User Online: 1 | Timeout: 10:18Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zwei Drittel der Fassaden ungedämmt
Zwischenüberschrift:
Studie zu Gebäudesanierungen in Osnabrück vorgestellt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zwei Drittel der Gebäudefassaden in Osnabrück sind nicht gedämmt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, das von der Stadt Osnabrück in Auftrag gegeben wurde. Das Gutachten " Wohngebäudebestand und Sanierungspotenziale" ist eines von vierzehn Gutachten, die im Rahmen des Projektes " Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" erstellt werden.
Ziel des vom Bund geförderten Projektes ist es, die Kohlendioxid-Emissionen im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent zu reduzieren. Vier Jahre lang werden dazu in Osnabrück als einer von 19 Kommunen Daten gesammelt, ausgewertet und mögliche Wege in Richtung Klimaschutz erarbeitet. Am 1. Juni begann das Projekt.
Stadtbaurat Frank Otte stellte die Ergebnisse des ersten Gutachtens im Rathaus mit Vertretern der Verwaltung und Hausbesitzern vor. In dem 93 Seiten starken Band wird der Zustand der rund 31 000 Gebäude mit etwa 85 000 Wohnungen in Osnabrück erfasst. 4500 Bürger wurden mit Fragebögen angeschrieben. Die Stadtwerke übermittelten Daten zum Energieverbrauch der Bürger. Außerdem sahen sich die Gutachter den Bestand vor Ort an.
Die Hälfte der Gebäude seien " klassische Nachkriegsbauten", sagte Otte. In den Fünfziger- bis Siebzigerjahren wurden Häuser ohne große Rücksicht auf Energieeffizienz gebaut. Allerdings, so die Studie, seien heute weniger als fünf Prozent dieser Gebäude nicht modernisiert worden.
" Der Energieverbrauch in Osnabrück ist im Mittel besser als im Bundesdurchschnitt", so der Leiter der Studie, Dietmar Walberg. Dennoch bestehe ein großes Potenzial in den Modernisierungen der Gebäude. So könne man zum Beispiel ein Haus mit Schmuckfassade, das vorne nicht gedämmt werden kann, zumindest auf der Rückseite dämmen. Die Gebäude in der Stadt sind in der Studie in unterschiedliche Typen eingeteilt worden. Das Gutachten ist auf der Internetseite der Stadt abrufbar. Zu jedem Haustyp sind Modernisierungsoptionen und Einsparpotenziale festgehalten.
Birgit Rademacher vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz empfiehlt Eigentümern aber trotzdem, sich mit Experten abzusprechen, wenn es um Modernisierungen geht. Denn jedes Haus sei einzigartig. Ob nun an der Heizung, den Fenstern oder der Dämmung etwas getan werden müsse, sei im Einzelfall genau abzuwägen.
Gut für die Wirtschaft
" Das, was wir hier an den Gebäuden tun, bleibt in der Region", so Baurat Otte mit Blick auf die Aufträge für lokale Bauunternehmen. " Und das Geld, was Hauseigentümer einsparen, bleibt auch hier." Gemeinsam wolle man die Eigentümer für mögliche Einsparpotenziale sensibilisieren.
Im weiteren Verlauf des Modellprojektes werden weitere 13 Studien veröffentlicht. Sie behandeln Themen wie Geothermie, betriebliche Mobilität und die Vermittlung der Projekt-Ziele. In die Studie zum Wohngebäudebestand wurden knapp 29 000 Euro investiert. Finanziert wird das zunächst aus den Fördermitteln des Bundes für das Projekt. Grundsätzlich muss die Stadt aber auch einen Eigenanteil von 20 Prozent aufbringen.
Bildtext:
Auch eine gute Fassadendämmung soll dazu beitragen, die Energiewende auf kommunaler Ebene zu schaffen.
Foto:
dpa
Autor:
stwi


Anfang der Liste Ende der Liste