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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ansturm auf Anteile
Zwischenüberschrift:
Positive Bilanz beim Heimstättenverein Osnabrück
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Bei jährlichen Dividenden von vier Prozent trotzen offenbar immer mehr Mitglieder von Wohnungsbau-Genossenschaften der Sparzins-Krise durch Zeichnung von Geschäftsanteilen. Der Heimstättenverein Osnabrück etwa, einer der größten Vermieter in der Stadt, verbuchte 2014 in diesem Bereich einen Anstieg um fast 1000 Anteile.

Wie Geschäftsführer Jürgen Silies unserer Redaktion jetzt auf Nachfrage mitteilte, gehörten dem Heimstättenverein Osnabrück Ende 2014 exakt 2005 Mitglieder an. Damit hielt sich die Wohnungsbau-Genossenschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp über der 2000-Mitglieder-Marke. Gleichzeitig kletterte jedoch in diesem Zeitraum die Zahl der Geschäftsanteile von 9572 auf 10 558. Ein Geschäftsanteil entspricht 160 Euro.

Hohe Gewinne

Für HVO-Geschäftsführer Jürgen Silies bedeuten diese und andere Zahlen, die er im Juni auch auf der Mitgliederversammlung des Heimstättenvereins Osnabrück vorstellte, ein " erfolgreiches Geschäftsjahr". Die Bilanzsumme näherte sich der 60-Millionen-Euro-Marke. Umsatzerlöse in Höhe von knapp 9, 4 Millionen Euro ermöglichten dem Heimstättenverein Osnabrück als Eigner von rund 1800 Wohnungen und über 400 Garagen und Stellplätzen im Stadtgebiet hohe Investitionen in den Neubau, darunter das in Teilen so gut wie fertiggestellte Großprojekt an der Borsigstraße im Stadtteil Schinkel. Außerdem floss viel Geld in die Instandhaltung (1, 9 Millionen Euro) und Modernisierung (1, 4 Millionen Euro) der HVO-Häuser. Der Jahresüberschuss von mehr als 1, 2 Millionen Euro wurde zum Teil wieder als vierprozentige Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet, aber mehr noch zur Bildung von Rücklagen genutzt. Diese betrugen im Jahr 2014 über 29, 2 Millionen Euro.

Neuer Aufsichtsratschef

Personelle Änderungen ergaben sich im Aufsichtsrat des Heimstättenvereins Osnabrück. So stellte etwa der bisherige Vorsitzende Georg Bartholomäus sein Amt nach 29 Jahren, davon 16 an der Spitze, zur Verfügung. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Horst Kurrelmeyer.

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Bildtext:
Der erste Teil vom Neubau des Heimstättenvereins Osnabrück an der Borsigstraße im Stadtteil Schinkel ist beinahe fertig. Im August sollen die ersten Mieter in das Haus Nummer 12/ 14 einziehen.
Foto:
Jörg Martens

Heimstättenverein: 1800 Wohnungen in der Stadt

Der Heimstättenverein Osnabrück (HVO) wurde am 8. Mai 1919 gegründet, um die nach dem Ersten Weltkrieg einsetzende Nachfrage nach Wohneigentum und Grundbesitz zu ermöglichen.

Die aus der Allgemeinen Osnabrücker Beamtenschaft gegründete Genossenschaft trug zunächst den Namen " Beamtenwohnungsverein Osnabrück", öffnete sich später aber auch für Mitglieder außerhalb des Staatsdienstes. Lange Zeit trat der HVO als Bauherr von Erwerbshäusern auf, doch seit 1990 liegt das Kerngeschäft in der Vermietung eigener Wohnungen.

Heute hat der Heimstättenverein ungefähr 2000 Mitglieder und verfügt über rund 1800 Wohnungen in der Stadt. Er ist genossenschaftlich organisiert, das heißt: Wer beim Heimstättenverein Osnabrück eine Wohnung mieten möchte, muss Mitglied werden und zwei Anteile kaufen (Stück 160 Euro). Bei Anmietung einer Wohnung können je nach Größe maximal vier weitere Anteile gezeichnet werden.

Auf Einlagen wird jährlich eine Dividende gezahlt, zuletzt in Höhe von vier Prozent. Mitglieder dürfen im Heimstättenverein Osnabrück viel bestimmen: Sie beschließen etwa, was mit erzielten Gewinnen passieren soll, und wählen den sechsköpfigen Aufsichtsrat. Der wiederum bestellt und kontrolliert den Vorstand, dessen geschäftsführendes Mitglied hauptamtlich arbeitet. Die beiden übrigen Vorstände sind Ehrenamtliche.
Autor:
Sebastian Stricker


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