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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Ruf Gottes
 
Wie rentabel ist Dämmen?
 
Ein Jahr mit Tablet im Klassenraum
 
Selbst Reporter werden
Zwischenüberschrift:
Schwester Raphael erzählt vom Leben im Kloster
 
Deutsche Bundesstiftung Umwelt wehrt sich gegen Studie
 
Siebtklässler der Ludwig-Windthorst-Schule entwickeln Anleitung für "Silver Surfer"
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. An der rechten Hand trägt sie einen schlichten Ring. Ein Zeichen der Liebe, der ewigen Bindung. Vor etwa einem Jahr gab Schwester Raphael ihr Ja-Wort und schloss die " Ehe". Die " Ehe mit Gott." Im Kloster heißt es die ewige Profess.

Schwester Raphael gehört dem Orden der Benediktinerinnen am Hasetorwall in Osnabrück an, doch das war nicht immer so. " Eigentlich wollte ich das als Kind schon", sagt Schwester Raphael.

Bereits als Fünfjährige verspürte sie den Ruf Gottes. Zunächst arbeitet sie 31 Jahre lang in ihrem Beruf als Erzieherin. Dann habe sie gespürt, " dass das ein ganz wichtiger Bestandteil in meinem Leben ist, und die Beziehung zu Christus zu kurz kommt". Sie hatte ein glückliches Leben, mit dem sie zufrieden war. Doch dann sprach Schwester Raphael mit Gott, ob es einen Weg für sie gebe. " Und er hat mir diesen Weg ganz deutlich gezeigt."

Im Jahr 2006 trat sie in den Orden ein. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie ihr Kommunionskreuz und ein Bild von der Muttergottes, gab Schwester Raphael ihren Besitz an das Kloster ab. Nach einem halben Jahr folgte die Einkleidung. Nach zwei Jahren als Novizin hat sie die erste Profess abgelegt. Schließlich legte sie im Juni 2012 die ewige Profess ab. Mit 14 anderen Nonnen bestreitet sie nun das Leben im Kloster.

" Ich habe jetzt eine neue Familie", erzählt Schwester Raphael. " Aber meine Ursprungsfamilie ist immer noch wichtig." Den Kontakt zu ihrer Familie können die Nonnen über Briefe, Telefon und Internet halten. Freunde und Familie haben zudem die Möglichkeit, sie zu besuchen, umgekehrt geht es nur selten. Denn die Schwestern der Benediktinerinnen verlassen das Klostergelände nur in Ausnahmen aus wichtigen Gründen.

In Schwester Raphaels vorherigem Leben als Erzieherin war ihr Alltag von der Arbeit mit Kindern, von Gesprächen über den Glauben und von Fußball und Karneval geprägt. Im Kloster werden Hobbys nur in begrenztem Rahmen ausgeübt. Sportlich aktiv können die Nonnen auf ihrem Trimmrad werden, oder beim Laufen und Spazieren im Klostergarten.

Ebenso ist es möglich, verschiedene Hobbys zu pflegen, wie beispielsweise das Malen. " Aber es muss sich in Grenzen halten", erklärt Schwester Raphael. Denn für ausgeprägte Freizeitgestaltung bleibt im Klosterleben nur wenig Zeit, " da wir uns mit dem Spirituellen beschäftigen. Wir haben hier ganz andere Schwerpunkte", erzählt Schwester Raphael.

Schon um 6 Uhr morgens treffen sich die Schwestern zum ersten gemeinsamen Gebet. Eine Stunde später feiern die Nonnen eine gemeinsame Messe. In der sogenannten Eucharistiefeier werden Brot und Wein in den Leib Christi verwandelt. Nach dem gemeinsamen Frühstück beginnt die erste Arbeitszeit.

