchtrainierten nackten Oberkörper zeigend.

Schließlich setzte es Hits: " Sie ist weg", " MfG" und " Der Picknicker" gaben den Zuschauern den Rest. Ein finales " Troy" machte klar: Thomas D., Michi Beck, Smudo und And.Ypsilon sind große Entertainer, die sich ihren Platz im Pop-Olymp redlich erspielt haben.

Bildergalerien, Videos und weitere Hintergrundberichte zum " Schlossgarten-Open- Air 2015" in Osnabrück zum Nachlesen auf www.noz.de
Bildtexte:
Die Fantastischen Vier haben beim " Schlossgarten-Open-Air 2015" in Osnabrück die Zuschauer am Samstag mit neuen und alten Songs begeistert.
Hits zum Mitsingen gab es am Freitag auch von Revolverheld.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Hendrik Steinkuhl, Wolfgang Elbers


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