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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die letzten Tage der Johannisschule
Zwischenüberschrift:
Abschied mit Wehmut: Drei-Religionen-Schule übernimmt die Räume an der Süsterstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 2011 feierte die Johannisschule ihr 1000-jähriges Bestehen. Jetzt erlebt sie ihre letzten Tage. Die Schüler nehmen es hin und blicken nach vorne, für die Lehrerinnen ist es ein Abschied mit Wehmut.
" Wir fühlen uns ein bisschen wie die Gallier bei Asterix und Obelix", bekennt Rosemarie Mithöfer, die als kommissarische Rektorin für die Abwicklung der Grundschule verantwortlich ist. Seit 2012, als die Drei-Religionen-Schule im selben Gebäude eröffnet wurde, hat die Johannisschule keine i-Männchen mehr aufgenommen. Jetzt ist der letzte Jahrgang reif für eine weiterführende Schule.
" Die Schüler blicken nach vorne", sagt Rosemarie Mithöfer, aber für sie und ihre Kollegin Cornelia Wittenbrock ist es ein trauriger Abschied. Sie sind die letzten von 24 Lehrkräften, die einmal zum Team gehörten. Zusammen mit Aushilfen für Sport und Religion haben sie die 25 Schüler unterrichtet, die jetzt das Abgangszeugnis der vierten Klasse bekommen. In ihren besseren Zeiten hatte die Johannisschule noch 180 oder sogar 200 Schüler.
Der Name verschwindet
Als die Zahl der Anmeldungen in der damals noch katholischen Bekenntnisschule zurückging, gab es verschiedene Überlegungen für einen Neustart. Doch mit der Ratsentscheidung für die Drei-Religionen-Schule wurde die alte Institution mehr und mehr zu einer Randfigur im eigenen Haus. Noch immer steht der Schriftzug " Johannisschule" mit dem Marienkäfer als o über der Fensterfront an der Süsterstraße, und vor dem Eingang kündet ein Sandsteinquader mit der Aufschrift " St. Johann Volksschule 1903" von einem Vorgängerbau. Diese Insignien werden wohl bald verschwinden.
Rosemarie Mithöfer und Cornelia Wittenbrock haben schon wochenlang Akten sortiert und Hinterlassenschaften aus etlichen Jahrzehnten aufgeräumt. Dabei fanden sich auch 15 Steckenpferde, die auf dem Elternabend versteigert wurden. So kamen 220 Euro für Buschi zusammen. Mit den Schülern haben sie ein Abschiedsbuch erstellt, Aktionen wie Klasse-Kids unternommen, das Wasserwerk und das Druckzentrum besichtigt.
Am Mittwoch gibt es die Zeugnisse, zum letzten Mal. Die Kinder gehen dann auf eine andere Schule, die beiden Lehrerinnen gehen in den Ruhestand.
Bildtext:
Igel und Quiesel sind die Klassentiere der Johannisschule. Die Kinder lieben sie. Bald wird die Drei-Religionen-Schule die Räume übernehmen.
Foto:
Lahmann-Lammert
Autor:
rll


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