In einem Kloster gibt es viele Aufgaben, die erledigt werden müssen. Jede Schwester hat ihren Bereich, in dem sie Verantwortung trägt. Zum einen fallen Aufgaben im Haushalt an: Küchenarbeit, Wäsche waschen, Bügeln, das Gebäude sauber halten, Gartenarbeit und Verwaltungsaufgaben. Zudem gibt es einige große Arbeitsbereiche bei den Benediktinerinnen. Die Hostienbäckerei beliefert viele Pfarreien des Bistums und auch evangelische Gemeinden. In der Paramentik werden Messgewänder restauriert und gefertigt. Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist die künstlerische Kerzenverzierung. Zu Anlässen wie Ostern werden die Kerzen auf speziellen Kundenwunsch gefertigt.

Nach dem gemeinsamen Mittagsgebet wird gegessen. Was man in einem Kloster so isst? Ganz gewöhnliche Hausmannskost. " Es soll für jeden was dabei sein, aber auch nicht zu üppig", berichtet Schwester Raphael.

Während die Nonnen am Tisch sitzen, herrscht allerdings Stille. Es gibt eine Tischlesung, ansonsten wird nicht geredet. Nachdem die Küche wieder aufgeräumt ist, haben die Nonnen etwas Ruhezeit. Später werden die Arbeiten fortgesetzt. Auch bei der Arbeit geht es eher ruhig zu. Jede arbeitet an ihren Aufgaben, aber geredet wird eher wenig. " Wenn etwas abgeklärt werden muss, ist das möglich, ansonsten gilt eher Schweigen", so Schwester Raphael. Nach dem Abendgebet gibt es ein gemeinsames Abendessen, und es folgt eine Rekreation. In dieser halben Stunde können sich die Nonnen über Verschiedenes austauschen, weil sie den Tag über ja nicht im Gespräch sind. Mit einem Nachtgebet endet der Tag im Kloster.
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Willkommen bei den Benediktinerinnen: Schwester Raphael gibt einen Einblick in ihr Leben im Orden.
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Friederike Kalkmann

Osnabrück. Wärmedämmung rechnet sich nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zur energetischen Gebäudesanierung, die das Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos im Auftrag der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) erstellt hat. Demnach gleiche die Energiekostenersparnis nicht die für die Dämmung nötigen Investitionen aus. Ein großes Missverständnis, sagt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die selbst ein Gebäudesanierungsprogramm anbietet. Diese Vorwürfe seien nur auf eine missverstandene Pressemitteilung zurück zu führen.
Andreas Skrypietz, Energieberater und Projektleiter der Kampagne " Haus sanieren profitieren!" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wendet gegen die Studie ein, dass sie in den Medien nicht korrekt dargestellt wurde. Eigentlich habe KfW eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen Gebäudesanierungen auf die Volkswirtschaft hätten, stellt Andreas Skyrpietz klar. Die volkswirtschaftlichen Effekte seien dabei enorm positiv ausgefallen, da zum Beispiel viele Arbeitsplätze geschaffen wurden.
In den Medien wurde berichtet, die Prognos-Studie habe herausgefunden, dass man in die Gebäudesanierung bis zum Jahr 2050 ungefähr 838 Milliarden Euro investiert habe, dabei aber nur eine Einsparung von circa 370 Milliarden Euro spüren würde. Andreas Skyrpietz sagt dazu, man könne die Energieeinsparungen nicht den gesamten Kosten zur normalen Erhaltung eines Hauses, die man ohnehin tragen müsse, gegenüberstellen.
" Man muss jedes Haus einzeln angucken, ob sich eine Sanierung lohnt", erklärt Andreas Skrypietz. Verschiedene Faktoren wie das Alter des Hauses und sein Zustand müssten dazu individuell einbezogen werden. Aber auch das Verhalten des Nutzers und sein Energieverbrauch sind wichtig und der kostengünstigste Schritt, um Energie zu sparen. Dazu gehören unter anderem richtiges Lüften und auch die Regelung der Raumtemperatur. Passt man diese seinen Bedürfnissen an, kann man schon ganz leicht sparen. " Schon ein Grad weniger spart sechs Prozent Energiekosten ein", sagt Andreas Skrypietz. Auch Lüften will gelernt sein, denn dauerhaft gekippte Fenster lassen die Heizkosten ansteigen. Besser und umweltfreundlicher ist es, Fenster kurz, aber vollständig zu öffnen.
" Mit unserem Projekt " Haus sanieren profitieren!" wollen wir Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern an eine energetische Gebäudesanierung heranführen", sagt der Projektleiter. Dazu kann man auf der Homepage des Projektes einen der vielen Partner finden, die einen Energie-Check durchführen. " Der Energie-Check ist kostenlos, weil er helfen soll, einen ersten Eindruck vom eigenen Haus zu bekommen", erläutert Skrypietz. Es handelt sich dabei nicht um ein Verkaufsgespräch, sondern lediglich um einen kostenlosen Test. Die anschließende Energieberatung ist dann nicht mehr kostenlos.
Die Gebäudesanierung hat verschiedene Facetten und besteht nicht nur aus Wärmedämmung: " Auch eine Fenster- oder Heizungserneuerung kann den CO 2 - Ausstoß und somit den Energieverbrauch senken", sagt Andreas Skrypietz. Das Projekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt soll als roter Faden dienen, um sich an die energetische Sanierung heranzutasten. Dazu muss man sein Haus als Ganzes betrachten und nicht nur an einzelnen Ecken basteln. " Das Ganze ist sehr komplex, aber der Energie-Check ist ein erster Schritt zu energiebewusstem Verhalten", meint Andreas Skrypietz.
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Energiekosten einsparen möchte möglichst jeder, aber wie rentabel ist eine Wärmedämmung wirklich?
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dpa

