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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hochwasser und Höchstspannung
Zwischenüberschrift:
Bürger fordern Engagement der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Passt die Stadt auch gut auf? Diese Frage schwebte über dem Bürgerforum Darum-Gretesch-Lüstringen, als es um die Höchstspannungsleitungen und das Überschwemmungsgebiet ging.

Auf welcher Strecke wird Amprion den Strom durch Darum-Gretesch-Lüstringen transportieren? Die Frage bleibt noch für längere Zeit offen. Annette Klein Ostendarp-Cziráky vom Fachbereich Städtebau sagte es so: " Wir sind am Anfang eines längeren Prozesses." Nachdem 13 Verbindungen für die neue 380-Kilovolt-Leitung zwischen Lüstringen und Wehrendorf geprüft worden sind, konzentriert sich die Auswahl offenbar auf zwei Korridore einer direkt in Richtung Norden über Jeggen und Wulften und einer südlich der Mindener Straße etwa entlang der bestehenden 220-Kilovolt-Leitung. Die Firma Amprion betreibt die Leitung. Die Verwaltung der Stadt hatte sie zwar zum Bürgerforum eingeladen, sie sagte jedoch " aus terminlichen Gründen" ab. Annette Klein Ostendarp-Cziráky berichtete, dass Amprion für Darum-Gretesch-Lüstringen keine Erdverkabelung plane. Außerdem kündigte sie eine " Antragskonferenz" für Mittwoch, 15. Juli, an: Unter anderem soll es um Themen wie Naturschutz gehen. Das Raumordnungsverfahren soll erst im kommenden Jahr beginnen. Bürger zeigten sich wie bereits im vergangenen Jahr darüber besorgt, dass die Stadt sich nicht in die Pläne der Nachbargemeinde Bissendorf einbringe und so vor vollendete Tatsachen gestellt werden könnte. Doch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert beruhigte die Anwohner: Diese Gefahr bestehe nicht.

Auch was das Überschwemmungsgebiet Belmer Bach angeht, zeigten sich Bürger besorgt, dass die Stadt nicht gut genug aufpasst: Ein Anwohner wies darauf hin, dass Bissendorf 400 000 Euro aus Hannover erhalten habe, während die Anwohner im Osten Osnabrücks befürchten, für den Hochwasserschutz selbst aufkommen müssen. Der Oberbürgermeister sprach auch für diesen Fall beruhigende Worte aus: " Wir lassen uns keine Fördermittel durch die Lappen gehen und falls doch, holen wir uns die noch." Für das Gebiet südlich der Mindener Straße seien jedoch keine Förderungen vorgesehen. Und: Das Baugebiet sei in einem Überschwemmungsgebiet entstanden. Anwohner zeigten sich empört über diese Feststellung: Ihnen oder ihren Eltern sei damals nichts davon bekannt gewesen.

Die Verwaltung ermittelt die Kosten für eine Hochwasserschutzwand zwischen der Mindener Straße. Auch die Nutzung einer Umflut soll in Betracht kommen. Oberbürgermeister Griesert spricht von einem " Prüfprozess". Der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz will den Politikern nach den Sommerferien die Grundlagen für Entscheidungen vorlegen.

Über laute Lastwagen und zu schnelle Autos ärgern sich Anwohner der Mindener Straße. Und sie brauchen Geduld: Bis mindestens 2019 müssen sie auf Flüsterasphalt warten. Tempo 30 und ein Durchfahrtverbot für Lastwagen kommen offenbar nicht in Betracht: Die Verwaltung teilte mit, dass sich solche Wünsche für eine Hauptverkehrsstraße und das sei die Mindener Straße nicht verwirklichen lassen.

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Autor:
Jann Weber


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