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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wohnheim aus vier Teilen
 
Wohnheim soll bis März 2017 stehen
Zwischenüberschrift:
Studentenwerk schafft am Westerberg für 15 Millionen Euro 176 neue Plätze
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Für 15 Millionen Euro zuzüglich Grundstückskosten baut das Studentenwerk Osnabrück ab November ein neues Studentenwohnheim mit 176 Plätzen nahe dem Campus Westerberg. Bis Ende März 2017 soll das vierteilige Gebäude-Ensemble fertig sein.

Osnabrück. Das Studentenwerk Osnabrück will im November mit dem Bau des neuen Wohnheims nahe dem Campus Westerberg beginnen. Das vierteilige Haus wird mit 176 Plätzen eins der größten seiner Art in Osnabrück. Zum Sommersemester 2017 soll es bezugsfertig sein.

Für das neue Studentenwohnheim zwischen Natruper Straße und Berghoffstraße mussten bereits vier Gebäude weichen, darunter die frühere Gaststätte Lührmann samt Kegelbahn und ein als " Blaues Haus" bekanntes Bordell. An ihrer Stelle wächst demnächst eine neue Gruppe kantiger Klinkerbauten, die Architekten und Bauherren unserer Redaktion am Mittwoch in allen Einzelheiten vorstellten.

100 Jahre alte Linden

Der Natruper Straße zugewandt entsteht also ein dreigeschossiges Gebäude mit zurückspringendem Staffelgeschoss, dahinter ein deutlich flacheres mit Laubengängen zum Innenhof. Beide Teile sind durch eine gemeinsame Parkebene verbunden. Zur Berghoffstraße dasselbe Bild mit einem Unterschied: Das vordere Haus ist zweigeschossig (plus Staffelgeschoss) und verfügt auch über einen Aufzug.

Helle Klinkerriemchen, raumhohe Fenster in asymmetrischer Anordnung und vereinzelte bunte Fassadenplatten bestimmen die Außenansicht des Campus-Wohnheims, ebenso Sockelgeschosse aus Putz oder Sichtbeton. Das grüne Herz der Anlage schlägt zwischen den beiden Gebäudekomplexen: Dort entfaltet sich rund um 100 Jahre alte Linden eine Wiese mit Bänken, Terrasse und Bocciabahn.

Und innen? Werden 126 Einzelappartements untergebracht, davon sind 16 rollstuhlgerecht. Damit reagiere das Studentenwerk auf den deutlich gestiegenen Bedarf an einer Wohnform, " die bei uns bislang unterrepräsentiert war", sagt Geschäftsführerin Birgit Bornemann. Mit Wohnflächen von durchschnittlich 27 Quadratmetern seien die Einzelappartements üppig bemessen. 19 Appartements sind für Wohngemeinschaften bis zu vier Personen geeignet. Außerdem gibt es eine Familienwohnung.

Unterm Strich finden 176 Bewohner Platz. Das ist fast die dreifache Menge dessen, was an diesem Standort ursprünglich möglich schien. Denn zu Beginn der Planungen vor drei Jahren habe nur das Lührmann-Grundstück zur Verfügung gestanden, berichtet Franz-Josef Hillebrandt, Vorsitzender des Verwaltungssausschusses im Studentenwerk Osnabrück. Geduld und Geschick in den teils " langwierigen Verhandlungen" mit Eigentümern benachbarter Flächen hätten es jedoch erlaubt, die Parzelle Stück für Stück auf das heutige Maß zu erweitern und die vom Osnabrücker Architekturbüro Plan Concept entworfenen Baupläne entsprechend anzupassen.

Miete unter 300 Euro

" Das wird eine wunderschöne Anlage", ist Studentenwerkschefin Bornemann überzeugt. Insgesamt steckt sie 15 Millionen Euro in den Neubau, der bis Ende März 2017 fertig werden soll. Die Kosten für den Grundstückserwerb sind in dieser Summe nicht enthalten und werden offiziell nicht genannt. Sie dürften sich bei einer Fläche von 5000 Quadratmetern in dieser Lage aber auf einen weiteren Millionenbetrag belaufen.

Was die Mietpreise für den Neubau angeht, gebe es noch keine exakte Kalkulation, sagt Bornemann. Sie sollen aber unter 300 Euro im Monat liegen warm wohlgemerkt.

Weitere Infos sowie jede Menge Fotos vom geplanten Studentenwohnheim finden Sie bei uns im Internet auf www.noz.de/ campus
Bildtext:
Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück, präsentiert die Baupläne für das Campus-Wohnheim am Westerberg.
Foto:
David Ebener

Kommentar
Effizient

Das neue Studentenwohnheim, das in Kürze nahe dem Campus Westerberg entsteht, ist ein wichtiger Impuls für die ganze Stadt. Es stärkt nicht nur den Hochschulstandort Osnabrück, sondern leistet ab Mitte 2017 auch einen spürbaren Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarkts. Dafür gebührt dem Studentenwerk als Bauherr Lob und Dank. Auch wie es sich auf dem Grundstücksmarkt verhalten hat, um in ausgesuchter Lage an die begehrten Flächen zu gelangen, nötigt Respekt ab.

Wer scheinbar ohne finanzielle Verrenkungen weit über 15 Millionen Euro für ein einzelnes Projekt aufbringen kann, während er gleichzeitig noch woanders baut, hat natürlich eine komfortable Ausgangslage. Doch auch die ist nicht allein alten Subventionen geschuldet, sondern vor allem hart erarbeitet. Denn anders als früher, als das Land am Ende für die Errichtung von Studentenwohnheimen voll bezahlte, muss heute jeder Euro, den das Studentenwerk Osnabrück ausgibt, selbst erwirtschaftet werden. Die Geschäftsführung ist deshalb auf Effizienz und hohes Kostenbewusstsein getrimmt. Das macht es auch möglich, niedersachsenweit die niedrigsten Studentenwerksbeiträge und Preise in den Mensen zu verlangen.
Autor:
Sebastian Stricker


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