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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Domhof im Zeichen der Elektromobilität
Zwischenüberschrift:
21 000 Besucher bei "Sieben-Städte-Tour" mit Wirtschaftsminister Olaf Lies
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Elektro-Autos, Elektro-Einräder, Pedelecs: Am Samstag und Sonntag machte die " Sieben-Städte-Tour" halt in Osnabrück und machte damit die Innenstadt zu einem großen Testgelände für elektrogetriebene Fahrzeuge.
Unter dem Motto " Einfach elektrisch" veranstaltet das niedersächsische Wirtschaftsministerium in diesem Jahr eine bundesweit einmalige Aktion, bei der die Hersteller von Elektrofahrzeugen sieben niedersächsische Städte bereisen und dort Probefahrten veranstalten.
Nach Hannover, Göttingen und Lüneburg machte der Tross am Wochenende halt in Osnabrück. Zum Auftakt der Veranstaltung übergab der niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies eine Schnellladesäule für E-Fahrzeuge an Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Standort der Säule ist der Blumenhaller Weg, gegenüber dem Autohaus Beresa.
Wirtschaftsminister Lies setzt sich ausdrücklich für die alternativen Antriebe ein: " Ich bin überzeugt, dass Elektrofahrzeuge ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Mobilität sind. Wir müssen den CO2-Ausstoß verringern und damit mehr für Klimaschutz und saubere Luft in den Städten tun."
Um den Einwohnern Niedersachsens die Elektromobilität schmackhaft zu machen, boten die Hersteller auf der Messe rund um den Domhof Testfahrten mit den verschiedensten Fahrzeugen an. Laut dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium hätten theoretisch 1000 Interessenten eine Testfahrt mit einem E-Auto oder einem Hybridfahrzeug machen können.
" Viele Probefahrten werden nicht gemacht, heute hängt es noch ein bisschen", sagte Joachim Havelka von H2O-e-mobile. Das Unternehmen aus Varel stellt unter der Marke " Elano" elektrisch betriebene Fahrzeuge in Leichtbauweise her. Dass das Interesse an Probefahrten in Osnabrück zumindest am Samstag noch gering war, empfand Firmenvertreter Havelka aber nicht als tragisch. " Dafür haben sehr viele gute Gespräche geführt."
Als Experte für Elektro-Autos äußerte sich Havelka auch zu der Frage der Sicherheit denn hören kann man die modernen Fahrzeuge kaum. " Ich bin der Meinung, dass die Leute wieder die Augen benutzen sollten. Viele haben das verlernt." Außerdem, so Havelka, sei geplant, dass die Fahrzeuge mit einem Pfeifton ausgerüstet werden.
Direkt vor dem Stadttheater durften die Hersteller ihre Elektro-Fahrzeuge vor einer Tribüne vorfahren. Was die Zuschauer dort zu sehen bekamen, verrieten sie den ffn-Moderatoren Malte Seidel und Peter-Michael Zernechel. Die Radioprofis waren technisch und komödiantisch immer voll auf der Höhe: " Da freut sich die Frau, da kann sie noch ein Handtäschchen reintun", sagte Zernechel, als ihm eine Tesla-Limousine vorgeführt wurde, die vorne einen zusätzlichen Kofferraum besitzt.
Ein deutlich kleineres Fahrzeug, das gänzlich ohne Kofferraum auskommen muss, hatte sich der Belmer Kai Huse zur Probefahrt ausgesucht. Der Renault Twizy ist keine 400 Kilo schwer und sieht aus wie ein überdachtes Golfmobil. " Macht Spaß, damit zu fahren, und irgendwann werde ich mir bestimmt mal einen Hybriden kaufen", sagte Huse.
Auf dem wohl kleinsten E-Fahrzeug der Messe bewegte sich derweil Schüler Max Knippenberg fort. Gestützt von E-Mobilität-Unternehmer Robin Henning, fuhr er einige Runden auf dem " Ninebot", einem Elektro-Einrad. " Bis ich darauf alleine fahren könnte, würde es noch dauern", sagte Max Knippenberg.
" Ich habe dafür eine Woche gebraucht, meine Freundin auch dank meiner Tipps nur einen Tag", sagte Robin Henning. Der junge Mann hat sich vor Kurzem in Lehrte selbstständig gemacht und vertreibt ausschließlich Elektro-Fahrzeuge. Auch sein Beispiel zeigt, dass der alternative Antrieb auf dem Vormarsch zu sein scheint. " Bis jetzt läuft das Geschäft besser als gedacht!"

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Bildtexte:
Niedersachsen Verkehrsminister Olaf Lies (l. SPD) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) testen am Wochenende das Angebot an E-Fahrzeugen vor dem Theater.
Elektro-Fahrzeuge oder Plug-in-Hybride verschiedener Hersteller standen für Probefahrten bereit.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Hendrik Steinkuhl


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