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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
"Osnabrücker nicht in Gefahr"
Zwischenüberschrift:
Stadt sieht kein hohes Risiko durch mutmaßlichen Bombenblindgänger
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Gefahr durch die mutmaßliche Bombe an der Osnabrücker Ziegelstraße sei für Anwohner und Passanten verschwindend gering, sagt die Stadt Osnabrück.

Die Stadt Osnabrück ist verantwortlich für den Umgang mit der Bombe am Hasetor. Oder besser gesagt: mit dem, was dort im Februar geortet wurde und vermutlich eine Bombe sein wird. Nach Erörterung der Lage mit Experten, unter anderem vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen, sei man zu dem Schluss gekommen: Die Gefahr für die Anwohner, Passanten und Bahnreisende ist im Augenblick verschwindend gering.

Wie die Deutsche Bahn auf Anfrage bestätigte, hat man im Februar 2013 vor Beginn der Bauarbeiten an der Lärmschutzwand Verdachtsflächen untersucht. Eine von der Bahn beauftragte Fachfirma hatte mit Magnetfeld-Messungen die mögliche Bombe geortet. Darauf, so Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst, habe die Deutsche Bahn sofort die Stadt Osnabrück als verantwortliche Behörde informiert. Das weitere Verfahren habe von da an in der Verantwortung der Stadt gelegen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem georteten Objekt tatsächlich um eine Bombe handelt, werde mit 50 Prozent eingeschätzt, sagte Sven Jürgensen, Sprecher der Stadt Osnabrück, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Schwierigkeit, genauere Erkenntnisse mit dem Magnetfeld-Messverfahren zu erhalten, erläuterte Thomas Bleicher, Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, auf Anfrage unserer Zeitung: Das natürliche Magnetfeld sei bei Bahnanlagen durch Schienen, Signalmasten und die übrigen zahlreich vorhandenen Anlagen aus Metall stark beeinflusst. Deshalb werde erst die Freilegung am Freitag, 23. August, Aufschluss geben, ob es sich bei dem Fund vom Februar tatsächlich um eine Bombe handelt.

Das Risiko, dass die mögliche Bombe unkontrolliert in die Luft geht, hält der Experte für sehr gering. Deshalb sei die Entscheidung der Stadt Osnabrück, die Bombe nicht sofort, sondern zu einem g ünstigen Zeitpunkt beseitigen zu lassen, richtig und vertretbar. Die Entschärfung, so die offizielle Mitteilung der Stadt, habe erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Durch die Sperrung der Pagenstecherstraße, der Hansastraße, der Bramscher Straße, der Süntelstraße, der Knollstraße und von Teilen des Wallrings ist insbesondere in den nördlichen Stadtteilen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Dieses gilt auch für den Linienverkehr des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke. Durch die Maßnahme kommt es auch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Ab 9 Uhr ruht der Betrieb zwischen Osnabrück Hauptbahnhof und Eversburg. Außerdem: Wegen der vorbereitenden Bauarbeiten wird die Ziegelstraße zwischen Terrasse und Bramscher Straße voraussichtlich vom 19. bis 30. August voll gesperrt werden.

Bei der Risikobewertung seien sich alle an der Lagebeurteilung beteiligten Experten einig gewesen, betont Stadtsprecher Jürgensen. Die gewählte Vorgehensweise sei im Übrigen auch in anderen Städten üblich, sagte Thomas Bleicher vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Osnabrück sei vorbildlich im Umgang mit Bomben-Altlasten: " Keine Stadt unternimmt auf dem Gebiet so viel wie Osnabrück." Der Experte räumte aber ein, dass ein Restrisiko immer bestehe. Jedes Jahr ereigneten sich in Deutschland sogenannte Selbstdetonationen" ohne erkennbaren äußerlichen Anlass. Die letzte bekannt gewordene Selbstdetonation gab es am 21. Juli in Buseck bei Gießen.
Bildtext:
Hier wird die Bombe vermutet an der Ziegelstraße hinter dem Bahnhof Altstadt in Höhe des Kindergartens " Villa Kunterbunt".
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Michael Schwager


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