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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bauarbeiten für Orang-Utan Buschi
 
Ein Palast für "King Buschi"
Zwischenüberschrift:
Umbau des Menschenaffenhauses im Zoo Osnabrück bis Sommer 2016
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. 500 000 Euro Spenden hat der Zoo für den Umbau seines Menschenaffenhauses eingesammelt und damit einen ansehnlichen Teil der Baukosten von insgesamt 1, 4 Millionen Euro für das Haus, in dem Orang-Utan Buschi nebst Partnerin Astrid leben wird.

Osnabrück. Bessere Haltungsbedingungen für Orang-Utan Buschi & Co. sowie eine schönere Kulisse für Besucher verspricht sich der Zoo Osnabrück vom Umbau seines Menschenaffenhauses. Am Donnerstag wurden die Pläne am Modell vorgestellt. Im Sommer 2016 soll das Gehege fertig sein.

Geplant ist eine Neugestaltung im Stil der kambodschanischen Tempelruine Angkor-Wat. Nach diesem Vorbild entstanden seit 2013 bereits die benachbarten Anlagen für Schweinsaffen und Sumatratiger. Diese Themenwelt, in der teils stark bedrohte Tierarten aus Asien gezeigt werden, sei bei den Gästen äußerst beliebt, sagte Geschäftsführer Andreas Busemann.

Vor allem aber profitieren die Orang-Utans Buschi und Astrid sowie die vier Weißwangen-Schopfgibbons Otti, Lenchen, Josita und Jorge von der Erweiterung. Durch den Umbau des Hauses vergrößert sich ihr Revier um mehr als das Doppelte. " Die neuesten Mindestanforderungen an die Haltung von Menschenaffen werden über erfüllt", stellte Zoodirektor Michael Böer fest.

Den größten Teil der Baukosten von 1, 4 Millionen Euro finanziert der Zoo mit Krediten. Mehr als ein Drittel der Summe stammt jedoch aus Spenden der Aktion " Wir für Buschi". Viele Firmen und Privatpersonen haben gemeinsam mehr als 500 000 Euro aufgebracht. " Dies beweist, wie sehr der Zoo Osnabrück von den Menschen in der Region mitgetragen wird", sagte Zoopräsident Reinhard Sliwka.

Bei dem Umbau des Menschenaffenhauses will es der Zoo jedoch nicht bewenden lassen. " Wir sind noch lange nicht fertig", sagte Geschäftsführer Busemann. Unmittelbar nach Fertigstellung von Buschis neuem Palast im Sommer 2016 soll mit dem Bau einer neuen Nordamerika-Welt begonnen werden.

Das Modell in allen Einzelheiten, außerdem Fotos und ein Video vom neuen Menschenaffenhaus im Zoo Osnabrück finden Sie bei uns im Internet auf www.noz.de/ zoo
Bildtext:
Gestalter Detlef Gehrs zeigt am Modell, wie er sich das neue Menschenaffenhaus im Zoo Osnabrück vorstellt. Besonderer Clou: Orang-Utan Buschi, hier als Pappkamerad im Bild, bekommt einen beheizten Sitzplatz.
Foto:
David Ebener

Kommentar
Goldkäfig

zu klein, zu finster und verwahrlost: So stellte sich Buschis Reich im Sommer 2012 für das Great Ape Project dar, eine internationale Initiative zum Schutz der Menschenaffen. Diese Kritik hat sich der Zoo Osnabrück zu Herzen genommen. Und weil es für die Verantwortlichen am Schölerberg nicht infrage kam, die Orang-Utan-Haltung wie damals gefordert ganz aufzugeben, entschieden sie sich für eine massive Verbesserung der bestehenden Verhältnisse.

Das umgestaltete Menschenaffenhaus setzt da Maßstäbe. Natürlich ist und bleibt es ein Käfig allem schönen Schein zum Trotz. Doch für den im Dezember 1971 im Zoo Osnabrück geborenen Buschi, seine Artgenossin Astrid und alle artverwandten Mitbewohner ist es bald eins der bestmöglichen Zuhause außerhalb der freien Wildbahn. Im fernöstlichen Regenwald akut vom Aussterben bedroht, sind sie hier wenigstens sicher.
Autor:
Sebastian Stricker


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