Glandorf. Vor wenigen Monaten hat an der Ludwig-Windthorst-Schule in Glandorf ein Experiment begonnen: Zwei siebte Klassen wurden mit Tablet-PCs ausgestattet. Nicht, um von nun an auf die klassische Tafel und die mühsam erlernte Handschrift zu verzichten, sondern um eine zeitgemäße Ergänzung zu schaffen. " Das ist nicht Zukunft, sondern Gegenwart. Wir möchten die Kids möglichst frühzeitig damit in Verbindung bringen", sagt Schulleiter Matthias Wocken. Zeit für eine erste Bilanz.
Dritte Stunde, Wahlpflichtkurs Informatik. " Die Silver Surfer kommen", lautet die Überschrift eines Zeitungsartikels, der mit einem Beamer an die Wand projiziert wird. In kleinen Gruppen sitzen die Siebtklässler an ihren Tischen und erstellen auf ihren Tablet-PCs eine Anleitung für die sogenannten " Silver Surfer" Internetnutzer im Seniorenalter. " Wir wollen ihnen erklären, wie das iPad funktioniert", sagt ein Schüler und zeigt auf die Übersicht auf seinem Bildschirm. Schritt für Schritt wird dort erklärt, wie man mit dem Tablet-PC ins Internet geht, wie Fotos gemacht werden, Textdokumente erstellt oder Mappen angelegt werden.
" Der Umgang ist für die Schüler zu einer Selbstverständlichkeit geworden", sagt Schulleiter Wocken. Immer wenn es Sinn macht, werde das Tablet im Unterricht eingesetzt. Die Handschrift bleibt dabei nicht auf der Strecke. " Es gibt sogar einen Konferenzbeschluss, der sagt, dass ein Handschreibanteil bleiben muss", betont Wocken.
Ein weiteres Beispiel aus der Anwendung: Im Chemie-Unterricht wird ein Experiment durchgeführt. Genauso wie andere siebte Klassen protokollieren die Glandorfer Schüler den Versuch in ihrem Block. Anstatt den Versuchsaufbau abzuzeichnen, greifen sie jedoch zu ihren iPads und machen ein Foto.
" Wir sind noch lange nicht bei einer papierlosen Schule", sagt Wocken. Das sei noch nicht zeitgemäß. " Damit würden wir Eltern und Kollegen überfahren." Es ginge darum, das digitale Arbeitsmedium Schritt für Schritt zu einem Teil des Schulalltags werden zu lassen.
Im Laufe des vergangenen Jahres hätten sich viele Kollegen aus der Region bei ihm gemeldet, berichtet Wocken: Wie macht ihr das? Wie finanziert ihr die Apps? Wie setzt ihr das Gerät im Unterricht ein? Das Interesse ist da. " Der Austausch unter den Schulen, der durch das Projekt entstanden ist, ist einer der schönsten Effekte!" Pädagogisch, technisch und logistisch in allen Punkten ist einiges zu beachten, wenn ein Tablet-PC zum Arbeitsmedium wird. Die Ludwig-Windthorst-Schule ist zum Beispiel komplett mit W-LAN ausgestattet worden. So können die Schüler nicht nur für Fragestellungen im Internet recherchieren, sondern auch täglich per App die Neue Osnabrücker Zeitung herunterladen. Je nach Themenschwerpunkt wird die Zeitung dann gleich in verschiedenen Fächern eingesetzt.
" Geräte töten die Kommunikation", lautete ein Vorwurf von Projekt-Gegnern. " Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass das nicht so ist", sagt Wocken. Seine Kollegin Ina Temmeyer, die die Initiative für den iPad-Jahrgang mit von einer Fortbildung gebracht hat, stimmt ihm zu. " Die Schüler helfen sich untereinander, der eine ist mal weiter als der andere und holt ihn ab", sagt der Schulleiter. Mitunter erklären die Schüler inzwischen sogar Lehrern, wie das Tablet funktioniert.
Für die beiden siebten Klassen wird das Projekt im Sommer nicht enden. Sie nehmen das Tablet mit in Klasse acht. Vielleicht wird das Projekt auch für die nächsten siebten Klassen fortgesetzt. " Einige Eltern sagen: Ja, bitte auch im nächsten Jahrgang, andere fragen, ob das wirklich sein muss", so Wocken. Das Ziel der Schule sei es zwar, langfristig möglichst flächendeckend Tablet-PCs einzusetzen. Jedoch könne dies nicht von jetzt auf gleich geschehen: " Es soll niemand überfahren werden, das Projekt braucht Zeit", sagt der Schulleiter.
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Arbeiten mit dem Tablet-PC: Für Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule Glandorf inzwischen eine Selbstverständlichkeit.
Eine Anleitung für ältere Tablet-PC-Nutzer entwickeln derzeit die Schüler.
Bei aller Freude an der Technik auf die klassische Tafel und die Handschrift wird in Glandorf nicht verzichtet.
Fotos:
Stefanie Hiekmann

Osnabrück. Auf unseren Klasse!- Seiten schreiben Schüler die Artikel. Denn Kinder und Jugendliche sind Teil des Klasse!- Projekts. Sie schreiben ihre Texte entweder im Unterricht oder sind Mitglied der Jugendredaktion. Somit gibt es für alle Schüler eine Möglichkeit, aktiv zu werden. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der Neuen Osnabrücker Zeitung. So gibt es Spezialthemen aus dem Bereich Energiewende sowie bunte Themen, die bearbeitet werden können.
Nachwuchsreporter werden immer gesucht! Wer also nicht nur Zeitung lesen, sondern selbst schreiben will und zwischen 15 und 20 Jahren alt ist, kann sich hier melden: c.achenbach@ noz.de.
Etwa einmal im Monat kommen die Klasse!- Reporter zu einer Jugendredaktions-Konferenz zusammen, um Themen zu besprechen. Alle veröffentlichten Texte nehmen automatisch an dem Artikelwettbewerb des Medienhauses Neue OZ teil.
Autor:
Friederike Kalkmann, Tina Rybinski, Stefanie Hiekmann, coa


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